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Blue Chips: DAX-Bilanz: Eon-Aktie im freien Fall
Foto: wallstreet:online - 123rf.com

Blue Chips DAX-Bilanz: Eon-Aktie im freien Fall

17.11.2012, 10:00  |  4876 Aufrufe  |   | 

Der DAX musste sich zum Wochenschluss im Kampf um die Marke von 7.000 Punkten klar geschlagen geben und verbuchte mit 6.950,53 Zählern einen Wochenverlust in Höhe von drei Prozent.

Die Sorge, dass die Schuldenkrisen dies- wie jenseits des Atlantiks aus dem Ruder geraten könnten, bescherte deutschen Blue Chips das zweite Wochenminus in Folge. In den USA lösten zudem miserable Konjunkturdaten, die vor allem auf Hurrikan Sandy zurückzuführen waren, massive Verkäufe aus. Für den Fall, dass Präsident Obama und die Republikaner die Fiskalklippe nicht erfolgreich umschiffen werden, drohen der Konjunktur aufgrund der automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen erhebliche Turbulenzen. Derzeit pokern noch beide Seiten. Ohne eine Einigung bzw. die Hoffnung auf eine Einigung dürfte an den internationalen Aktienmärkten eine Kursrally relativ unwahrscheinlich sein.
In der abgelaufenen Börsenwoche schwankte der DAX zwischen Wochentief (Freitag) und Wochenhoch (Montag) in einer Spanne von 245 Punkten. Das Verhältnis zwischen Kursgewinnern und -verlierern fiel mit 1 zu 29 eindeutig negativ aus. Als einziger Wochengewinner erzielte die Aktie von Infineon (+0,1 Prozent) ein kleines Plus, während Eon (-16,2 Prozent) das Schlusslicht bildete.
 
Eon enttäuscht auf der ganzen Linie

Regelrecht schockiert waren die Börsianer von den Neunmonatszahlen des Versorgers Eon. Das Unternehmen hat bereits am Montag nach Börsenschluss „vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes“ seine Prognose gekappt. Das bislang für 2013 angestrebte operative Ergebnis (EBITDA) zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro erscheint dem Management „nicht mehr erreichbar“. Gleiches gilt auch für das Ziel eines bereinigten Konzernüberschusses von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.
Der Halbleiterhersteller Infineon legte hingegen Jahreszahlen vor, die an der Börse trotz negativem Tenor erheblich besser ankamen. Aufgrund der allgemein schlechten Marktstimmung sprang allerdings nicht mehr als ein marginales Wochenplus heraus.


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.



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Kommentare

N424671
27.11.12, 19:12
ABB hat gerade diesen Auftrag über 100 Millonen € erhalten. ABB will den Gleichstom vom Meer in den Süden liefern und bringt dafür Ihre neue Entwicklung hinein. (Weniger Leitungsverlust)
mekuh283
27.11.12, 09:37
seitdem die Politik die Finger in der Energiewirtschaft drin hat läuft alles aus dem Ruder. Die Planungssicherheit ist in der Wirtschaft nicht mehr vorhanden. Der Privatverbraucher wird mit Preissteigerungen überschüttet, weil bei den hektischen Weichenstellungen in der Energiepolitik vieles versäumt wurde. Es werden Windparks in Ost-und Nordsee errichtet, aber die Zuleitungen zu den Verbrauchern vergessen. Jetzt werden wieder übereilt Beschlüsse gefaßt, um das Versäumte nachzubessern. Die angedachten Stromtrassen von Nord nach Süd sehen auf dem Papier gut aus, jedoch in unserer dichtbesiedelten Republik ist die Umsetzung praktisch nicht umsetzbar.
N424671
17.11.12, 11:22
Ein sogenanntes Hindenburg-Omen in den Staaten beunruhigen alle Finanzmenschen:
Dieses technische Signal gilt als Warnung für mögliche Kursverluste an der Aktienbörse. Zuletzt hatte es gegen Ende Juni gleich drei Hindenburg-Omen hintereinander gegeben. Im Sommer hatten sich die Omen jedoch als Fehlsignale erwiesen, denn die Kurse stiegen ohne grössere Korrekturen weiter deutlich an. Allerdings wurde der Markt dabei einmal mehr von den massiven Interventionen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank verzerrt, da die verbalen Interventionen für stark steigende Kurse sorgten. Die dauernde Manipulation der Märkte führt dazu, dass immer mehr fundamentale und technische Signale nicht mehr gut funktionieren.

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Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.

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