Rohstoffe - Ausblick für 2013 Keine Enttäuschung bei Rohstoffen 2013

    Gastautor: Ingrid Heinritzi
     |  06.12.2012, 07:53  |  3096 Aufrufe  |   | 

    Die Preisentwicklung der Rohstoffe hängt an der Weltwirtschaft.

    Die Weltwirtschaft dürfte den Talboden durchschritten haben. Doch eine anziehende Weltkonjunktur bedeutet auch eine höhere Nachfrage nach Rohstoffen. Deren Preise sollten 2013 steigen.

    Wenn ein Jahr zu Ende geht, schaut man gern in die Zukunft, auch was die Preisentwicklung der Rohstoffe angeht. Grundlage ist vor allem das Weltwirtschaftswachstum.

    Goldman Sachs-Chefvolkswirt Jim O'Neill erwartet für 2013 ein Wachstum von 3,6 und für 2014 ein Wachstum von 4,1 Prozent. Dabei erwartet er bei den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) eine bessere Performance als in 2012. Die Wirtschaft dieser Länder soll nach O'Neill nächstes Jahr um 6,9 Prozent wachsen. Die Probleme in Europa und Amerika hätten auch kaum Einfluss darauf. Übrigens stammt von ihm auch der Begriff "BRIC ". Für Überraschungen könnte Japan sorgen, wo ein schleppendes Wachstum und sogar Deflation aktuell sind. Jedoch könnten ein schwacher Yen und eine vernünftige Finanzpolitik die japanische Wirtschaft davor bewahren in eine weitere tiefe Rezession zu schlittern.

    Wie O'Neill, so sieht auch der Chefvolkswirt der UniCredit, Erik Nielsen, global eine Normalisierung der Märkte und die langsame Rückkehr des Wirtschaftswachstums, auch in Europa, wobei jedoch Risiken bleiben.

    Der Ölpreis (Brent) dürfte in den nächsten fünf Jahren keine signifikanten Veränderungen zeigen, sagen zum Beispiel die Rohstoffexperten der Unicredit. Der durchschnittliche Preis von 111 US-Dollar je Barrel werde in etwa gleich bleiben. Denn zwar werde die Nachfrage jährlich moderat um rund 1,1 Prozent anwachsen, aber gleichzeitig werden die Fördermengen in den Nicht-OPEC-Ländern zunehmen.

    Auch aus London, von ETF Securities ist zu hören, dass sich die Wirtschaft in China und in den USA erholt. In diesem Umfeld dürften Basismetalle und die weißen Edelmetalle das größte Potenzial haben im Preis zu steigen. Das gelte ebenso für die betroffenen Bergbauunternehmen. In diesem Umfeld könnten auch der australische, neuseeländische und der kanadische Dollar steigen, davon sollte dann auch der Euro profitieren. Gleichzeitig könnten aber auch Währungen wie der amerikanische Dollar und der japanische Yen unter Druck geraten. Risiken seien weiter politische und militärische Probleme.

    Doch insgesamt kann gesagt werden, dass die Rohstoffpreise 2013 leicht zulegen dürften. Realistisch sehen zum Beispiel die Prognosen der Bank of Amerika Merrill Lynch für einige Metalle aus. So erwarten die Analysten jeweils im Durchschnitt für 2013 einen Preis für Kupfer von 8163 US-Dollar je Tonne, bei Aluminium 2113 Dollar, Blei 2375 Dollar, Zink 2200 Dollar, Nickel 17.875 Dollar, Molybdän 12,30 Dollar je Pound und Uran 52,50 Dollar je Pound. Bei den Edelmetallen sticht Palladium mit einem Preis von 719 Dollar je Unze hervor. Silber soll 2013 gut 36 Dollar und Gold 1810 Dollar kosten. Jede kleine Überraschung scheint in diesen Preisen nicht auf. Daher könnte es durchaus zu einem Überschießen einzelner Preise kommen, wenn zum Beispiel Streiks das Angebot eines Metalls verringern würden.

    Bei diesen Preisen würden auch viele Minengesellschaften gut Gewinne einfahren. Eine Beimischung dieser Aktien könnte daher 2013 durchaus lukrativ sein. 



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    Disclaimer

    Gastautor

    Ingrid Heinritzi beschäftigt sich sehr mehr als 15 Jahren mit den Rohstoffmärkten und Bergbauaktien. Die studierte Rechtsanwältin schreibt seit Jahren regelmäßig Beiträge über Rohstoffunternehmen und einzelne Rohstoffe. Bis 2011 war sie Chefredakteurin des "Rohstoffdepots" vom Gevestor-Verlag und schreibt aktuell unter anderem für www.rohstoffenews.de.

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