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Ausblick 2013 Börse&Märkte Jahresausblick - Europa

 |  18.12.2012, 09:56  |  478 Aufrufe  |   | 
Fondsmanager von Fidelity Worldwide Investment berichten über ihre Erwartungen für das Jahr 2013. Der erste Teil befasst sich mit den europäischen Märkten.
 
Europäische Aktien
 
Matt Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund: 
"Die jüngsten geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank EZB und der US-Notenbank Fed haben die Lage an den Finanzmärkten deutlich stabilisiert und das Anlegervertrauen erheblich verbessert. Dennoch sitzen die Probleme in Europa tief. Angesichts der trüben Aussichten für die globale Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten werden die Rentabilität und Gewinnsituation vieler Unternehmen leiden. Daher rechne ich auch 2013 mit einer schwankenden Konjunktur und volatilen Börsen.
 
Ungeachtet der konjunkturellen Entwicklung gibt es in Europa jedoch viele Unternehmen, die im historischen Vergleich und auch verglichen mit anderen Anlageklassen außerordentlich günstig bewertet sind. Besonders interessant sind multinationale Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen und gesunden Bilanzen, die gut positioniert sind, um vom Konsumhunger der Emerging Markets profitieren zu können. Gewinne versprechen vor allem Unternehmen mit genügend Preismacht, also solche, die etwaige Preiserhöhungen auch an die Verbraucher weitergeben können. 
 
Daneben halte ich günstig bewertete Titel aus dem zyklischen Konsumgüter- und Mediensektor für vielversprechend. Das sind meist Gesellschaften mit hohen Cashflows. Auch nicht-zyklische Konsumgüterproduzenten mit einer starken Marktstellung können attraktiv sein. Der Energiesektor profitiert von einem starken Nachfrageausblick. Da die herkömmlichen, leicht zu erschließenden Öl- und Gasvorkommen langsam zur Neige gehen, müssen Förderunternehmen mehr Technologie einsetzen, um die Fördermenge zu halten. Viele der neu entdeckten Energievorkommen sind entweder Schiefergas beziehungsweise Schieferöl oder befinden sich in der Tiefsee. Diese Vorkommen sind nur mit einem deutlich höheren technologischen Aufwand zu erschließen als herkömmliche Öl- und Gasfelder. Das unterstützt einen höheren Ölpreis und davon profitieren Fördertechnikunternehmen."
 
Alexandra Hartmann, Fondsmanagerin des Fidelity Euro Blue Chip Fund:
"Während sich die US-Konjunktur aufgrund der drohenden Fiskalklippe an einem Scheideweg befindet, haben die Maßnahmen der EZB die Lage in Europa merklich entspannt. Mit der Senkung der Lohnstückkosten und dem Abbau der Leistungsbilanzdefizite befinden sich die Peripherieländer auf einem guten Weg. Dennoch sind viele Strukturprobleme noch ungelöst, und es ist durchaus möglich, dass sich die Unternehmens- und Konjunkturlage erneut verschlechtert. Ich rechne daher weiter mit volatilen Märkten und setze unverändert auf Unternehmen, die in der Lage sind, überwiegend aus eigener Kraft zu wachsen, also losgelöst vom makroökonomischen Umfeld."
  
 
Deutsche Aktien
 
Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund:
"Deutsche Aktien bleiben für mich ein klarer Kauf. Die Märkte preisen immer noch ein Extremszenario ein und implizieren eine schwere Rezession 2013. Ich bin der Überzeugung, dass diese negative Sichtweise angesichts der robusten Entwicklung deutscher Unternehmen nicht gerechtfertigt ist und deutsche Werte weiter reüssieren werden.
 
Allen Unkenrufen zum Trotz hat der deutsche Aktienmarkt im Jahr 2012 erhebliche Kursgewinne verzeichnet. Daher bleibe ich bei meiner optimistischen Einschätzung, dass sowohl die Unternehmensentwicklung als auch die Maßnahmen der Politik den Aufwärtstrend weiter stützen werden. Die Unternehmensbilanzen haben sich weiter verbessert, die Aktienbewertungen blieben jedoch 30 bis 40 Prozent unter ihrem langfristigen Durchschnitt und weit unter denen vieler Anlagealternativen. Auch die Dividendenrenditen sind mit durchschnittlich 3,5 bis 4 Prozent attraktiv.
 
Die deutschen Unternehmen weisen überdies eine solide Grundstruktur auf: Sie sind nicht nur innovationsstark und bilanziell gut aufgestellt, sondern darüber hinaus in den wesentlichen Wachstumsmärkten dieser Welt präsent. Viele Unternehmen haben starke Cashflows, so dass sie problemlos Wachstumschancen ergreifen, weiter Marktanteile gewinnen und attraktive Dividenden ausschütten können. Zusätzlich profitieren sie von einer unerschütterlichen Haltung der Konsumenten in ihrem Heimatmarkt. Auch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB werden die Konjunktur 2013 stützen, so dass ich vor allem bei deutschen Nebenwerten in der kommenden Berichtssaison mit einer positiven Überraschung rechne."
 
 
Italienische Aktien
 
Alberto Chiandetti, Fondsmanager des Fidelity Italy Fund:
"In den kommenden drei bis sechs Monaten rechne ich mit einer erhöhten Volatilität bei italienischen Aktien - je nach Wahlausgang in Italien und je nachdem, ob es die USA schaffen, die Fiskalklippe zu überwinden. Aus meiner Sicht sind das die entscheidenden Hürden, die genommen werden müssen, um die Stimmung an den Märkten zu drehen und der globalen Konjunktur einen Schub zu geben. Positiv lässt sich festhalten, dass die europäischen Aktienmärkte in diesem Jahr weit unter ihren historischen Kurs-Gewinn-Verhältnissen geblieben sind und sich trotz der enttäuschenden Bilanzsaison relativ robust gezeigt haben."
 
 
Französische Aktien
 
Vincent Durel, Fondsmanager des Fidelity France Fund:
"Die Konjunkturaussichten 2013 für Frankreich sind fragil: Auf der einen Seite könnten die eingeleiteten Sparmaßnahmen den Konsum dämpfen. Auf der anderen Seite hat Frankreich mit dem neuen Wettbewerbspaket einen wichtigen Schritt zur Lösung seiner Strukturprobleme getan. Unter diesen Umständen halte ich unverändert an defensiven Wachstumstiteln fest, die auch unter schwierigen Bedingungen Wachstum und Erträge generieren können. Generell sind Werte aus dem Gesundheits-, und Technologiebereich und nicht-zyklische Konsumgüterproduzenten vielversprechend. Von hochverschuldeten zyklischen Unternehmen rate ich jedoch ab."
 
 
Spanische Aktien
 
Firmino Morgado, Fondsmanager des Fidelity Iberia Fund:
"Ich konzentriere mich unverändert auf Unternehmen, die zwar unpopulär sind, jedoch eine solide Erholung erwarten lassen. Eine interessante Anlagemöglichkeit sind darüber hinaus zyklische Konsumwerte und Unternehmen der Informationstechnologie, die Kurspotenzial innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre aufweisen. Wegen der größeren Kurschancen bevorzuge ich generell eher kleine bis mittelgroße Titel."


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