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    Markttechnik Wer bestimmt den Dienstplan eines Traders?

    Gastautor: Michael Voigt
     |  12.12.2012, 10:43  |  4216 Aufrufe  |   | 

    Das Zusammenspiel der Zeiteinheiten, die Trends und damit die Großwetterlage sind konkrete Eckpunkte im Dienstplan eines Traders. Erfahren Sie hier, worauf es wirklich ankommt.

    Viele – allen voran die privaten – Tradinganfänger handeln gern auf untergeordneten Zeiteinheiten, beispielsweise den 10- oder 15-Minuten-Charts, handelten, welche demnach klar als der markttechnisch »kleiner Trend« definiert werden konnten, woraus wiederum resultierte, dass für diese Trader der entsprechend »übergeordnete«, sprich: die Großwetterlage, der eher »mittlere« Trend ist.

    Natürlich ist es nicht fachlich falsch, - sofern man so manches wichtige Thema beherzig - sich auf den >kleinen< oder >kleinsten< Trend zu konzentrieren und diesen zu handeln! Falsch daran ist oftmals nur, diesen zu handeln und – was beispielsweise vielen privaten Tradinganfängern zu eigen ist – für diesen Handel gleichzeitig nur ein sehrbegrenztes Zeitfenster zur Verfügung stellen zu können oder zu wollen. Nun könnte man direkt Antworten: »Ja, aber … gerade weil das so ist, handeln die meisten doch dort!«, und man könnte bedächtig nickten und insofern rechtgeben, als dass dies auf den ersten Blick scheinbar stimmig erscheint.

    Dennoch gilt es auf den, oftmals  aufgrund einer oberflächlichen beziehungsweise unbewussten Werteübersetzung, vorliegenden Denkfehler hinzuweisen: Mal abgesehen davon, dass so manchen Tradinganfängern >größere Nähe< mit >besserer Wahrnehmung< missverstanden wird, ergibt sich aber viel zu oft andererseits aus der eben erwähnten Vorgabe >wenig Zeit< nun fast zwangsläufig die Lösung >kleine Zeiteinheit<, welcher darum auch viele folgen. Hat man jedoch im markttechnisch orientierten Handel die Sinnhaftigkeit und überlebensnotwendige Bedeutung der Großwetterlage, sprich übergeordneten Trend,  wirklich erkannt, dann kristallisiert sich schnell heraus, dass der Gedanke >wenig Zeit, daher kleine Zeiteinheit!<, weil ungenügend formuliert, fehlerbehaftet ist und folglich konkreter formuliert werden muss.

     

    Konkreter?

    Ja, denn wenn man jeden Handelstag nur ein geringes Zeitvolumen zur Beobachtung der Märkte zur Verfügung hat und damit der zeitliche Abstand zwischen den tagtäglichen Marktbeobachtungen zwangsläufig sehr groß ist – beispielsweise Montag 17:45-19:00 Uhr, dann erst wieder Dienstag von 20:20-22:00 Uhr und so weiter … – dann ist es die Pflicht eines Händlers, eine solche Trendgröße zu wählen, deren übergeordneter zeitlicher Trendablauf immer die Chance ermöglicht, ein markttechnisches Fünf-Sterne-Setup vorzufinden.

    Zum besserem Verständnis anbei ein einfaches Schema (siehe Bild 1).:

     

     

    Wie durch die Zeitachse offenkundig, bildete der rote Chartverlauf markttechnisch weder die »kleinste« oder »kleine« noch die »große«, sondern eher den »mittlere Trendgröße« ab, dessen Bewegungsäste sich mal über einen halben (Di), mal über mehrere Handelstage (Mi-Fr) erstreckten. Grün dargestellte sind hingegen nun jene Zeitfenster, während derer sich der Trader an diesen Tagen seinen Charts und damit seiner in Blau dargestellten »kleinen« Trendgröße widmen konnte oder wollte.

    Man kann dieses Schema nun aus zweierlei Sicht sehen: Zum einen könnte man sagen, dass, wenn ein Trader den markttechnisch definierten >kleinen Trend< handelt (die blau angedeuteten Graphen), die dazugehörige Großwetterlage, demnach also der rote Graph, den mittleren Trend, »auf dessen Nicht-Anwesenheits- beziehungsweise Fehl- oder Abwesenheitszeiten viel zu schnell laufen!

     

     

    – Zu schnell?

    Ja, zu schnell! Denn die Chance, dass der Markt beim nächsten >Anwesenheitstermin< seine Marktphase mal wieder gewechselt hat, ist sehr hoch! Andererseits könnte man es aber auch – ohne dass es sich wiederspricht  – so ausdrücken, dass die Großwetterlage hinsichtlich der Anwesenheitszeiten dagegen viel zu langsam läuft! Der scheinbare Widerspruch beider Aussagen entsteht nur einzig aus dem eingenommenen Blickwinkel des Betrachters: Man kann das Schema sowohl aus Sicht der An- als auch der Abwesenheitszeit betrachten!

     

    Das Resultat erfahren Sie im folgenden Artikel. Ich darf an dieser Stelle auch auf meine Buchreihe "Der Händler" verweisen:

     

     

     

    Weiter Infos:

    Bücher: www.der-haendler.com

    Webinare: www.webinarguide.com

    Fachseminare: www.trainingswochen.de

    Software:www.agenatrader-software.com

    Cover-Art: www.campello-art.com (ab Jan 2013)


    Nächster Workshop »Aktiver Börsenhandel« mit Michael Voigt

    01. -08. Juni 2013 in Heringsdorf/ Usedom.



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    Disclaimer

    Gastautor

    Michael Voigt ist Berufshändler und Autor mehrerer Trading-Bestseller. Die Buchserie DER HÄNDLER verbindet fachliches Wissen, viele praktische Hinweise und psychologische Aspekte in genialer Weise. Laut Traders' Magazin sind sie "ein wundervolles Auffanglager für tradingfaszinierte Seelen!".

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