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    Aktien Frankfurt: Ins Minus gedreht - Lustloser Handel nach vier Gewinnwochen
    Foto: tom - Fotolia

    Aktien Frankfurt Ins Minus gedreht - Lustloser Handel nach vier Gewinnwochen

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
    17.12.2012, 12:15  |  635 Aufrufe  |   | 

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine Auftaktgewinne abgegeben und gegen Mittag Verluste verbucht. Zuletzt sank der Dax um 0,24 Prozent auf 7.577,87 Punkte, nachdem er in den vergangenen vier Wochen fast zehn Prozent gewonnen hatte. Im frühen Geschäft hatte die Hoffnung auf eine noch expansivere Fiskal- und Geldpolitik in Japan nach dem dortigen Wahlausgang den deutschen Leitindex noch auf den höchsten Stand seit fünf Jahren getrieben. Für den MDax ging es um 0,28 Prozent auf 11.922,47 Punkte nach unten. Der TecDax gab um 0,19 Prozent auf 828,45 Punkte nach.

    'Da zum Jahresende die Investoren ihre Bücher schließen, dürften die restlichen Handelstage bei reduzierten Umsätzen eher ruhig verlaufen', kommentierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die Fiskalklippe in den USA halte Anleger aber weiter auf Trab und sorge für Unsicherheit. Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereit erklärt.

    INFINEON PLANT ZUKÄUFE

    An der Dax-Spitze kletterten die Aktien von Infineon um 1,74 Prozent. Der Halbleiterhersteller plant Firmenzukäufe. 'Ich peile mehrere kleine oder auch mal eine mittelgroße Übernahme an', sagte Reinhard Ploss, seit Oktober Vorstandschef des Unternehmens, der 'Süddeutschen Zeitung'. Zudem erwägt der Vorstand auch, wegen der gut gefüllten Kasse das auslaufende Aktien-Rückkaufprogramm fortzuführen.

    Gefragt waren auch die Papiere der Lufthansa , die um 1,20 Prozent stiegen. Händler verwiesen auf eine Hochstufung von Macquarie als Antrieb. Die Analysten hätten das Anlageurteil für die Papiere der Fluggesellschaft von 'Neutral' auf 'Outperform' erhöht. Dax-Schlusslichter waren die Anteilsscheine von Merck mit minus 1,70 Prozent, Deutsche Telekom mit einem Abschlag von 1,38 Prozent und Deutsche Bank mit minus 0,89 Prozent.

    KOMPROMISS ZUR ELBPHILHARMONIE HILFT HOCHTIEF NUR KURZ

    Im MDax gaben die Titel von Hochtief ihre frühen Gewinne wieder ab und notierten zuletzt unverändert. Die Stadt Hamburg will die Elbphilharmonie nun doch mit dem Konzern zu Ende bauen. Die jetzt erzielte Einigung sei wahrscheinlich die am wenigsten schlechte Lösung, obwohl Hochtief nun die Risiken trage, sagte Analyst Marc Nettelbeck von der DZ Bank. Die Titel des Roboterbauers Kuka legten als zweitbester MDax-Wert um 2,53 Prozent zu. Sie hatten ebenso wie der Dax ein Fünfjahreshoch erklommen und dies habe technisch orientierte Anleger zum Zukauf ermuntert, meinten Börsianer.

    MORPHOSYS SEHR FEST

    Klarer Favorit im TecDax waren die Aktien von Morphosys mit einem Aufschlag von rund 2 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen wird das Segment für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an den Hersteller und Anbieter von Life-Science-Forschungswerkzeugen und Diagnostikprodukten Bio-Rad Laboratories verkaufen./ajx/ag

    --- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

    Wertpapier: DAXMDAXTecDAX

    Themen: AktienHandelAnleger


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