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Aktien Frankfurt: Standardwerte kaum verändert nach vier Gewinnwochen
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Aktien Frankfurt Standardwerte kaum verändert nach vier Gewinnwochen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.12.2012, 14:52  |  992   |   |   

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Zu Beginn der letzten vollständigen Handelswoche des Jahres haben sich die deutschen Standardwerte kaum von der Stelle bewegt. Der Dax sank am frühen Montagnachmittag um 0,02 Prozent auf 7.594,94 Punkte, nachdem er in den vergangenen vier Wochen kontinuierlich zugelegt und fast zehn Prozent gewonnen hatte. Im frühen Geschäft hatte die Hoffnung auf eine noch expansivere Fiskal- und Geldpolitik in Japan nach dem dortigen Wahlausgang den deutschen Leitindex noch auf den höchsten Stand seit fünf Jahren getrieben. Für den MDax ging es um ebenfalls 0,02 Prozent nach unten, und zwar auf 11.953,88 Punkte. Der TecDax fiel um 0,35 Prozent auf 827,12 Punkte.

'Da zum Jahresende die Investoren ihre Bücher schließen, dürften die restlichen Handelstage bei reduzierten Umsätzen eher ruhig verlaufen', kommentierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die drohenden automatischen Steuererhöhungen und Budgetkürzungen in den USA - die so genannte Fiskalklippe - hielten Anleger aber weiter auf Trab und sorgten für Unsicherheit. Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medien erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereit erklärt.

INFINEON PLANT ZUKÄUFE

Im Dax kletterten die Aktien von Infineon um 0,81 Prozent. Der Halbleiterhersteller plant Firmenzukäufe. 'Ich peile mehrere kleine oder auch mal eine mittelgroße Übernahme an', sagte Reinhard Ploss, seit Oktober Vorstandschef des Unternehmens, der 'Süddeutschen Zeitung'. Zudem erwägt der Vorstand auch, wegen der gut gefüllten Kasse das auslaufende Aktien-Rückkaufprogramm fortzuführen.

Noch deutlicher gefragt waren die Papiere der Lufthansa , die an der Index-Spitze um 1,63 Prozent auf 13,995 Euro anzogen. Händler verwiesen auf eine Hochstufung von Macquarie als Antrieb. Die Analysten hätten das Anlageurteil für die Papiere der Fluggesellschaft von 'Neutral' auf 'Outperform' erhöht. Dax-Schlusslichter waren die Anteilsscheine von Deutsche Bank , Merck und Fresenius mit Abschlägen von bis zu 1,62 Prozent.

KOMPROMISS ZUR ELBPHILHARMONIE HILFT HOCHTIEF

Im MDax stiegen die Titel von Hochtief um 0,66 Prozent. Die Stadt Hamburg will die Elbphilharmonie nun doch mit dem Konzern zu Ende bauen. Die jetzt erzielte Einigung sei wahrscheinlich die am wenigsten schlechte Lösung, obwohl Hochtief nun die Risiken trage, sagte Analyst Marc Nettelbeck von der DZ Bank. Die Titel des Roboterbauers Kuka legten als zweitbester MDax-Wert um 2,55 Prozent zu. Sie hatten ebenso wie der Dax ein Fünfjahreshoch erklommen und dies habe technisch orientierte Anleger zum Zukauf ermuntert, meinten Börsianer.

Am MDax-Ende sackten die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 um 4,69 Prozent ab. Nach dem am Freitag angekündigten Verkauf seiner nordeuropäischen Sender meldeten sich nun zahlreiche Analysten zu Wort. Der Experte Christopher Johnen von der britischen Bank HSBC etwa sieht nach dem zuletzt deutlichen Kursanstieg nur noch ein begrenztes Aufwärtspotenzial für die Papiere und stufte sie von 'Overweight' auf 'Neutral' ab. Zudem dürfte nun wieder ein möglicher Aktienüberhang in den Fokus rücken, da die Grundlage für einen Ausstieg des Finanzinvestors Permira gelegt worden sei.

MORPHOSYS SEHR FEST

Zu den Favoriten im TecDax zählten die Aktien von Morphosys mit einem Aufschlag von 3,70 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen wird das Segment für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an den Hersteller und Anbieter von Life-Science-Forschungswerkzeugen und Diagnostikprodukten Bio-Rad Laboratories verkaufen./la/ajx

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Wertpapier: DAX, MDAX, TecDAX


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