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Sahra Wagenknecht: Ludwig Erhard als Vorbild für die Linkspartei
Foto: DIE LINKE

Sahra Wagenknecht Ludwig Erhard als Vorbild für die Linkspartei

02.01.2013, 16:25  |  2054   |   |   
Sahra Wagenknecht, Vizechefin der Fraktion der Linken im Bundestag, rät ihrer Partei, das Augenmerk auch mal auf den früheren CDU-Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft zu legen. „Erhard wäre bei uns mit seinen Ansprüchen am besten aufgehoben“, sagte Wagenknecht in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.
 
Ihre Partei habe zwar von Marx bis Gramsci auch andere Traditionen. Es sei dennoch richtig, sich an den Ansprüchen der CDU-Politik der fünfziger Jahre zu orientieren. „Die Linke will Wohlstand für alle und steht damit im heutigen Parteienspektrum ziemlich allein“, betonte Wagenknecht gegenüber dem „Spiegel“.
 
Zugleich berief sie sich auf die wirtschaftspolitischen Prinzipien, die von den Gründungsvätern der sozialen Marktwirtschaft aufgestellt wurden. „Der damalige Neoliberalismus war das Gegenteil des stumpfsinnigen Glaubens an den Segen deregulierter Märkte, den man heute mit diesem Begriff verknüpft“, so Wagenknecht weiter. „Ökonomen wie Wilhelm Röpke, Walter Eucken und Alfred Müller-Armack waren überzeugt, dass der Markt nicht alles richten kann, der Staat muss die Regeln und den Ordnungsrahmen setzen.“
 
 
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Kommentare

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El_Matador
02.02.13 14:59:42
guter kommentar in der heutigen faz von mitherausgeber holger steltzner (seite 11, "armut fuer alle").
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borazon
03.01.13 00:44:04
Die Alte hält das Wahlvolk offensichtlich für noch bescheuerter, als es ohnehin schon ist, oder sie hat Neujahrs- und Erstapriltag verwechselt.
Würde aber eher auf Ersteres tippen.
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gore_esque
02.01.13 16:52:14
Der Gründervater der sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, wird als Vorbild der "Linken" eingeführt? Die marktwirtschaftlichen Ziele der 50er Jahre seien nach Ansicht der Linken-Politikern Sahra Wagenknecht die neuen Orientierungspunkte der Partei. Na da werden ja völlig neue Koalitionen möglich.

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Sahra Wagenknecht Ludwig Erhard als Vorbild für die Linkspartei

Sahra Wagenknecht, Vizechefin der Fraktion der Linken im Bundestag, rät ihrer Partei, das Augenmerk auch mal auf den früheren CDU-Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft zu legen. „Erhard wäre bei uns mit seinen Ansprüchen am besten aufgehoben“, sagte Wagenknecht in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.
 
Ihre Partei habe zwar von Marx bis Gramsci auch andere Traditionen. Es sei dennoch richtig, sich an den Ansprüchen der CDU-Politik der fünfziger Jahre zu orientieren. „Die Linke will Wohlstand für alle und steht damit im heutigen Parteienspektrum ziemlich allein“, betonte Wagenknecht gegenüber dem „Spiegel“.
 
Zugleich berief sie sich auf die wirtschaftspolitischen Prinzipien, die von den Gründungsvätern der sozialen Marktwirtschaft aufgestellt wurden. „Der damalige Neoliberalismus war das Gegenteil des stumpfsinnigen Glaubens an den Segen deregulierter Märkte, den man heute mit diesem Begriff verknüpft“, so Wagenknecht weiter. „Ökonomen wie Wilhelm Röpke, Walter Eucken und Alfred Müller-Armack waren überzeugt, dass der Markt nicht alles richten kann, der Staat muss die Regeln und den Ordnungsrahmen setzen.“
 
 
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