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POC Proven Oil Canada POC, Proven Oil Canada unter Beschuss der Wirtschaftswoche!

 |  07.01.2013, 22:44  |  5876 Aufrufe  |   6  | 

Florian Zerfass, ein Redakteur der Wirtschaftswoche hat POC offiziell den Kampf angesagt. In einer einnehmenden Prosa und einer emotional ausgeschmückten Ausführung präsentiert der Redakteur seine klare Meinungsposition:

„ Die gepriesenen Manager dürften sich mit Olivenöl besser auskennen als mit Erdöl“, heißt es da in einer fetten Zwischenüberschrift. Für die Branche kam dieser Artikel überraschend, denn bisher hat es keinerlei Unregelmäßigkeiten bei POC gegeben:

Ausschüttungen sind bisher prospektgemäß geflossen und die Kommunikation mit Anlegern und den Beratern ist vorbildlich. Das Epizentrum der „Überführung“ liegt in der Verbindung zu dem „Milliardenpleitier“ Jürgen Hanne. Die Verbindung wird durch zwei Schlüsselpersonen hergestellt:

Zum einen über Jürgen Heinzl, der heute bei POC arbeitet zum anderen über den Sohn Sebastian, der im Firmengeflecht aktiv ist. Der Redakteur der Wirtschaftswoche ist der Ansicht, dass Vater Hanne die Fäden bei Proven Oil Canada zieht. Das ist jedoch nicht bewiesen.

Eine schwierige Situation für alle Beteiligten.

POC hat am heutigen Erscheinungstag des Artikels eine Stellungnahme bezogen. Sie ist lang, doch ich möchte Sie keinem vorenthalten. Bevor ich Sie jedoch poste möchte ich ganz gerne eines vorweg schicken:

„Wir sind vom Geschäftsmodell der Querbohrungsoptimierung bestehender Ölquellen nach wie vor überzeugt. Gespräche mit Branchenexperten aus dem Bereich des Bergbaus und der Rohstoffgewinnung bestätigen es immer wieder: Die hohen zweistelligen Renditen werden dort definitiv verdient.“

Andererseits muss auch klar sein, dass Initiatoren von solchen Fonds nicht aus reiner Nächstenliebe handeln. Wenn Sie jedoch nicht zu gierig und nicht kriminell sind, bleibt für jeden genug übrig. Das haben andere Ölfonds zu bereits unter Beweis gestellt.

Hier also die Stellungnahme von POC, stets unter vorheriger Ausführung der Vorwürfe:

Sehr geehrter Herr...,

ich komme heute auf Sie zu, um über die Berichterstattung „Oh, wie schön ist Kanada“ in der aktuellen Ausgabe der „Wirtschaftswoche“ (Erscheinungstag 7. Januar 2013) zu informieren.

Diesem Artikel ist u. a. ein persönliches Gespräch mit dem Autor vorausgegangen, das unsererseits allerdings abgebrochen werden musste, da innerhalb dessen deutlich wurde, dass dieser kein tatsächliches Interesse an unserem Geschäftsfeld und an der wirtschaftlichen Entwicklung der Fondsgesellschaften hatte. Vielmehr suchte er ausschließlich nach Anhaltspunkten, die seine offenbar bereits feststehende Auffassung belegen sollten. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Autor von Dritten, die vermutlich im konkurrierenden Umfeld von Proven Oil Canada (POC) und der Conserve Oil Corporation (COC) zu suchen sind, maßgeblich beeinflusst wird. Die gesamte Vorgehensweise, die mit objektivem Journalismus nichts gemein hat, und die Tatsache, dass bereits lange vor dessen Kontaktaufnahme von einzelnen Marktteilnehmern kolportiert wurde, es würde sich ein Journalist mit uns „beschäftigen“, sprechen dafür.

 

Wie sich aus dem Artikel unschwer ablesen lässt, hat der Autor den Versuch unternommen, mittels einer Verbindung zwischen dem im Vertrieb und Marketing der Proven Oil Canada tätigen Jürgen Hainzl und dem wegen Anlagebetrug auf Bewährung verurteilten ehemaligen Fondsinitiator Dr. Jürgen Hanne (Herr Hainzl hat vor 14 Jahren für den Vertrieb der Dr. Hanne-Gruppe gearbeitet) den Eindruck zu erwecken, Herr Dr. Hanne stehe in Verbindung mit den von Proven Oil Canada emittierten Fonds. Ferner versucht der Autor den Eindruck zu erwecken, das von den Anlegern innerhalb der POC-Fonds investierte Kapital sei nicht wie in den jeweiligen Prospekten dargelegt verwendet worden und es bestehe somit die Gefahr eines Verlustes. Auch hierzu bemüht der Autor Parallelen zwischen der Substanz der POC-Fonds und den seinerzeit aufgelegten Konzepta Petrol Fonds des Herrn Dr. Hanne. Diese und weitere Aussagen sind nachweislich unwahr und werden innerhalb des Artikels auch nicht belegt. Auf diese Weise ist ein Bericht entstanden, der sich für den in Fondsangelegenheiten weniger informierten Leser zwar spektakulär liest, aber zu unseren Lasten in zahlreichen Punkten unwahr und überdies grob fehlerhaft ist.

 

Selbstverständlich haben wir uns mit den Fragen der „Wirtschaftswoche“ dezidiert und detailliert auseinandergesetzt, dem Autor umfangreich Dokumente zum Beleg zur Verfügung gestellt und auf diese Weise versucht dazu beizutragen, die nun getroffenen unwahren Behauptungen zu negieren. Darüber hinaus wurden rechtliche Möglichkeiten gegen eine derartige Darstellung geprüft. Bedauerlicherweise ist die rechtliche Handhabe gegen derlei Verunglimpfungen, zumindest vor deren Veröffentlichung, dürftig.

 

Nachstehend haben wir die Aspekte dieses Berichts, von denen wir denken, dass diese für Sie interessant und maßgeblich sein könnten, aufgenommen und erläutern Ihnen die tatsächlichen Gegebenheiten:

 

Seite 86: Der Autor behauptet, dass die COC ihre Aktionäre nicht benennen wolle, da es eine „Vertraulichkeitsvereinbarung“ gäbe, die diese schütze. Wortwörtlich formuliert er: „Die Hintermänner der unbekannten kanadischen Ölfirma, der Tausende deutsche Anleger Millionen anvertraut haben, wollen im Dunkeln bleiben.“

 

Das ist unwahr. Tatsächlich ist es nach kanadischem Recht nicht zulässig, die Gesellschafter von privaten Firmen ohne deren Zustimmung öffentlich zu benennen. Die überwiegenden Anteile an der COC halten Mitglieder des Managements, den geringeren Anteil an der Gesellschaft halten private Investoren. Überdies sieht das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) im „IDW Standard: Grundsätze ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen (IDW S 4) (Stand: 18.05.2006)“ vor, dass bei den wesentlichen Vertragspartnern nur Gesellschafter zu nennen sind, die 25 Prozent oder mehr der Anteile und/oder Stimmrechte haben. Da es innerhalb der COC keine Gesellschafter mit 25 Prozent oder mehr der Anteile und/oder Stimmrechte gibt, ist die Prospektdarstellung entsprechend gewählt. Die COC war außerdem bemüht, dem Autor die Gesellschafterstruktur transparent zu machen. Es war allerdings aufgrund der kurzen Fristsetzung - der Autor sandte seine Fragen am 28. Dezember um 13 Uhr ein und wollte diese bis zum 2. Januar um 13 Uhr beantwortet haben - nicht möglich, alle Gesellschafter um das diesbezügliche Einverständnis zu bitten. Dies wird derzeit nachgeholt, so dass die Gesellschafterstruktur selbstverständlich veröffentlicht werden kann.

 

Ebenso Seite 86: Der Autor behauptet, dass es sich bei der Struktur der POC-Fonds um eine „Räuberpistole“ handele. Und weiter: „Die Selbstdarstellung der Conserve Oil ist hanebüchen, in den Bilanzen knirscht es.“

 

Diese Behauptung ist falsch. Bei geschlossenen Fonds ist das handelsrechtliche Jahresergebnis in der Investitionsphase regelmäßig durch die einmalig entstehenden Kosten der Investitionsphase geprägt. Ein positives operatives Ergebnis aus der Beteiligung an der Objektgesellschaft wird dadurch im Jahresergebnis nicht sichtbar. Unabhängig hiervon können die ausgeschütteten Liquiditätsüberschüsse bereits erwirtschaftet worden sein. Um die gebotene Transparenz zu gewährleisten, veröffentlicht POC jährlich eine testierte Leistungsbilanz. Diese belegt zweifelsfrei, dass die Ausschüttungen aus erwirtschafteten Erträgen generiert wurden und werden. Die COC wiederum investiert in Kanada ausschließlich in Öl- und Gasquellen mit geprüfter Produktion und sogenanntem Upside Potential. Den Investitionen liegt ein Sicherheitskonzept zugrunde, das mit den in der Erschließung von Öl- und Gasquellen auf dem Weltmarkt führenden Unternehmen Sproule und Schlumberger erarbeitet wurde: Sproule- und Schlumberger-Teams prüfen die zu erschließenden Quellen und erstellen aus den so gewonnenen Erkenntnissen ausführliche Gutachten. Diese Gutachten, innerhalb derer auch eine Kaufpreisempfehlung abgegeben wird, dienen als Grundlage für die Entscheidung zum Kauf des jeweiligen Grundstücks mit den entsprechenden Öl- und Gasquellen. Die Jahresabschlüsse der Fondsgesellschaften werden von einer renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter Berücksichtigung der deutschen Vorschriften erstellt und geben ein zutreffendes Bild der jeweiligen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

 

Seite 87: Die Grafik ist sowohl unvollständig als auch fehlerhaft: die Ausschüttungen betragen nicht 12 Prozent p.a. Tatsächlich hat der POC Eins seit Mai 2009 nachweislich über 12 Prozent p.a. ausgeschüttet. Auch der hierin enthaltene Hinweis, dass kanadische Staatsbürger die POC-Fonds nicht zeichnen dürfen, ist irreführend. Tatsächlich ist nordamerikanischen Staatsbürgern die Beteiligung an in Deutschland emittierten geschlossenen Fonds gesetzlich generell untersagt.

 

Seite 88: Unter der Zwischenüberschrift „Komplexes Firmengeflecht“ stellt der Autor die Struktur der POC-Fonds wie folgt dar: „Anleger beteiligen sich bei diesem Fonds als Kommanditisten an der POC Eins GmbH & Co. KG. Diese kauft die Öl- und Gasquellen jedoch nicht direkt, sondern beteiligt sich ihrerseits an einer sogenannten Objektgesellschaft in Kanada. Bei der wiederum führt die Conserve Oil Corporation die Geschäfte – die Firma, deren Chef im Frankfurter Hof so wenig über seine Hintermänner sagen will.“

 

Tatsächlich ist diese Struktur einer sogenannten „zweistöckigen“ KG in nahezu allen Fonds in Nordamerika üblich. Zur Erläuterung: zunächst wird eine deutsche KG gegründet, die jeweils von einer GmbH und den Investoren als Kommanditisten gebildet wird. Anschließend beteiligt sich diese deutsche KG als einziger Kommanditist an einer kanadischen Kommanditgesellschaft, auch Limited Partnership genannt, die wiederum jeweils einen Komplementär hat. Diese Struktur ermöglicht es, die Steuervorteile, die in Kanada bedingt durch die Abschreibungen gewährt werden, an die Anleger - wie bei einem Direktinvestment - weiter zu reichen, sodass die Erträge fast überwiegend steuerfrei vereinnahmt werden können. Zudem hat ein aus dem Ausland stammender Direktinvestor in Alberta die Voraussetzungen eines „Sophisticated Investor“ zu erfüllen („National Instrument 45 – 106 / „Accredited Investor“). Demzufolge muss dieser mindestens über „net Financial Assets of more than 1.000.000,- CAD“ oder „net Income before taxes that exceeds 200.000,- CAD" verfügen. Die deutschen KGs innerhalb der POC-Fonds erfüllen die Voraussetzungen des „Accredited Investor's". Gäbe es diese deutschen KGs nicht, ließe sich also lediglich ein limitierter Anlegerkreis erreichen. Der Eindruck der vom Autor so benannten Komplexität mag daher rühren, dass die Gesellschaften in Deutschland und Kanada jeweils unterschiedliche Komplementäre bzw. General Partner haben. Dies lässt sich nicht umgehen, da jede der Objektgesellschaften Fremdkapital in Höhe von bis zu 20 bis 40 Prozent des jeweiligen Gesellschaftskapitals aufnimmt. Um Überschneidungen zu anderen Gesellschaften zu vermeiden, bestehen die kanadischen Banken hierfür darauf, dass es sich auf kanadischer Seite jeweils um andere General Partner handelt.

 

Ebenso Seite 88: „Als ,kompetenten Partner vor Ort’ stellt der Prospekt die Conserve Oil vor, mit einem Management, das über ,profunde, zum Teil jahrzehntelange Erfahrung’ in den ‚Kernbereichen des Öl- und Gasgeschäfts’ verfügt. Tatsächlich dürfte sich das Management mit Olivenöl besser auskennen als mit Erdöl – sowohl Conserve-Oil-Chef Crombie als auch sein Vize Yoshiki Nakamura kommen aus der Hotelerie. Crombie war laut Profil im Netzwerk LinkedIn Finanzchef einer Hotelkette und Gründer einer Finanzagentur. Laut Pressemitteilungen gründete er auch einen Kabel-TV-Betreiber in Nigeria und saß im Board eines kanadischen Pennystocks, der Wieder-aufforstungsprojekte in China managt. Nakamura war laut LinkedIn-Profil Assistant Manager in Hotels und Knigge-Berater für Geschäftsleute, bevor er zu Conserve Oil ging. Fragen der WirtschaftsWoche zu Ihrer Qualifikation lassen beide unbeantwortet.“

 

Diese Behauptungen sind falsch und unvollständig. David Crombie, President und Chief Financial Officer der COC, beispielsweise sammelte bereits 1966 als Wirtschaftsprüfer erste Erfahrungen im Öl- und Gasgeschäft, als er diverse Firmenübernahmen und Fusionen begleitete. Zwischenzeitlich agierte Mr. Crombie als Immobilienentwickler. Diese Tätigkeit führte ihn 1974 auch nach Deutschland, wo er für die Neue Heimat und Canadian Pacific Immobilien-Projekte entwickelte und bis zu deren Realisierung verantwortete. Nachdem Mr. Crombie für ein in München ansässiges Beratungsunternehmen mehrere Projekte in Saudi-Arabien realisiert und 1980 in Hamburg das Unternehmen DC Capital gegründet hatte, wurde er 1990 zurück nach Kanada gerufen. Hier half er in Alberta bei der Realisierung diverser Öl- und Gasprojekte, u. a. in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen kanadischen Regierungsmitglied Rick Orman. So begleitete Mr. Crombie u. a. für Molson Industries und Canadian Pacific Projekte im Mittleren Osten und in Afrika. Heute ist David Crombie neben seiner Tätigkeit für die COC Mitglied im Aufsichtsrat der Stoney Nakoda Oil and Gas Company, einer der führenden Öl- und Gasgesellschaften der kanadischen „First Nations". Yoshiki Nakamura ist nicht innerhalb des operativen Geschäfts der COC tätig, sondern innerhalb der Verwaltung. Seine Qualifikation für dieses Feld ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung im Personalwesen aus seinen vorherigen Tätigkeiten, unbestritten.

Beide Herren hätten die Fragen des Autors beantwortet, hatten dazu aufgrund der Fristsetzung – wie bereits erwähnt, sandte der Autor seine Fragen am 28. Dezember um 13 Uhr ein und wollte diese bis zum 2. Januar um 13 Uhr beantwortet haben – keine Gelegenheit. Sowohl Mr. Crombie als auch Mr. Nakamura befanden sich zu dieser Zeit im Urlaub, sodass ihnen die Fragen gar nicht vorlagen.

 

Ebenso Seite 88:Unter der Zwischenüberschrift „Zweifelhafte Zahlungen“ schreibt der Autor: „Der WirtschaftsWoche legt Galba statt der erbetenen Bilanz ein ,Statement of Earnings’ (Ertragsüberblick) der POC Eins-Objektgesellschaft vor. Das Dokument weist einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 7,94 Millionen kanadischen Dollar aus.“ Damit nimmt der Autor, der sich auf den Jahresabschluss der Objektgesellschaft für 2010 bezieht, offenbar aufgrund mangelnder Sachkenntnis eine gänzlich unzutreffende Interpretation vor, denn das betreffende Dokument heißt nicht nur „Statement of Earnings“ wie die An- und Abführung andeutet, sondern vollständig „Statement of Earnings Before Depletion, Amortization and Accretion“. Die deutsche Übersetzung in Klammern „(Ertragsüberblick)“ stammt vom Autor selbst. Und demzufolge weist dieses Dokument nicht etwa „…einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 7,94 Millionen kanadischen Dollar aus.“. Vielmehr weist dieses Dokument – so wie es dessen Titel ja auch besagt - Earnings Before Depletion, Amortization and Accretion aus, also Erträge vor Abschreibungen, Abgrenzungen und Zuschreibungen. Das ist etwas anderes als das Ebitda. Ebitda ist die englische Abkürzung für Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation. Das „Statement of Earnings Before Depletion, Amortization and Accretion“ berücksichtigt also - anders als das Ebitda – Zinsen und Steuern. Als passende Abkürzung hierfür ließe sich also Ebda (Earnings before depreciation and amortisation) verwenden - das entspricht dem operativen Cashflow der Objektgesellschaft.

 

Ebenfalls Seite 88:Hier behauptet der Autor: „Aus dem Geschäftsbericht der Fondsgesellschaft in Deutschland geht hervor, dass die Objektgesellschaft ihr komplettes Ebitda an die Fondsgesellschaft ausgeschüttet hat. Die kompletten operativen Erträge gehen hierfür drauf, es bleibt also nichts übrig, um Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu finanzieren. Wenn diese jedoch nicht durch Erträge gedeckt sind, macht die Objektgesellschaft in der Jahresendabrechnung Verlust – und das Eigenkapital der Firma wird aufgezehrt.

 

Wie bereits dargelegt schütten die POC-Fonds nicht das Ebitda aus. Insofern ist die Schlussfolgerung des Autors, dass „nichts übrig“ bleibe, um Zinsen und Steuern zu finanzieren, falsch. Und seine weitere Schlussfolgerung, dass „nichts übrig“ bleibe, um die Abschreibungen zu finanzieren, lässt unberücksichtigt, dass die Abschreibungen die Verteilung der bereits getätigten Investitionen (Kauf der Fördergebiete etc.) über die Laufzeit der Nutzungsdauer nach kanadischen Vorschriften darstellt und für die Abschreibungen entsprechend keine liquiden Mittel benötigt werden. Für das Jahr 2010 beispielsweise weist der Jahresabschluss der Objektgesellschaft einen Gewinn von ca. 0,8 Millionen kanadischen Dollar aus. Die Erträge übersteigen also die gesamten Kosten einschließlich Zinsen und Abschreibungen. Und Steuern fielen in 2010 nicht an.

 

Wiederum Seite 88:Im Hinblick auf die Transparenz der POC-Fonds formuliert der Autor:„Was mit ihrem Geld passiert, können Anleger von Proven Oil kaum nachvollziehen. Deren deutsche Fondsgesellschaften investieren nicht direkt in Kanada, entsprechend dürftig sind die Angaben in den Geschäftsberichten. Aufschlussreicher wären die Bilanzen der Objektgesellschaften in Kanada, an denen sich die Fondsgesellschaften beteiligen. Deren Bilanzen aber bekommen die Anleger nicht zugeschickt.“

 

Diese Behauptung ist falsch. In den Einladungen zu den Gesellschafterversammlungen ab 2010 ist der wesentliche Inhalt von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung der kanadischen Objektgesellschaft mit den entsprechenden Zahlenwerten detailliert dargestellt. Außerdem werden diese Zahlen innerhalb der Gesellschafterversammlungen ausführlich erläutert.

 

Seite 89:Hier formuliert der Autor: „. . . Die Bescheinigung umfasst den stolzen Zeitraum von einer Woche. Hätte Conserve Oil eine auch nur annähernd so hohe Menge im kompletten Jahr 2011 gefördert, wäre sie im Ranking des Fachmagazins ,Oilweek’ auf einem respektablen Mittelplatz gelandet. Oilweek wertet staatliche Angaben für alle Quellen aus und stellt daraus die Top 100 der kanadischen Ölindustrie zusammen. 5.000 Barrel Öläquivalent pro Tag reichen etwa für Platz 70. Doch weder in den Top 100 noch in den ,Next 30’ – hier reichen schon 150 Barrel Öläquivalent pro Tag – taucht Conserve Oil auf.“

 

Tatsächlich werden in den genannten staatlichen Statistiken ausschließlich „public companies“, also öffentliche Unternehmen des kanadischen Öl- und Gassektors erfasst, die ihre täglich geförderten Produktionsmengen in ihren Quartalsberichten angeben. Hierauf bezieht sich die „Oilweek“ mit ihren Rankings. Da die COC kein öffentliches Unternehmen ist, kann sie mit ihren Fördermengen, die tatsächlich 5.061 Barrel betragen, in diesen Rankings nicht abgebildet werden.

 

Ebenso Seite 89:Hier schreibt der Autor: „Geradezu grotesk sind die in den Prospekten benannten rechtlichen Risiken. In einigen wird gewarnt, dass ,betrügerische Absichten’ von Vertragspartnern der Fondsgesellschaft ,nicht ausgeschlossen’ werden können.

 

Die POC fasst ihre Prospekte u. a. auf Basis der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vorgegebenen Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt-verordnung ab. Eine Aufklärung der Anleger in den Risikohinweisen soll demnach auch das Verhalten der Vertragspartner umfassen. Insofern ist ein Hinweis auf ein mögliches Fehlverhalten der Vertragspartner – auch auf deliktisches Handeln – in zahlreichen Prospekten, so diese denn wie die POC-Prospekte, ordnungsgemäß abgefasst sind, enthalten.

 

Schlussendlich möchten wir noch auf die zentrale These des Autors – Dr. Jürgen Hanne sei in wie auch immer gearteter Weise mit POC und/oder COC verbunden – bzw. dessen Versuch diese Verbindung über die Tätigkeit von dessen Söhnen innerhalb der COC herzustellen, eingehen. Tatsächlich hat vor 14 Jahren die eingangs dieses Schreibens dargelegte Verbindung zu Herrn Hainzl bestanden. Und tatsächlich sind die beiden Herren Sebastian Hanne und Alexander Gramatzki auch aus dieser Zeit bekannt. Aber selbstverständlich ist nicht diese Verbindung, sondern allein deren in den Bereichen land department sowie Erschließung von Öl- und Gasquellen unbestreitbare und im Übrigen auch vielfach gefragte Kompetenz ausschlaggebend für die Mitarbeit innerhalb der COC.

 

Wie diese Ausführungen in ihrer Gesamtheit erkennen lassen, ist die „Wirtschaftswoche“ mit einem erheblichen Aufwand darum bemüht, zu belegen, dass Proven Oil Canada und die Conserve Oil Corporation ihren Tätigkeiten nicht ordnungsgemäß nachgehen bzw. sich dazu Personen bedienen, deren Reputation zweifelhaft ist. Dazu werden, wie beispielsweise bei dem Verweis auf Dr. Jürgen Hanne, teilweise geschäftliche Beziehungen aus der Vergangenheit bemüht oder aber dessen Verfehlungen auf seine Söhne, ungeachtet deren Reputation, geschäftlichem Erfolg und untadeligem Ruf, übertragen – ein Vorgang, der auf unangenehme Weise einer Art „Sippenhaft“ gleich kommt.

 

Des Weiteren wird die Kompetenz nachweislich qualifizierter Manager angezweifelt und die Ablehnung von vertraulichen Informationen, obgleich Gesetze die Herausgabe dieser Informationen ausdrücklich untersagen, seitens der „Wirtschaftswoche“ offenkundig als mangelnde Transparenz von POC und COC interpretiert. Und schlussendlich wird eine geradezu gravierende Unkenntnis der Gesetze und Auflagen in Kanada einerseits und ein eklatanter Mangel an Sachkenntnis des Finanz- und Rechnungswesens nicht als Defizit einer Redaktion eingeordnet, sondern die tatsächlichen Gegebenheiten an dem vorhandenen Wissen gemessen und auf diese Weise zwangsläufig falsch interpretiert.

 

Proven Oil Canada und die Conserve Oil Corporation legen abschließend Wert auf die Feststellung, dass sämtliche Transaktionen sowohl in Deutschland als auch in Kanada ordnungsgemäß und wie in den jeweiligen Prospekten ausgeführt vonstatten gegangen sind bzw. vonstatten gehen. Der Beleg, dass bislang mehr als 300 Millionen Euro Anlegerkapital korrekt und äußerst erfolgreich investiert worden sind, kann jederzeit erbracht werden. Und bislang erfolgte Ausschüttungen in Höhe von über 47 Millionen Euro zuzüglich der im Januar 2013 anstehenden Ausschüttungen in Höhe von über 6 Millionen Euro sind unzweifelhaft ein weiterer Beleg für den Erfolg und die Seriosität beider Unternehmen.

 

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben eine korrekte Einordnung dieses Artikels zu ermöglichen, und stehen Ihnen für weitere Auskünfte gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen



Monika Galba
, Geschäftsführerin

 

Ich hoffe, dass Herr Zerfass von der Wirtschaftswoche einfach nur weit über das Ziel hinausgeschossen ist. tapir prüft derzeit eine Neubwertung der POC Fonds unter Berücksichtigung des Artikels in der Wirtschaftswoche und der Stellungnahme von POC.

 

 

 

 

 



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Kommentare

kilip1
26.01.13, 17:09
Als Anleger biette ich urzeit 10 000 für 20 000...Außerdem gib es auch gute Nachtrichten seitens COC http://www.energiefonds-kanada.de/uploads/media/4CHECK_AUDIT_COC_2013_frei_vom_25.01.13.pdf.

Also ob der Verkauf von seinen Zeichungen am zweitmarkt Sinn macht, ist unklar, denn so wie es ausschaut gibs es genug beweise dass POC unser Geld tatsächlich zu Erdölbohrungen investiert. Wer als Anleger aufgrund von Angst seine Anteile zum wilden Preis verkaufen will, meldet sich ja bei mir vielleicht kann man da gut verhandeln :
kilip1
26.01.13, 17:08
Als Anleger biette ich urzeit 10 000 für 20 000...Außerdem gib es auch gute Nachtrichten seitens COC http://www.energiefonds-kanada.de/uploads/media/4CHECK_AUDIT_COC_2013_frei_vom_25.01.13.pdf.

Also ob der Verkauf von seinen Zeichungen am zweitmarkt Sinn macht, ist unklar, denn so wie es ausschaut gibs es genug beweise dass POC unser Geld tatsächlich zu Erdölbohrungen investiert. Wer als Anleger aufgrund von Angst seine Anteile zum wilden Preis verkaufen will, meldet sich ja bei mir vielleicht kann man da gut verhandeln :) ..

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