Neu auf wallstreet:online? Jetzt kostenlos registrieren!
Registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

    Große Vorbehalte der Bundesregierung gegen Hilfspaket für Zypern

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  21.01.2013, 08:05  |  2894 Aufrufe  |   | 

    BERLIN (dpa-AFX) - Innerhalb der Bundesregierung gibt es starke Vorbehalte gegen das geplante Hilfspaket für das hoch verschuldete Euroland Zypern. Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte der 'Süddeutschen Zeitung' (Montagausgabe), bisher sei noch nicht einmal gewiss, 'ob durch die Probleme in Zypern die Eurozone insgesamt in Gefahr ist'. Das sei aber 'eine der Voraussetzungen dafür, dass überhaupt Geld aus dem Euro-Rettungsfonds fließen' könne. 'Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir über ein Hilfspaket entscheiden könnten', sagte Schäuble.

    Zurückhaltend äußerte sich der Finanzminister zu Vorwürfen der Geldschwäche über die Banken des angeschlagenen Eurolands. Es sei zwar richtig, dass 'erstaunlich viel Geld russischer Bürger über zyprische Konten wieder nach Russland zurückfließt.' Belege, dass sich dahinter Geldwäsche verbirgt, gebe es aber bisher nicht, sagte Schäuble. 'Ich kann als Finanzminister nicht seriöse Politik auf der Basis von Mutmaßungen betreiben', so Schäuble. Immerhin räumte er ein, dass es richtig sei, 'dass der Bankensektor in Zypern - gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes - auffällig überdimensioniert ist'.

    Zypern benötigt nach eigenem Bekunden Kredite der Euro-Partner in einem Umfang von 17,5 Milliarden Euro. Die Summe entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Allein zwölf Milliarden Euro sollen zur Stützung des maroden Bankensektors verwendet werden.

    Im weiteren Verlauf des Tages treffen sich die Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Minister dürften zwar über die Lage in Zypern beraten, Entscheidungen zu Krisenländern der Eurozone stehen aber nicht auf dem Programm./jkr/stk



    Schreibe Deinen Kommentar

     

    Kommentare

    Teufelsturm
    21.01.13, 15:41
    Aus meiner Sicht sollte man einem Land, welches durch Niedrigsteuern für Unternehmen mit teilweise dubiosen Geschäftsmodellen Steuerausfälle in z.B. Deutschland verursacht, nicht einen einzigen Euro Hilfsgeld zukommen lassen.

    Disclaimer

    Nachrichtenagentur

    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

    RSS-Feed dpa-AFX

    Weitere Nachrichten des Autors

    TitelLeser
    1307
    682
    622
    549
    431
    420
    360
    357
    346
    320
    TitelLeser
    1434
    1307
    926
    871
    747
    708
    688
    682
    658
    622
    TitelLeser
    3808
    3054
    3013
    2936
    2640
    2323
    2145
    2028
    1964
    1670
    TitelLeser
    25234
    24250
    23381
    21118
    17246
    15113
    13211
    13117
    11827
    11657

    Top Nachrichten aus der Rubrik