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    Große Vorbehalte der Bundesregierung gegen Hilfspaket für Zypern

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  21.01.2013, 08:05  |  2884 Aufrufe  |   | 

    BERLIN (dpa-AFX) - Innerhalb der Bundesregierung gibt es starke Vorbehalte gegen das geplante Hilfspaket für das hoch verschuldete Euroland Zypern. Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte der 'Süddeutschen Zeitung' (Montagausgabe), bisher sei noch nicht einmal gewiss, 'ob durch die Probleme in Zypern die Eurozone insgesamt in Gefahr ist'. Das sei aber 'eine der Voraussetzungen dafür, dass überhaupt Geld aus dem Euro-Rettungsfonds fließen' könne. 'Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir über ein Hilfspaket entscheiden könnten', sagte Schäuble.

    Zurückhaltend äußerte sich der Finanzminister zu Vorwürfen der Geldschwäche über die Banken des angeschlagenen Eurolands. Es sei zwar richtig, dass 'erstaunlich viel Geld russischer Bürger über zyprische Konten wieder nach Russland zurückfließt.' Belege, dass sich dahinter Geldwäsche verbirgt, gebe es aber bisher nicht, sagte Schäuble. 'Ich kann als Finanzminister nicht seriöse Politik auf der Basis von Mutmaßungen betreiben', so Schäuble. Immerhin räumte er ein, dass es richtig sei, 'dass der Bankensektor in Zypern - gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes - auffällig überdimensioniert ist'.

    Zypern benötigt nach eigenem Bekunden Kredite der Euro-Partner in einem Umfang von 17,5 Milliarden Euro. Die Summe entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Allein zwölf Milliarden Euro sollen zur Stützung des maroden Bankensektors verwendet werden.

    Im weiteren Verlauf des Tages treffen sich die Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Minister dürften zwar über die Lage in Zypern beraten, Entscheidungen zu Krisenländern der Eurozone stehen aber nicht auf dem Programm./jkr/stk



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    Kommentare

    Teufelsturm
    21.01.13, 15:41
    Aus meiner Sicht sollte man einem Land, welches durch Niedrigsteuern für Unternehmen mit teilweise dubiosen Geschäftsmodellen Steuerausfälle in z.B. Deutschland verursacht, nicht einen einzigen Euro Hilfsgeld zukommen lassen.

    Disclaimer

    Nachrichtenagentur

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