Neu auf wallstreet:online? Jetzt kostenlos registrieren!
Registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

    Große Vorbehalte der Bundesregierung gegen Hilfspaket für Zypern

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  21.01.2013, 08:05  |  2879 Aufrufe  |   | 

    BERLIN (dpa-AFX) - Innerhalb der Bundesregierung gibt es starke Vorbehalte gegen das geplante Hilfspaket für das hoch verschuldete Euroland Zypern. Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte der 'Süddeutschen Zeitung' (Montagausgabe), bisher sei noch nicht einmal gewiss, 'ob durch die Probleme in Zypern die Eurozone insgesamt in Gefahr ist'. Das sei aber 'eine der Voraussetzungen dafür, dass überhaupt Geld aus dem Euro-Rettungsfonds fließen' könne. 'Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir über ein Hilfspaket entscheiden könnten', sagte Schäuble.

    Zurückhaltend äußerte sich der Finanzminister zu Vorwürfen der Geldschwäche über die Banken des angeschlagenen Eurolands. Es sei zwar richtig, dass 'erstaunlich viel Geld russischer Bürger über zyprische Konten wieder nach Russland zurückfließt.' Belege, dass sich dahinter Geldwäsche verbirgt, gebe es aber bisher nicht, sagte Schäuble. 'Ich kann als Finanzminister nicht seriöse Politik auf der Basis von Mutmaßungen betreiben', so Schäuble. Immerhin räumte er ein, dass es richtig sei, 'dass der Bankensektor in Zypern - gemessen an der Wirtschaftskraft des Landes - auffällig überdimensioniert ist'.

    Zypern benötigt nach eigenem Bekunden Kredite der Euro-Partner in einem Umfang von 17,5 Milliarden Euro. Die Summe entspricht beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Allein zwölf Milliarden Euro sollen zur Stützung des maroden Bankensektors verwendet werden.

    Im weiteren Verlauf des Tages treffen sich die Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Minister dürften zwar über die Lage in Zypern beraten, Entscheidungen zu Krisenländern der Eurozone stehen aber nicht auf dem Programm./jkr/stk



    Schreibe Deinen Kommentar

     

    Kommentare

    Teufelsturm
    21.01.13, 15:41
    Aus meiner Sicht sollte man einem Land, welches durch Niedrigsteuern für Unternehmen mit teilweise dubiosen Geschäftsmodellen Steuerausfälle in z.B. Deutschland verursacht, nicht einen einzigen Euro Hilfsgeld zukommen lassen.

    Disclaimer

    Nachrichtenagentur

    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

    RSS-Feed dpa-AFX

    Weitere Nachrichten des Autors

    TitelLeser
    846
    422
    416
    379
    377
    367
    366
    361
    344
    324
    TitelLeser
    2801
    1435
    1280
    1268
    1173
    1120
    1043
    933
    846
    773
    TitelLeser
    9122
    7928
    3591
    3451
    3079
    3014
    2960
    2827
    2801
    2665
    TitelLeser
    24524
    23470
    22724
    20426
    16532
    14530
    12642
    12574
    11261
    10925

    Top Nachrichten aus der Rubrik