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    ROUNDUP Deutsche Bank gerät wegen Agrar-Spekulation unter Druck

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  22.01.2013, 17:49  |  388 Aufrufe  |   | 

    BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank gerät wegen ihres Festhaltens an Finanzanlagen auf Agrarrohstoffe unter Druck. Das größte deutsche Geldinstitut habe 'die Zeichen der Zeit offenbar nicht erkannt', sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) dem 'Handelsblatt' (Mittwoch). 'Ich erwarte, dass ein klarer Trennstrich gezogen wird zwischen verantwortungsvollen Investitionen, die hilfreich sind im Kampf gegen den Hunger, und Transaktionen, die Preisschwankungen weltweit verstärken können.' Kritik kam auch von der Verbraucherorganisation Foodwatch, die Erläuterungen verlangte.

    Aigner machte deutlich, dass derartige Finanzgeschäfte auf den Agrarrohstoffmärkten nichts zu suchen hätten. 'Wer angesichts von fast 900 Millionen hungernden Menschen auf der Welt hier keinen Unterschied macht, lässt jegliches Gespür vermissen und handelt verantwortungslos.' Für den Anstieg der Rohstoffpreise seit einigen Jahren seien auch das Bevölkerungswachstum, Unwetter und fehlende Investitionen in die Landwirtschaft verantwortlich. Jedoch trage auch mangelnde Transparenz an Börsen dazu bei. 'Dies kann Spekulationen mit Nahrungsmitteln anheizen und die Preisschwankungen verursachen.'

    Die Deutsche Bank hatte am Samstag bekanntgegeben, 'im Interesse ihrer Kunden' weiterhin Finanzanlagen auf Agrarprodukte anzubieten. Nach einer ausführlichen Prüfung habe man 'keinen Nachweis gefunden, dass die Spekulation für die Preisentwicklung verantwortlich ist', sagte Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen am Rande der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Nach Kritik hatte die Bank das Neugeschäft mit solchen Anlageformen im März vergangenen Jahres ausgesetzt, um sie zu überprüfen. Kritiker warnen, Finanzgeschäfte auf Basis von Rohstoffen wie Mais oder Soja verschärften Preisexplosionen bei Nahrungsmitteln.

    Foodwatch forderte genauere Erklärungen des Geldinstituts. 'Nicht die Hungernden müssen belegen, dass die Finanzprodukte der Deutschen Bank schädlich sind, die Deutsche Bank sollte schon nachweisen können, dass ihre Produkte unschädlich sind', sagte Geschäftsführer Thilo Bode der Nachrichtenagentur dpa. Eine in Aussicht gestellte umfassende Studie solle vorgelegt werden. Die Deutsche Bank verwies auf Anfrage am Dienstag auf ihre 'umfassenden Erklärungen' zur Entscheidung, die bereits am Wochenende veröffentlicht wurden.

    Auch die Allianz verteidigte ihr Engagement in dem Geschäftsfeld. Durch Handel mit Terminverträgen könnten sich Bauern zu günstigeren Prämien gegen Preisschwankungen bei unterschiedlichen Ernten absichern, sagte ein Sprecher. 'Es ist wichtig, dass Investoren wie wir am Markt bleiben.' Die Allianz hat drei Fonds, die sechs Milliarden Euro im Agrarhandel investiert haben. Ihre Anleger seien an kontinuierlichen, langfristigen Erträgen interessiert.

    Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft warfen Allianz und Deutscher Bank eine 'zynische Offensive gegen die Begrenzung der Agrarrohstoff-Spekulation' vor./sam/rol/DP/stk

    Wertpapier: Deutsche Bank


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    Kommentare

    gate4share
    23.01.13, 14:51
    Die Bank hat Recht, Weder Aigner, wie fast alle Politiker, noch diese Attack ode die "bäuerliche Landwirtschaft" haben da Wissen, oder auch nur eine Ahnung vom Funktionieren der Märkte.

    Peinlich, dass solche Leute, die Geschicke der Gruppe, oder das landes, Landwirtschaftsministerin leiten dürfen und von kompenten Marktteilnehmern Handlungen fordern!

    Die leute sollten schnellste nachhilfestunden in Volkswirtschaft erhalten!
    gate4share
    23.01.13, 14:42
    Es ist völlig unverständlich, wenn Menschen ohne Ahnung und Wissen, von dem Produkt und der Agieren der Märkte hier Forderungen aus Ideologischen Erwägungen stellen.

    Die Bank hat sich eingehend damit befasst und hat festgestellt, dass es keineswegs bewiesen sei, dass die Zertikate und Absicherungsprodukte die sie heraus gibt, die Marktpreise beeinflusst!

    Es ist ein Ammenmärchen, dass die Spekulation für hohe Preise, oder unerwünschte Preisstruktueren verantworlicht ist. Das ist und war weder bei den Ölpreisen so , auch nicht bei den Während-wechselkurse nund auch nun nicht bei Agrarprodukten.

    Richtig ist, kurzfristig werden starke Trends verstärkt. Doch dafür kommt auch viel schneller die entsprechende andere Seite. Das heisst steigt der Preis, so steigt er stärker von Hebelprodutek im Markt sind. Aber gleichzeitig geht der Kurs schneller wieder herunter, als wenn es keine Hebelprodukte gäbe.

    Ein völlige Abschaffung von Hebelprodukten oder auch nur Sicherungsgeschäften würde keinesfalls für niedrigere preise sorgen! Genauso gut könnte man annehmen, mit der abschaffung würde man auskömmliche Preise für die Landwirtschaft schaffen.


    Nochmals Spekulation ist kein Teufelswerk und auch keine unberechtige Art Geschäfts zu machen. sie hat in einer sozialen Marktwirtschaft nicht nur eine Berechtigung, sondern sogar eine Notwendigkeit, dass die Märkte frei agieren können.
    Spekulation unterstütz der Lauf einer Markwirtschaft, das Gegenteil wäre eine sozialistische Planwirtschaft. Es scheint so, als wollen bestimmte teile der Politik hier bestimmen wollen, ohne auch nur das kleinste Wissen zu haben, was dieses für die Märkte bedeuten würde.

    Wir können nur hoffen, dass die Deutsche da selbstbewusst ihre Meinung , die ja durchaus auf grosses Wissen und Gutachten aufbaut, da hart bleibt. Man sollte auch hier durchaus Wirtschaftsfachleute, der Volkswirtschaft und der Betriebswirtschaft zu Worte kommen lassen und die es versuchen den Menschen zu erklären. Denn die Politik, auch die, die am grössten schreiben, haben keinen blassen Schimmer vom Funktionieren der Märkte.

    Diese Produkte sichern sogar oftmals die existenz der kleinen Landwirte. Nehmen wir an, ein landwirt hat Darlehen aufgenommen, um den Maschienenpark zu finanzieren, mit dem er ernet und die Felder mit Getreide bestellt. Er kann Zinsen und Tilgung aber nur leisten, wenn er Betrag x für seine Waren erhält.

    Nun ist jetzt der Betrag X zu bekommen ,aber keiner weiss, wie es in einem halbne jahr ist, wo er seine Prodkte anbietet. Nun kann er ein Zertifikat kaufen, was den Absatzpreis seiner Produkte absichert. Also so bekommt er auf jedenfalls den Preis x, den er braucht um seine Zinsen und Abzahlung zu zahlen und um davon zu leben. würde der Preis sonst allgemein runter gehen, hätte er seine gesamte Existenz verloren und wäre verschuldet und pleite für ewige Zeiten.
    Faktisch läuft es so ab, dass ein Dritter ihm anbietet ein Zertifikat zu kaufen ,das ihm im Falle des Preisrückgangs den Betrag x auszahlt. Das könnten grundsätzlcih Spekulanten sein, aber auch Verbraucher seiner Produkte. Denn damit würden diese, falls der Preis gesunken wäre, durch eine Auszahlung , die der Landwirt bei Kauf zahlen müsste, profitieren.

    Also diese Produkte geben Produzenten und Verbrauchern Sicherheit zum Preis, damit ihr geschäftsmodell auch funktionieren kann, wen der marktpreis sich stark erhöht oder ermässigt hat.

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