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    CFD Profits Marktbericht Über Gerüchte können wir nicht lachen!

     |  22.01.2013, 18:40  |  1363 Aufrufe  |   | 

    Liebe Leser,

    heute lesen Sie ausnahmsweise bereits dienstagsabend von mir. Was war das heute für ein Tag! Zwei Gerüchte sind zwei zu viel. Während das Gerücht um einen Rücktritt von Bundesbank-Chef Weidmann schnell revidiert wurde, hielt sich das Gemunkel um eine herbe Enttäuschung bei der Bekanntgabe der Daten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bis zu deren Veröffentlichungstermin um 11.00 Uhr.

    Der Markt brach wegen der Lügenmärchen kurzzeitig in sich zusammen, da aktivierte Stopp-Orders den scharfen Kursrückgang noch verstärkten. Als dann die Daten veröffentlicht wurden, staunten viele angesichts der Überraschung: von wegen Enttäuschung!

    Sowohl die ZEW-Lagebeurteilung als auch die ZEW-Konjunkturerwartungen sind optimistisch – und das deutlicher als gemeinhin erwartet wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Gegenbewegung folgte auf dem Fuße.

    Ich warne seit Wochen

    Seit Wochen predige ich, wie schwer dieser Markt zu traden ist. Er wird teils unbewusst durch unsere Politiker, teils bewusst durch die Big Player im Markt beeinflusst. Hier braucht man einfach nur Glück, und das ist uns derzeit leider nicht hold.

    Unser Vorteil läuft ins Leere

    Der Verzicht auf neue Orders, auch wenn es kurz in die zuletzt favorisierte Richtung gen Süden ging, war nicht falsch. Mit relativ engen Stopps, die beim Swing-Trading Pflicht sind, wäre heute das Ausstoppen einer neuen Position sehr wahrscheinlich gewesen.

    Es stellt sich die Frage, wann endlich eine Marktphase beginnt, die wieder normales Arbeiten – sprich Traden – ermöglicht. So lange müssen schwächere Ergebnisse akzeptiert werden, da die Willkür der Märkte den Vorteil der chartbasierten Vorgehensweise zunichte macht. Und da wir lieber mitmischen wollen statt abzuwarten, wann endlich diese verrückte Phase endet, agieren wir weiter mit geringen Positionsgrößen – Risiken (für das Trading-Konto) eingeschlossen.

    Fehlsignale über Fehlsignale …

    Nichts ist derzeit verlässlicher als Fehlsignale! Eingangs hatte ich vom Kurseinbruch nach dem Platzieren der Gerüchte um den ZEW-Index und einen Rücktritt des Bundesbank-Chefs berichtet. Nachdem sich beide Gerüchte als falsch erwiesen, endete die anschließende Gegenbewegung, nach etwa zwei Stunden. Die Bullen müssen nun wieder die 7.700er-Marke von unten betrachten, und auch die europäische Gemeinschaftswährung gibt wieder nach.

    … und nerviges Kursgeschiebe

    Der DAX lotete das Tagestief bei 7.635 Punkten aus. Damit wurde das letzte signifikante Tief fast punktgenau getroffen. Hier handelt es sich nun um eine markante Unterstützung, deren Bruch ein Short-Signal aktivieren würde. Weiteres Abwärtspotenzial wird mit einem Unterschreiten der 7.600er-Marke generiert. Tritt dieses Szenario ein, so ist mit einem Abtauchen bis mindestens 7.450 Punkte zu rechnen.

    DAX – 30-Minuten-Chart - 22.01.2013, 14:05 Uhr

    Auf der anderen Seite ist ein Anstieg über das bisherige Jahreshoch – gleichbedeutend mit dem Mehrjahreshoch – notwendig, um ruhigen Gewissens auf die Bullen zu setzen. Sie merken: Solange weder das neue Doppel-Tief bei 7.635 noch das Jahreshoch unterschritten bzw. überboten wird, bleibt es bei dem nervigen Kursgeschiebe der jüngsten Vergangenheit. Die relevante Kursrange hat sich mit dem besonderen Handelstag heute nur nach unten ausgeweitet. Die Spannung wurde also nur kurz angehoben, um dann wieder abzuflachen.

    Herzliche Grüße, Ihr

    530

    Till Kleinlein, Chefredakteur CFD Profits

     

    Hinweis laut §34b WpHG: Der Autor ist in den entsprechenden Wertpapieren / Basiswerten derzeit investiert. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

    Wertpapier: DAX


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    Gastautor

    Till Kleinlein wurde bereits in frühen Jahren vom Börsenvirus infiziert. Seither hat er sich als professioneller Daytrader, Wertpapierspezialist und Chefanalyst verschiedenster Trading-Publikationen etabliert. Vor allem der CFD-Handel auf den DAX sowie der Handel mit Devisen haben es dem gebürtigen Franken angetan.

    Seit 2009 berichtet Till Kleinlein in seinem kostenlosen Newsletter von seinem Alltag als Daytrader. Im „Instinkt Trader“ lässt er Tag für Tag interessierte Daytrader an seinen Handelsaktivitäten live teilhaben. Der „CFD PROFITS“ beleuchtet den jeweiligen „Trade des Tages“. Weitere Informationen: www.investor-verlag.de/experten/till-kleinlein

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