ROUNDUP Berlin und Paris für Risikoabtrennung in Großbanken

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  22.01.2013, 19:22  |  360  |  0
    (
    0
    Bewertungen)

    BERLIN (dpa-AFX) - Der politische Druck auf Großbanken wächst. Deutschland und Frankreich dringen ungeachtet des Widerstands aus der Kreditwirtschaft auf eine Abtrennung des risikoreichen Investmentgeschäfts vom klassischen Bankgeschäft.

    In einer Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrats zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags vom Dienstag begrüßen beide Länder entsprechende Vorschläge der 'Liikanen-Kommission'. Kritik kam erneut von Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain. 'Die Trennung des Geschäfts mit Privatkunden vom Investmentbanking wäre ein enormer Schaden für die deutsche Volkswirtschaft und Gesellschaft', sagte er am Montagabend.

    Eine Expertengruppe der EU-Kommission unter Leitung des finnischen Notenbankpräsidenten Erkki Liikanen schlägt vor, dass Großbanken die besonders riskanten Teile ihres Investmentbankings abtrennen und in eine Tochtergesellschaft auslagern. Kundengelder sollen so besser geschützt werden. Grundsätzlich sollen Steuerzahler vor neuen Milliarden-Kosten geschützt werden, wenn Banken vor der Pleite gerettet werden.

    Aus Sicht der Regierungen in Berlin und Paris sind die Vorschläge der 'Liikanen-Kommission' ein wichtiger Beitrag für eine rechtliche Abtrennung besonders riskanter Bankgeschäfte unter Beibehaltung der für Kunden und Wirtschaft wichtigen Tätigkeiten: 'Wir werden uns darum bemühen, diese Art von Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene umzusetzen mit dem Ziel, die mit spekulativen Tätigkeiten verbundenen Risiken zu mindern, die Finanzstabilität zu bewahren und die Wirtschaft effizient zu finanzieren', heißt es in der Erklärung.

    Jain bekräftigte dagegen: 'Das Universalbank-System ist das beste für Deutschland.' Sollte zum Beispiel die Deutsche Bank ihr Investmentbanking nicht mehr so günstig wie bisher über das Einlagengeschäft refinanzieren können, würde es die Kosten in diesem Bereich nach oben treiben. Dies würde wiederum den Spielraum für die Finanzierung großer Unternehmen einengen. Auf der anderen Seite hätten Vermögensverwalter von Banken mit hohen Einlagen das Problem, das Geld gut anzulegen./sl/zb/stb/fbr/DP/jha

    Wertpapier: Deutsche Bank

    (
    0
    Bewertungen)

    Schreibe Deinen Kommentar

     

    Disclaimer

    ROUNDUP Berlin und Paris für Risikoabtrennung in Großbanken

    BERLIN (dpa-AFX) - Der politische Druck auf Großbanken wächst. Deutschland und Frankreich dringen ungeachtet des Widerstands aus der Kreditwirtschaft auf eine Abtrennung des risikoreichen Investmentgeschäfts vom klassischen Bankgeschäft.

    Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

    Abbrechen

    Enthaltene Werte

    WertpapierKursZeitPerf. %
    31,705EUR
    09:10:57
    -0,88

    Weitere Nachrichten des Autors

    TitelLeser
    563
    546
    522
    494
    481
    417
    407
    399
    397
    391
    TitelLeser
    1100
    973
    835
    804
    777
    728
    719
    694
    653
    625
    TitelLeser
    2755
    2478
    2345
    2202
    1903
    1701
    1671
    1617
    1505
    1393
    TitelLeser
    41237
    13223
    12808
    12666
    11726
    9140
    8295
    8272
    7865
    7303

    Top Nachrichten aus der Rubrik