Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
Push-Kurse an | Registrieren | Login
DAX+0,09 % EUR/USD-0,01 % Gold0,00 % Öl (Brent)-1,54 %

Exklusive Studie Investment Trends – Entwicklungen am CFD-Markt

Gastautor: Daniel Saurenz
12.06.2013, 08:00  |  3900   |   |   

Contracts for Difference, kurz CFDs, haben in Deutschland ihre feste Fangemeinde. An konkrete Zahlen zu kommen und einen Überblick zum Markt zu gewinnen, ist jedoch schwierig. Einen wirklich aktiven Verband, so wie es im Zertifikatebereich mit dem DDV der Fall ist, gibt es momentan nicht. Mit großer Spannung wird daher jährlich die Studie der australischen Agentur Investment Trends erwartet, die einen guten Einblick in die Branche gibt und Feingold Research exklusiv vorliegt. Darin lässt sich ablesen, dass der Markt der bisher stetig gewachsen war, nun eines braucht wie die Luft zum Atmen: Volatilität. Deshalb muss man im Jahresvergleich zwischen April 2012 und April 2013 auch konstatieren – die Branche hat ein Jahr der Stagnation hinter sich. Wenn an den Märkten viel los ist, handeln aktive Anleger gerne, in schläfrigen Phasen wie sie 2012 zu beobachten waren, tut sich weniger. Für die Zukunft werden mobile Anwendungen immer wichtiger, dazu will der Investor auch an die Hand genommen werden. Wir analysieren die Studie des Anbieters Investment Trends und ordnen den CFD-Markt ein.

Ohne Zweifel: Die CFD-Branche hat noch einiges an Potenzial. Die mögliche Zielgruppe in Größe von 250.000 Personen, vor einiger Zeit von der Steinbeis Hochschule aus Berlin ausgerufen, ist zwar pure Utopie angesichts von 92.000 aktiven Investoren im vergleichbaren englischen Spread-Betting-Markt. Doch CFDs haben eine feste Fangeminde, die sich auch ausgehend von den aktuell 43.000 aktiven Anlegern noch steigern lassen könnte – wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht. Gleichzeitig unterstreichen die Beobachtungen und Erfahrungen bei einzelnen Anbietern wie etwa von comdirect / Commerzbank, die CFDs und klassische Knock-outs parallel anbieten, dass CFDs der klassischen Klientel der Hebelzertifikateanbieter nicht so gefährlich werden wie gedacht. Offenbar haben sich zwei unterschiedliche Lager gebildet, die mitunter sogar Schnittmengen aufweisen. Zum einen Investoren, die die klassische WKN bevorzugen und ein börsengehandeltes Produkt kaufen möchten, zum anderen aber auch aktive Trader, die die Einfachheit bei CFDs und die direkte Anbindung zu ihrem Broker schätzen.  

 

Entwicklungen im deutschen CFD-Markt

Die jährlich von Investment Trends angefertigte Studie zum deutschen CFD- und Forex-Markt zeigt, dass 43.000 Personen in Deutschland aktiv CFDs handeln. Die Ergebnisse basieren auf einer zwischen März und April 2013 angefertigten, repräsentativen Studie, in der insgesamt 14.343 Privatanleger/Trader in Deutschland befragt wurden. An dieser Studie nahmen 2.554 aktive CFD-Trader und 2.417 aktive Forex-Trader teil. Zwischen Mai 2011 und April 2012 stieg die Zahl der aktiven CFD-Trader in Deutschland von 32.000 auf 43.000 an. Seit April 2012 ist diese Zahl allerdings stagnierend.

Auffällig ist, dass die Zahl der aktiven CFD-Trader in Deutschland von rund 43.000 Personen nur einen Bruchteil der Gesamtanzahl aller registrierten CFD-Konten darstellt. Der Grund hierfür ist, dass CFD-Trader oftmals mehrere Handelskonten bei diversen Anbietern besitzen und registrierte Konten häufig inaktiv sind. Die Zählweise nach Kunden und nicht nach Konten ist nach Auffassung von Feingold Research der einzig gangbare Weg, denn einen aktiven Anleger mit einer Handvoll Konten gleich fünfmal zu zählen, wie es in der Vergangenheit häufig der Fall war, verzerrt jede Statistik und führt Marktbeobachter in die Irre. Unter den 2.554 befragten CFD-Tradern gaben 49% an, dass sie mehrere CFD-Konten besitzen. Im Schnitt handelt es sich um 1,8 Handelskonten pro Trader.

Mit insgesamt mehr aktiv teilnehmenden CFD-Tradern in Deutschland als in Frankreich, Großbritannien und Singapur ist der deutsche CFD-Markt einer der größeren CFD-Märkte weltweit. Eine Ausnahme stellt der britische Financial Spreadbetting-Markt dar, der dem CFD-Markt ähnelt. Mit 92.000 Tradern ist dieser Markt wesentlich größer als der deutsche CFD-Markt.

 

Marktanteile der größten CFD-Anbieter in Deutschland

Mit einem 22-prozentigen Marktanteil bleibt CMC Markets, trotz einer Minderung des Anteils im Vergleich zum Vorjahr, der größte CFD-Anbieter in Deutschland. Auf den nachfolgenden Plätzen rangieren IG Markets (12%) und RBS marketindex (8%). Damit stehen die drei größten CFD-Anbieter im deutschen Raum fest. Weitere prominente Anbieter im deutschen CFD-Markt sind comdirect bank, WH Selfinvest, flatex, Gekko Global Markets als Neuling und Activtrades. Auffällig ist, dass vor allem stark in Werbung und Sponsoring vertretene Anbieter wie IG Markets ihren Marktanteil nicht weiter steigern können und sogar leicht verlieren. Die Gewinner sind neue Anbieter, die Anleger mit besonderem Service oder Innovationen auf ihre Seite ziehen.

Dies bestätigt auch Analyst Uwe Helmes von Investment Trends: "Innerhalb der vergangenen zwei Jahre zeichnete sich der deutsche CFD-Markt durch eine zunehmend fragmentierte Anbieterstruktur aus. Grund hierfür ist der Einstieg zahlreicher Broker wie comdirect bank, DAB bank und SBroker, so wie zahlreiche internationale CFD-Anbieter, die mit ihren neu eingeführten CFD-Angeboten den Wettbewerbsdruck auf den deutschen CFD-Markt erhöhen. Infolgedessen kam es im Zeitraum zwischen April 2011 und April 2013 zu einer deutlichen Verwässerung der Gesamtmarktanteile der führenden CFD-Anbieter."

Wichtigste Erkenntnis der Studie in Sachen Handwerkszeug: So stark wie in kaum einem anderen Markt erwarten aktive Anleger die perfekte Anbindung mobiler Geräte wie iPads oder Smartphones. Der Handel über diesen Weg wird immer wichtiger und hier wird kräftig investiert. Dazu nimmt der Bereich Betreuung und Unterstützung des Anlegers eine immer wichtigere Rolle ein. Dies spiegelt sich in Webinaren, Learning Schools oder täglichen Marktanalysen wieder.

 

Kundenzufriedenheit und Verbesserungspotenzial

Ähnlich wie im Vorjahr stuften im gesamten CFD- und FX-Bereich 84% der befragten CFD-Trader ihren Hauptanbieter als "Sehr Gut" oder "Gut" ein. Trotz geringer Änderungen in der Gesamtwertung haben sich die Bewertungen einzelner Teilbereiche erheblich verändert. Verbesserungen im Bereich "Orderabgabe über mobile Anwendungen" und "Detaillierte Abrechnung und Reports", die schon im Vorjahr zu sehen waren, haben sich in den letzten zwölf Monaten fortgesetzt. Im Gegensatz dazu äußerten sich CFD-Trader im Vergleich zum Vorjahr in den Bereichen "Spreads" und "Gebühren"  weniger zufrieden. Dies liegt nach Ansicht von Feingold Research speziell daran, dass die beiden größten Anbieter 2012 ihre Gebühren zum Teil erhöht haben, was angesichts hoher Ausgaben für IT und mobiles Trading auch kein Wunder ist. Zu erklären und gleichzeitig erfreulich ist die hohe Zufriedenheit mit dem Broker. Da es ein immenses Angebot gibt, wechseln Kunden bei Nichtgefallen sehr schnell den Anbieter, im CFD-Bereich ist die Wechselwilligkeit im Vergleich zu anderen Branchen sehr ausgeprägt. 

"Die vergleichsweise besseren Bewertungen hinsichtlich des Zugangs zu mobilen Tradingmöglichkeiten gehen daraus hervor, dass mehrere CFD-Anbieter über die vergangenen zwei Jahre neue Trading-Applikationen für Smartphones eingeführt haben", so Helmes. "Das Mobile Trading wird mehr und mehr zu einer Mainstream-Tätigkeit im deutschen CFD-Markt. 60 Prozent der befragten CFD-Trader nutzen ihr Smartphone oder Tablet im Zusammenhang mit Ihrem CFD-Handel, eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr."

 

Zur Durchführung der Studie

Die Ergebnisse wurden dem Investment Trends „April 2013 German CFD & Retail Forex Report“  und „April 2013 German Online Broking Report“ entnommen. Für diese Studie, die im dritten Jahr in Folge von Investment Trends durchgeführt worden ist, wurden von März bis April 2013 14.343 Privatanleger und Trader befragt. Bei den Befragten handelt es sich um Kunden großer deutscher Finanzportale, Online Broker und Online-Foren. Unter den befragten Personen befinden sich insgesamt 2.554 aktive CFD-Trader und 2.417 aktive Forex-Trader.

 

Wertpapier: DAX


Verpassen Sie keine Nachrichten von Daniel Saurenz

Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Exklusive Studie Investment Trends – Entwicklungen am CFD-Markt

Contracts for Difference, kurz CFDs, haben in Deutschland ihre feste Fangemeinde. An konkrete Zahlen zu kommen und einen Überblick zum Markt zu gewinnen, ist jedoch schwierig. Einen wirklich aktiven Verband, so wie es im Zertifikatebereich mit dem …

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel