Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
Push-Kurse an | Registrieren | Login
DAX-0,80 % EUR/USD+0,29 % Gold+0,64 % Öl (Brent)-1,90 %

Devisen, Dax, Indizes, EURUSD, Rohstoffe Erneutes Aufflammen der Krise in Europa?

Gastautor: Florian Eberhard
27.06.2013, 10:55  |  6439   |   |   

Die Anspannung hat die internationalen Finanzmärkte derzeit fest im Griff. Die Anleger stoßen derzeit weltweit ihre Anleihen ab. Die Kurse fallen und die Renditen steigen. Damit zieht ein sehr düsteres Szenario am Horizont auf. Die hochverschuldeten Staaten der Europäischen Union werden von den steigenden Zinsen sehr hart getroffen. Dies betrifft vor allen Dingen Länder aus Südeuropa. Spanien und Italien mussten bei der Anleiheauktion am Dienstag deutlich höhere Zinsen zahlen, um ihre Emissionen zu platzieren. Bei einem weiteren Anziehen der Anleiherenditen könnte die Krise in Europa erneut aufflammen. Mario Draghi erklärte gestern in Berlin, dass das bestehende Programm zum Ankauf von Anleihen an Bedeutung hinzugewonnen habe. Die Anleger konnte diese Aussage nur kurz beruhigen. Bei steigenden Zinsen verlieren die niedrig verzinsten, langlaufenden Anleihen ihre Attraktivität. In der ersten Juniwoche zogen die Investoren 9 Mrd. Dollar aus Index- und Investmentfonds ab, die in festverzinsliche Papiere investieren. Die Situation ist derzeit als äußerst brisant einzustufen. Zuletzt gab es derart große Abflüsse im Jahr 2007. Man kann sich die derzeitige Situation als Waage vorstellen. Je mehr Bernanke den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm der Fed forciert, desto mehr wird Draghi gezwungen sein, seine Garantien zu erweitern.

Aktien: Ein erneutes Aufflammen der Krise in Europa?

Die Anspannung hat die internationalen Finanzmärkte derzeit fest im Griff. Die Anleger stoßen derzeit weltweit ihre Anleihen ab. Die Kurse fallen und die Renditen steigen. Damit zieht ein sehr düsteres Szenario am Horizont auf. Die hochverschuldeten Staaten der Europäischen Union werden von den steigenden Zinsen sehr hart getroffen. Dies betrifft vor allen Dingen Länder aus Südeuropa. Spanien und Italien mussten bei der Anleiheauktion am Dienstag deutlich höhere Zinsen zahlen, um ihre Emissionen zu platzieren. Bei einem weiteren Anziehen der Anleiherenditen könnte die Krise in Europa erneut aufflammen. Mario Draghi erklärte gestern in Berlin, dass das bestehende Programm zum Ankauf von Anleihen an Bedeutung hinzugewonnen habe. Die Anleger konnte diese Aussage nur kurz beruhigen. Bei steigenden Zinsen verlieren die niedrig verzinsten, langlaufenden Anleihen ihre Attraktivität. In der ersten Juniwoche zogen die Investoren 9 Mrd. Dollar aus Index- und Investmentfonds ab, die in festverzinsliche Papiere investieren. Die Situation ist derzeit als äußerst brisant einzustufen. Zuletzt gab es derart große Abflüsse im Jahr 2007. Man kann sich die derzeitige Situation als Waage vorstellen. Je mehr Bernanke den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm der Fed forciert, desto mehr wird Draghi gezwungen sein, seine Garantien zu erweitern.

Der DAX konnte im Verlauf des gestrigen Handelstages um 1,66% auf 7.940,99 Punkte zulegen und schloss, wie im gestrigen Tagesbericht genannt, im Bereich von 8.000 Punkten. Der Index generierte einen kurzen Fehlausbruch auf der Unterseite der Konsolidierungsflagge und konnte die untere Begrenzung zurück erobern, was als erstes positives Zeichen zu werten ist. Der DAX befindet sich nun in einem sehr interessanten Schwellenbereich. Sollte der Index die 7.950 Punkte Marke nachhaltig überwinden, so sind erste Anlaufmarken im Bereich der psychologisch wichtigen 8.000 Punkte Marke und später dann im Bereich von 8.200 Punkten zu finden. Sollte der Index jedoch an dem Widerstand im Bereich von 7.950 Punkten oder der psychologisch wichtigen 8.000 Punkte Marke scheitern, so würden erste Zielmarken auf der Unterseite im Bereich von 7.885 und 7.783 Punkten liegen. Der MACD signalisiert einen intakten Abwärtstrend. Der Stochastic Oszillator hat ein erstes Kaufsignal generiert und bestätigt somit die derzeit stattfindende Konsolidierung.

Der Dow Jones Index konnte gestern um 1,02% zulegen und schloss bei 14.910,14 Punkten. Nach einem kleinen Fehlausbruch auf der Unterseite einer Konsolidierungsflagge befindet sich der Index nun erneut in dieser, was positiv zu werten ist. Nächste Anlaufmarken auf der Oberseite sind nun bei der psychologisch wichtigen 15.000 Punkte Marke und im Bereich von 15.107 Punkten zu finden. Sollte dem Dow vorher die Luft ausgehen, so sind erste Zielmarken auf der Unterseite bei 14.865 und bei 14.698 Punkten zu finden. Der trendfolgende MACD signalisiert weiterhin einen intakten Abwärtstrend. Der Stochastic Oszillator hat ein erstes Kaufsignal generiert, welches das Szenario einer Konsolidierung untermauert.

Die asiatischen Börsen wurden durch die Hoffnung der andauernden Finanzhilfen der US Notenbank getrieben und waren durchweg positiv. Der japanische Leitindex Nikkei legte um 2,3% auf 13.129,27 Punkte zu. Mit diesem Kursplus konnte die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten überwunden werden. Die Signal und Triggerlinie des MACD verläuft nehazu parallel horizontal und ist damit nicht interpretierbar. Der Stochastic Oszillator zeigt nach wie vor ein gültiges Verkaufsignal an. Der Hang Seng konnte um 1,40% auf 20.623,73 Punkte zulegen. Der MACD ist nach wie vor negativ ausgerichtet, dreht aber schon leicht ein. Wie im gestrigen Chart des Tages vorgestellt, konnte der Stochastic Oszillator konnte sein Kaufsignal im Hang Seng sehr schön umsetzen und der Index legte weiter zu. Dennoch befindet sich der Hang Seng in einem intakten Abwärtstrend und die kürzlichen Kurssteigerungen sind als technische Gegenreaktion zu interpretieren.

 
Anlageklassen Schlusskurs Veränderung Veränderung in %
Aktienindizes
DAX 7.940,99 +129,69 +1,66%
EURO STOXX 50 2.602,81 +59,44 +2,33%
Dow Jones Industrial 14.910,14 +149,83 +1,01%
S&P 500 1.603,26 +15,23 +0,95%
Nasdaq 100 2.893,85 +27,35 +0,95%
Nikkei 225 13.123,62 +289,61 +2,26%
Rohstoffe
WTI (08/13) 95,36 +0,11 +0,12%
Brent (08/13) 101,66 +0,40 +0,40%
Gold (Spot) 1.224,30 -52,20 -4,09%
Silber (Spot) 18,54 -0,98 -5,02%
Kupfer (08/13) 3,06 +0,00 +0,11%
Währungen
EUR/USD 1,3006 -0,0075 -0,57%
EUR/JPY 127,20 -0,95 -0,74%
EUR/GBP 0,8493 +0,0011 +0,13%
USD/JPY 97,77 -0,18 -0,18%
AUD/USD 0,9248 -0,0028 -0,30%

 

Rohstoffe: Gold auf dem Weg zu ungeahnten Tiefen

Nachdem der CRB Index einen erheblichen Fehlausbruch auf der Oberseite generierte, erfolgte, wie bei Fehlsignalen üblich, eine sehr starke Gegenbewegung. Der Index notiert derzeit -0,44% schwächer bei 276,79 Punkten. Das kalkulatorische Kursziel aus dem Dreieck bei 271,92 Punkten besitzt nach wie vor Gültigkeit. Der Sektorindex Energy Select SPDR ist wieder auf seinen Aufwärtstrend aufgesetzt. (Siehe Tagesbericht 25.06.2013) Damit scheinen sich die positiven Aussichten für die Energierohstoffe und den damit verbundenen Unternehmen im Gegensatz zur allgemeinen Situation an den Rohstoffmärkten zu bestätigen. Der CCI befindet sich auf einem sehr tiefen Niveau und hat einen ersten Haken nach oben ausgebildet. Die Kurse haben das letzte Mal Mitte April bei derart tiefen CCI-Werten nach oben gedreht und konnten dann sogar ein neues Jahreshoch generieren. Derzeit notiert der Index bei 78,38 mit einem Plus von 0,62%. Damit konnte der Kurs den Aufwärtstrend bestätigen. Zusätzlich optimistisch stimmt eine Hammerkerze, die mit Aufsetzen auf dem Aufwärtstrend ausgebildet wurde.

Der Ausbruch von Gold aus dem absteigenden Dreieck ist weiterhin gültig. Derzeit notiert die Feinunze Gold 1,21% fester bei $1.240,70. Die letzten Tage waren durch eine Konsolidierung im Bereich von $1.275 und $1.300 geprägt, die aber nach unten verlassen wurde und die Kurse bis an ein Niveau von $1.221,31 heranführten. Allein am gestrigen Handelstag verlor das gelbe Metall -4,09%. Charttechnisch ergibt sich mit dem Ausbruch ein Kursziel bis in den Bereich von $1.187,01. (Siehe technische Analyse vom 20.06.2013) Die psychologische Marke von $1.200 stellt auf dem Weg zum Kursziel einen wichtigen Supportbereich dar. Der MACD signalisiert weiteres Kurspotential nach unten. Der Stochastic Oszillator befindet sich nach wie vor im Überverkauft-Modus, hat jedoch noch kein eindeutiges Kaufsignal generiert. Es bleibt spannend im Gold. (Siehe Chart des Tages.)

Nach dem Fehlausbruch aus einem aufsteigenden Dreieck mit einer oberen Begrenzung bei $105 notiert Brent Oil mit der Lieferung August derzeit wieder auf einem Niveau von $101,26. Die Abwärtsbewegung konnte Intraday an der psychologisch wichtigen Marke von $100 gestoppt werden. Die Auflagepunkte des Aufwärtstrends bestehen aus dem Tief von Mitte April und Anfang Juni. Sollte dieser Trend bestätigt werden und ein erneuter Ausbruch auf der Oberseite erfolgen besteht charttechnisch ein Kursziel bis in den Bereich von $113. Kann Brent Oil hingegen den Aufwärtstrend im Bereich von $101 nicht verteidigen so sind erste Zielmarken bei 99,33 USD, 98,61 USD und beim Apriltief bei 96,64 USD zu finden. Die Indikatoren stehen weiter auf „sell“. Der trendfolgende MACD hat ein Verkaufssignal generiert. Der CCI zeigt ein erstes Kaufsignal an. Ein Bruch oder eine Bestätigung des Aufwärtstrends bei $101 könnten sich in den nächsten Tagen als richtungsweisend herausstellen.

Devisen: EUR/USD Wie geht’s jetzt weiter?

EUR/USD: Das Währungspaar notiert nach dem Bruch der wichtigen 1,32er Marke weiterhin im Korrekturmodus. Derzeit notiert der Kurs bei 1,3031. Nach dem Fehlausbruch fiel der Kurs bis auf die Marke von 1,2984. Dieser Kursverfall wurde aus psychologischer Sicht bereits Tage vorher angekündigt. Das mittelfristige Sentiment der Marktteilnehmer war in diversen Erhebungen auf ein Rekordtief gefallen. Der MACD Indikator weist noch immer einen intakten Abwärtstrend auf. Der Stochastic Oszillator befindet sich bereits in der Extremzone und deutet auf eine Konsolidierung hin. Neues Aufwärtspotential würde erst wieder mit dem Überschreiten des Pivotpunktes bei 1,3410 freigesetzt werden. Dann wären die nächsten Zielmarken bei 1,3455 und beim Jahreshoch bei 1,3710 zu finden. Bearish.

USD/JPY: Der seit Ende Mai bestehende starke Abwärtstrend ist durchbrochen worden. Der Kurs konsolidiert derzeit an der Marke von 98,09. Die nächsten Widerstände liegen bei 98,67; 99,42 und 99,85. Der MACD Indikator hat ein frisches Kaufsignal generiert. Der Stochastic Oszillator hat jedoch ein Verkaufssignal ausgelöst und kündigt erst einmal eine Verschnaufpause auf dem Weg nach oben an. Die Kurse stabilisieren sich derzeit oberhalb der 20-Tage-Linie, die als Unterstützung fungieren könnte. Dennoch besteht immer noch die Gefahr, dass der Abwärtstrend wieder aufgenommen wird. Bei einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung liegen die nächsten Zielmarken bei 97,04 und 95,78. Bullish.

EUR/GBP: Das Währungspaar notiert in einer Range von 0,8403 bis 0,8603. Das Paar befindet sich in einer Formation eines aufsteigenden Dreiecks. Die obere Begrenzungslinie lässt sich in etwa bei 0,8593 verorten. Ein Ausbruch nach oben würde ein Kursziel im Bereich von 0,8788 generieren. Der Kurs unterschritt in den vergangenen zwei Tagen den Aufwärtstrend und generierte einen Fehlausbruch auf der Unterseite. Das Paar konnte den Trend jedoch zurückerobern und notiert derzeit bei 0,8518. Damit wurde die Supportzone des Aufwärstrends bestätigt. Die Indikatoren sind äußerst unklar. Der MACD ist als neutral zu werten und der Stochastic Oszillator hat ein erstes Kaufsignal generiert. Das Augenmerk sollte auf der Trendlinie des aufsteigenden Dreiecks liegen. Neutral.

AUD/USD: Nachdem der Pivotpunkt bei 0,9335 gebrochen wurde, konnten sich die Kurse ausgehend vom Tief bei 0,9164 stabilisieren und wieder bis an den ehemaligen Pivotpunkt bei heranlaufen. Sollte das Tief bei 0,9164 unterschritten werden, so muss mit weiteren Abgaben bis in den Bereich von 0,9105 und später dann bis 0,8945 gerechnet werden. Bei einem Bruch des ehemaligen Pivotpunktes bei 0,9335 nach oben würden erste Zielmarken im Bereich von 0,9390, 0,9565 und 0,9652 liegen. Das Indikatorenbild passt nicht zum sehr starken Abwärtstrend. Der MACD ist sehr flach und dreht leicht ein. Der Stochastic Oszillator hat ein erstes Kaufsignal generiert. Bearish.

Wichtige Wirtschaftstermine
Uhrzeit
Land
Indikator
Aktuell Prognose Zuletzt
09:55 DE Arbeitslosenzahl (Juni) m/m in Tsd. - 8 21
10:30 GB BIP Q1 (entgültig) - 0,3% 0,3%
11:00 EWU Verbrauchervertrauen (Juni) - -18,8 -18,8
11:00 EWU Wirtschaftsvertrauen (Juni) - 90,4 89,4
16:00 USA Anhängige Immobilienverkäufe (Mai) m/m .- 11,5% 13,9%
 
Chart des Tages: Gold Spot Price

Chart courtesy of StockCharts.com; http://stockcharts.com

Tägliche Analysen und Marktkommentare finden Sie im Alpari Newsroom, www.alpari.de/newsroom

Folgen Sie Florian Eberhard auf Twitter: @FlorianAlpariDE



Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Devisen, Dax, Indizes, EURUSD, Rohstoffe Erneutes Aufflammen der Krise in Europa?

Aktien: Ein erneutes Aufflammen der Krise in Europa?

Die Anspannung hat die internationalen Finanzmärkte derzeit fest im Griff. Die Anleger stoßen derzeit weltweit ihre Anleihen ab. Die Kurse fallen und die Renditen steigen. Damit zieht ein sehr düsteres Szenario am Horizont auf. Die hochverschuldeten Staaten der Europäischen Union werden von den steigenden Zinsen sehr hart getroffen. Dies betrifft vor allen Dingen Länder aus Südeuropa. Spanien und Italien mussten bei der Anleiheauktion am Dienstag deutlich höhere Zinsen zahlen, um ihre Emissionen zu platzieren. Bei einem weiteren Anziehen der Anleiherenditen könnte die Krise in Europa erneut aufflammen. Mario Draghi erklärte gestern in Berlin, dass das bestehende Programm zum Ankauf von Anleihen an Bedeutung hinzugewonnen habe. Die Anleger konnte diese Aussage nur kurz beruhigen. Bei steigenden Zinsen verlieren die niedrig verzinsten, langlaufenden Anleihen ihre Attraktivität. In der ersten Juniwoche zogen die Investoren 9 Mrd. Dollar aus Index- und Investmentfonds ab, die in festverzinsliche Papiere investieren. Die Situation ist derzeit als äußerst brisant einzustufen. Zuletzt gab es derart große Abflüsse im Jahr 2007. Man kann sich die derzeitige Situation als Waage vorstellen. Je mehr Bernanke den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm der Fed forciert, desto mehr wird Draghi gezwungen sein, seine Garantien zu erweitern.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen
Autor abonnieren

Florian Eberhard jetzt abonnieren

Fügen Sie den Autor Ihren Alerts hinzu und seien Sie immer informiert. Sie können Ihre Alerts bequem in der Alert-Verwaltung bearbeiten. Ebenso können Sie Alerts verknüpfen und individuelle Benachrichtigungen planen.

mehr über Alerts erfahren