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Das Geheimnis hinter dem TV-Zensur-Skandal im ZDF

Gastautor: Heiko Schrang
04.04.2014, 16:01  |  14165   |   |   

„Auf seinen Job ist jeder Reporter, Nachrichtensprecher, Moderator, Ressortleiter, Chefredakteur usw. angewiesen und hat in der Konsequenz den von oben kommenden Anweisungen Folge zu leisten. Im Vergleich zum Eigentümer ist selbst der Vorstandsvorsitzende eines Medienkonzerns einzig eine kleine Nummer. Derjenige, der ausschert, wird mundtot gemacht oder fliegt alternativ raus.“

(Michael Mross *1958)

 

Dem informierten Fernsehkonsumenten ist mittlerweile bekannt, dass es zum Tagesgeschäft der etablierten Medien gehört, dass Berichte bzw. Videos gefälscht und systemkritische Talkgäste gerne einem ganzen Rudel an Gegnern ausgesetzt werden, was z. B. Eva Herman sowie Thilo Sarrazin schon vor Jahren erfahren mussten.

Aktuelles Opfer dieser Praktiken: Akif Pirinçci, ein bekannter deutsch-türkischer Autor. Er sollte im ZDF-Mittagsmagazin sein neues Buch „Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ vorstellen. Ursprünglich sollte das Interview 15 Minuten dauern –  daraus wurden jedoch nur 8 Minuten. Herr Pirinçci sagte später dazu: „Ich wunderte mich, weshalb das Interview so schnell vorüber war, da beugte sich Frau Conrad (Moderatorin) zu mir und sagte, dass sie währenddessen über den Mann in ihrem Ohr von der Regie ständig die Aufforderung bekam: „Abwürgen! Abwürgen! Abwürgen!“

Anschließend teilte man Pirinçci mit, dass das Interview aus der Mediathek entfernt wurde. Erst nach massiven Zuschauerprotesten, stellte der Sender das Interview wieder in die Mediathek  – allerdings um die brisanten Stellen geschnitten (von 8:13 Min. auf 6:04 Min.).

Immer häufiger werden in den Mainstreammedien Tatsachen verdreht oder unwahre Sachverhalte dargestellt. Beispielsweise wurde es am 06.05.2013 in der Sendung Plasberg - Hart aber Fair“ eher unfair. Auf die Umfrage in der Sendung „Wünschen Sie sich die D-Mark zurück“, antworteten 80 % mit „Ja“. Da das Umfrage-Ergebnis den ARD-Entscheidungsträgern anscheinend nicht gepasst hat, wurde es in der Sendung einfach nicht erwähnt. Nur auf der Internetseite von Hart aber Fair konnte man das Ergebnis sehen. Da es trotz aller Euro-Propaganda während der Sendung unerwartet schlecht ausfiel, ließ man es einfach unter den Tisch fallen.

Das Wichtigste jedoch, die Umfrage, wurde mit keinem Wort erwähnt - obwohl sich Plasberg damit brüstet, dass die Sendung "interaktiv" sei. Aber damit nicht genug. Kurze Zeit später wurde die Umfrage  dann auch im Internet entfernt.

Nach demselben Muster führte n-tv am 30.08.2010 eine Umfrage durch, wo es um Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab!“ ging. Dort hieß die n-tv Frage des Tages „Hat Sarrazin recht oder geht er zu weit?“ 96 % der Zuschauer waren der Meinung, dass Sarrazin Recht hat.  Das Umfrageergebnis wurde innerhalb von Minuten entfernt.

Bei genauer Betrachtung von politischen Sendungen ist immer mehr festzustellen, dass eine Vereinheitlichung, ähnlich wie zu DDR-Zeiten, erfolgt. Wie ich in meinem Newsletter „Der Geheimplan hinter Markus Lanz Skandalsendung“, mit über 140.000 Lesern, http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/183/der-geheimplan-hinter-m ... , bereits ausführlich beschrieben habe, steckt ein gezielter Plan hinter solchen Sendungen. Dort wird detailliert erklärt,  wie mit unliebsamen Gästen umgegangen wird. Hier ein kurzer Auszug aus dem Artikel:

Danach soll es für die Spitze der Moderatoren in Deutschland spezielle rhetorische Schulungen geben, wie mit Gästen umzugehen ist, die eine systemkritische Haltung vertreten (z.B. Euro, EU, Einwanderungsdebatte etc.). Teil dieses speziellen rhetorischen Schulungsystems sind unter anderem:

  • Der systemkritische Talkgast soll so oft wie möglich unterbrochen werden, desto mehr geplanter, aber unausgeführter Stoffwechsel staut sich unterbewusst auf und lässt den Mensch immer angespannter, unruhiger und gereizter werden. Emotionale Ausraster sind so energetisch vorprogrammiert, da das biologische System immer mehr unter Druck gerät. Daraufhin soll der Talkgast als nicht kritikfähig dargestellt werden.
  • Egal, welche Beweise der Talkgast liefert, er muss denunziert werden, als verbreite er Gerüchte. Sollte der Kontrahent sich auf Internet-Quellen beziehen, ist wie folgt zu verfahren: Sie müssen als unseriös und als Verschwörung dargestellt werden. 
  • Sollte die Diskussion entgleiten, ist der Talkgast mit inakzeptablen Gruppen in Verbindung zu bringen: Rechtsradikale, Rassisten, Verschwörungstheoretiker und sonstige Fanatiker usw.
  • Unbedingt muss die gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleichgesetzt werden, um Argumente zu entkräften.


Die Medienzensur greift mittlerweile auch auf die Buchverlage über. Akif Pirinçci wurde von seinem Verleger darüber informiert, dass der Buchhandel massiven Widerstand leisten würde, das Buch zu verkaufen. Das ist kein Einzelfall. Beispielsweise sollte das Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ nur zensiert am Markt erscheinen. Amazon hat sich im Fall Pirinçci nicht dem Mainstreamdiktat gebeugt und vertreibt sein Buch, was zwischenzeitlich auf Platz 1 steht.

Damit ist sehr schön zu erkennen, dass die Masse der Menschen sich für Themen interessieren, die von den Mainstreammedien verschwiegen werden. Hierdurch schaffen sich die Medien selbst ab, da sie nur Interessenvertreter der Politik und der Großfinanz sind und immer mehr Menschen diese Machenschaften durchschauen und es lieber vorziehen soziale Netzwerke zu nutzen. Statt die Nach-richten, die sowieso nur durch das Staatsfernsehen nachgerichtet werden, zu sehen, nutzen  immer mehr Menschen Alternativen wie z.B. Youtube.

Wer weniger fernsieht, sieht mehr durch.

 

Mit besten Grüßen


 

Heiko Schrang

 

Links zum Thema:

Akif Pirinçci Deutschland von Sinnen ZDF Mittagsmagazin - YouTube https://www.youtube.com/watch?v=swz1AH9U05E

Ergebnis der Umfrage bei Plasberg „Hart aber fair“: http://homment.com/ard-zensiert-euro

Der bekannte Schauspieler Horst Janson hat das Hörbuch gesprochen, für das Buch, an welches sich kein Verlag traute. http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/hoerbuch.php

 
Das Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ ist jetzt auch als Kindle-E-Book erhältlich. http://www.amazon.de/Die-Jahrhundertl%C3%BCge-die-Insider-kennen-ebook ...


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P.S.: Ich erhebe keinen Anspruch auf Absolutheit für den Inhalt, da er lediglich meine subjektive Betrachtungsweise wiedergibt und jeder sich seinen Teil daraus herausziehen kann, um dies mit seinem Weltbild abzugleichen. Weitere Anregungen auch in unserem Newsletterarchiv unter www.macht-steuert-wissen.de

 


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Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

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Kommentare

http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/zu-guttenberg-ich-wuerde-heute-gaenzlich-die-klappe-halten-127581987

Aktualisiert am 20.01.14, um 06:26 von Gieri Cavelty

Sie sprechen von der «Freiheit, aufhören zu können»: Was war denn Ihr ursprüngliches Ausstiegsszenario aus der Politik?

Karl-Theodor zu Guttenberg: Auch wenn mir das heute kein Mensch glaubt: Ich wäre mit ziemlicher Sicherheit Ende der letzten Legislatur aus der Politik ausgeschieden. Wenn man feststellt, dass einem die Politik die geistige Unabhängigkeit und Kreativität raubt, gilt es aufzuhören. Das war bei mir 2011, als ich das Amt als Verteidigungsminister niederlegte, noch nicht der Fall. Eine Ahnung von diesem Leben im Hamsterrad hatte ich freilich schon damals.
(…)
Man macht so etwas ja nicht um eines Amtes willen, sondern aufgrund der Überzeugung, etwas bewegen zu können. Ich bin als Amtsträger oft an Grenzen gestossen. Die Frage ist darum, ob ich für künftige Generationen nicht viel eher nützlich sein kann, indem ich ausserhalb des politischen Betriebs zu wirken versuche.
(…)
Sie sind ein Mann des Internets, Ex-Verteidigungsminister und ein Freund der Amerikaner. Was halten Sie von Edward Snowden?

Edward Snowden ist jemand, dessen Verhalten eine wichtige Debatte mitbefördert hat. Jemand aber auch, dessen Verhalten sich gegen das bestehende Recht seines Heimatlandes richtet. Die Debatte, die er ermöglicht, hat offenbar sehr viel Scheinheiligkeit, sie ist aber doch auch notwendig.
(….)
Die Debatte darf sich nicht auf Nachrichtendienste beschränken. Wir müssen den Fokus viel mehr auf den privaten Sektor richten, auf die Grossen in der digitalen Welt. Hier weist die Politik enorme Defizite auf, und es ist fraglich, ob und wie die Regierungen dieser Welt diese Defizite in ihrer traditionellen Form als Gesetzgeber wettmachen können.

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