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E.ON: Schwäche gnadenlos offengelegt

Gastautor: Holger Steffen
12.01.2015, 06:51  |  2310   |   |   

Die Euphorie über die geplante Aufspaltung von E.ON ist komplett verflogen, die Schwächen des Konzepts dämmern mittlerweile auch den Optimisten. Die aktuelle Marktentwicklung setzt das Unternehmen zusätzlich unter Druck. Es gibt letztlich nur eine Rettung für den Konzern.

Aus einem Kranken zwei Gesunde machen - so etwa sieht der Plan des E.ON-Managements aus. Operativ macht die Aufspaltung des Unternehmens durchaus Sinn, aber die Altlasten mindern die Erfolgsaussichten des Projekts.

Ein trotz aller Bemühungen immer noch immenser Schuldenberg und die zu erwartenden Milliardenbelastungen aus dem Rückbau der Atomkraftwerke stellen eine schwer Bürde für die beiden Einheiten dar.

Zusätzlich entwickeln sich die Märkte aktuell auch noch in die falsche Richtung, der rasante Verfall des Ölpreises dürfte die Rentabilität des Gasgeschäfts weiter schmälern.

Letztlich bleibt die Kernfrage, ob die Profitabilität der Geschäftsteile ausreicht, um die großen Lasten zu schultern und trotzdem Aktionären noch eine attraktive Verzinsung des Kapitals zu bieten. Zweifel sind hier durchaus angebracht.

Dieses Bild würde sich nur ändern, wenn in Deutschland und anderen europäischen Ländern verstärkt auf Kapazitätsmärkte gesetzt wird, mit denen Reservekapazitäten auf Basis fossiler Energieträger entlohnt werden, um den Ausbau der in der Erzeugung volatilen Erneuerbaren Energien abzufedern. Dann wäre E.ON mit einem Mal wieder in einer deutlich komfortableren Position.

Im Moment sind von der Bundesregierung in dieser Hinsicht aber noch keine klaren Signale erkennbar, weswegen der Druck auf die E.ON-Aktie nachvollziehbar ist.

Jetzt ist das Papier an der entscheidenden Marke von 13 Euro angekommen. Hier ist die Aktie in den letzten zwölf Monaten immer wieder nach oben gedreht. Wird sie nun unterschritten, wäre das ein starker Hinweis, dass die Seitwärtsphase durch einen neuen Abwärtstrend abgelöst wird.

Wertpapier: E.ON


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Kommentare

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sleupendriewer_
18.01.15 16:32:52
aber seehofer wird ja nicht viel verändern - bei der durchleitung des windstroms aus norddeutschland - das gros der kraftwerke in nrw, rheinland hessen von eon steht doch schon auf der stillegungsliste - bis dahin ist der netzausbau ja gar nicht strittig - bayern ist nicht das einzige verbrauchszentrum und es gibt drei trassen ...
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sleupendriewer_
18.01.15 16:26:58
ja, der ist ganz grossartig im rechnen - der hat noch nicht mitgeschnitten, dass g&d-blöcke in bayern wohl keine steuereinnahmen generieren werden ;)
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sleupendriewer_
18.01.15 16:25:22
klar - müssen sie assets verkaufen ...

wovon sollten sie denn sonst die rückstellungen abbilden, die in den nöchsten jahren in den rückbau der akws als liquide mittel fliessen müssen - aus den verbleibenden 7 jahren, die die blöcke bei niedrigpreisen an der eex noch am netz sind ?
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Andrzej85
18.01.15 12:53:06
Trotzdem setzt E.on seinen Umbau fort, indem es nun einige seiner Italiengeschäfte verkauft:

http://www.finance-magazin.de/strategie-effizienz/ma/ma-deals-roche-eon-springer-science/

Und da wird sich noch einiges tun. So ein Konzernumbau verschlingt Jahre und geht nicht mit großen Wachstum einher.
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Goldsteiger
12.01.15 18:53:39
solange nicht der leitungsbau durch partielle wertschöpfungsinteressen (in bayern) unterminiert wird:laugh::laugh:

Ich brech ab! Der Tümpelhofer ist halt der Beste!:laugh::laugh:
Bleibt bloß die Frage, ob hier wirklich Wertschöpfung betrieben wird!

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E.ON: Schwäche gnadenlos offengelegt

Die Euphorie über die geplante Aufspaltung von E.ON ist komplett verflogen, die Schwächen des Konzepts dämmern mittlerweile auch den Optimisten. Die aktuelle Marktentwicklung setzt das Unternehmen zusätzlich unter Druck. Es gibt letztlich nur eine Rettung für den Konzern.

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