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Papiergeld-Monopol Schulden-Kollaps! Schneeballsystem der Zentralbanken stürzt ein

08.09.2015, 12:29  |  42680   |  10   |   

Ökonom Thorsten Polleit wirft den Zentralbanken vor, ein gigantisches Schneeballsystem aus Schulden geschaffen zu haben. Doch das Kartenhaus drohe zusammenzubrechen. Schuld daran sei eine Zinsfalle, in die sich die Notenbanker selbst hineinmanövriert hätten.

An den Gedanken, dass ausgerechnet China, DIE Wirtschaftslokomotive schlechthin, die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds bringt, müssen sich viele erst einmal gewöhnen. Für Thorsten Polleit kommen die jüngsten Börsenturbulenzen dagegen alles andere als überraschend. Die Weltwirtschaft habe einen „kritischen Punkt“ erreicht, warnt der Chefökonom der Degussa Goldhandel in einem Gastbeitrag für die „WirtschaftsWoche“.

Schuld daran sei ein gigantisches Ponzi-Schema, das nicht etwa von irgendwelchen Kleinganoven geschaffen wurde, sondern von den Zentralbanken höchstpersönlich. Diese hätten mit ihrem Geldmonopol ein Schnellballsystem geschaffen, das mit immer neuen Schulden am Leben gehalten werden müsse. Doch eine solche globale Kredit- und Geldarchitektur, die darauf basiere, dass die Zentralbanken staatlich monopolisiertes Geld „aus dem Nichts“ schaffen könnten, funktioniere mittlerweile nicht mehr: „Das Kreditkartenhaus gerät ins Wanken.“

Papiergeld als Wurzel allen Übels

Das staatlich monopolisierte Papiergeld, von Polleit auch als „Fiat-Geld“ bezeichnet, führe die Volkswirtschaften in die Überschuldung, da die Ertragskraft der kreditfinanzierten Investitionen nicht ausreiche, um die kompletten Schulden zu bedienen. Heißt: In einem solchen Geldsystem wird der Schuldner ewig ein Schuldner bleiben, weil er nie schuldenfrei werden kann… bzw. werden darf. Für Polleit ist dies die Wurzeln allen Übels: „Das Fiat-Geldregime verursacht schwerwiegende ökonomische, soziale und politische Probleme.“ (Lesen Sie hierzu auch: „Ökonom Polleit fordert Währungswettbewerb: Schafft das Papiergeld ab!")

Doch ein Zurück gibt es nicht. Stattdessen bekämpften die Zentralbanken Krisen, die sie selbst verursacht hätten, schreibt Polleit. Ihr bewährtes Allheilmittel: Frisches Geld. Doch je mehr sie die Geldschleusen öffnen, je mehr Geld sie aus dem Nichts schaffen, desto größer die Fallhöhe und umso mehr treiben sie die Volkswirtschaften in einen fatalen „Boom-und-Bust-Zyklus“. Das Ponzi-Schema sei mittlerweile so gigantisch, dass es die Volkwirtschaften in einen „Blindflug“ versetzt habe. Die Marktakteure würden durch verzerrte Preise in die Irre geführt, es komme zu Spekulationsblasen und Verschwendung von Kapital. Die Folge: „Die Volkwirtschaften sind höher verschuldet denn je.“

Zentralbanken stecken in der Zinsfalle

Wie lange kann das noch gutgehen? So lange, wie die Zentralbanken es schaffen, den Glauben an steigende Zinsen aufrechtzuerhalten, glaubt der Ökonom. Denn ohne die Hoffnung, mit Schuldpapieren etwas verdienen zu können, würde das Kreditkartenhaus in sich zusammenbrechen und die Weltwirtschaft stünde vor einem Scherbenhaufen. Doch genau diese Ausgangssituation stelle die Zentralbanken vor eine paradoxe Aufgabe. Um das Geldsystem am Leben zu halten, müssen sie die Marktakteure davon überzeugen, dass die Zinsen irgendwann wieder steigen werden. Gleichzeitig sind die Volkswirtschaften aber so abhängig von niedrigen Zinsen wie nie zuvor. Polleit: „Eine Abkehr von der Niedrigzinspolitik ist nicht mehr möglich, ohne die Produktions- und Beschäftigungsstruktur, die in der Phase der niedrigen Zinsen aufgebaut hat, zu zerstören."

Nur so lasse sich beispielsweise der Balanceakt der amerikanischen Zentralbank (Fed) erklären, einerseits die Hoffnung auf eine baldige Leitzinserhöhung zu nähren und zugleich die tatsächliche Zinswende so lange wie möglich hinauszuzögern. Weil sie die Zinsen nämlich in Wahrheit „nicht anheben wollen und auch nicht mehr anheben können, von kosmetischen Anpassungen einmal abgesehen“, schreibt der Ökonom.

Kommt die Geld-Revolution? Wohl kaum

Seiner Meinung nach könne das Ponzi-Schema der Zentralbanken theoretisch ewig weitergehen, da sie in der Lage sind, die Papiergeldmenge unendlich auszuweiten. Das System gerät erst dann ins Wanken, wenn die Geldnachfrage sinkt. Nur eine „Flucht aus dem Fiat-Geld“ könne das Geldsystem stürzen, so Polleit. Doch dafür gebe es bislang keine Anzeichen. „Solange die Menschen Vertrauen haben in das Fiat-Geld und es zu Transaktions- und Sparzwecken halten, geht auch der „Boom“ weiter, und der „Bust“ kommt nicht zum Zuge.“ Der Mensch ist und bleibt eben ein Gewohnheitstier, der das Ponzi-Spiel lieber mitspielt als seine Haltung zum Geld zu ändern.

Lesen Sie zu diesem Thema auch: Eine Welt ohne Papiergeld und Geldschöpfungs-Monopol - Geht das überhaupt? 

Wertpapier: EUR/USD


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Kommentare

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Goldsteiger
14.09.15 08:40:48
Typisch deutsches Spießbürgertum.
Natürlich reicht eine Wohnung aus, um Regen und Kälte abzuhalten. Und darin kann man zuerst einmal wohnen, kostenlos. Ebenso kann man kostenlos Bus und Bahn fahren. Jeder Fußgänger nutzt doch auch kostenlos den Gehweg. Die Sachwerte werden immer bleiben, egal was mit dem Finanzsystem passiert. Aber der kleine deutsche Michel will es anders. Da er sein Geld auf dem Konto liegen hat, sich weigert, sich die Strapazen einer Eigentumswohnung oder eines Hauses aufzuhalsen (man fährt doch gerne in den Urlaub), ist natürlich der Stellenwert von echtem Eigentum ein anderer.
Übrigens: Ein Vermieter kann seine Immo immer renovieren und sanieren, im schlechtesten Fall geht das Mietraum gegen Arbeitsleistung!
Und zudem: Wo liegt der Unterschied zwischen körperlicher Prostitution und der täglich millionfach erfolgte geistiger Prostitution in einem Unternehmen? Da ist mir eine souveräne Selbstständige allemal lieber, als die Tussi im Vorzimmer des Chefs, die für ein paar Euro im Monat Kaffee bringt und den Drucker mit Papier auffüllt! So gesehen kann man durchaus über die Werthaltigkeit eine Pornoplattform oder von Zarlando streiten. Ein Hoch auf Wilhelm Reich!!
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Marinella
13.09.15 23:38:19
Ihr Kommentar ist eine UNVERSCHÄMTHEIT. Denn "nur" eine IMMOBILEI nütz nichts. Wenn der MIEZER kein Geld mehr hat um in oder an der IMMOBILIE in der er was macht ARBEITEN auszuführen, wen der MIETER keine RÜCKLAGEN bilden kann, wenn der Mensch den UNTERNEHMER nicht merh finaziren kann, wen der Mensch Geld für seine BEERDIGUNG gesprt aht, um eine Bestattung selbt zu finazieren( sont ,üssen es die KOMUEN übernehmen), wenn der Mensch seine dringend benötigten Sachleistungen und medizinische HILFEN für den LALTAG nicht mehr selbst finanzieren kann ist Schluss. Ich kann nicht in eine Infrastruktur investieren, wenn alle schwarz Bus fahren, das hatten wir schon mal in der DDR. Und das was IHR uns liefert sind keine ANSTÄNDIGEN GÜTER. Eine PONROPALTTFORM ist kein WERT. Und das KONZEPT von HAYEK geht nicht auf, da sich alle Staaten über PLAGIATE beschweren. Es gibt in Deutschaldn BORDELE die waren schon öfter PLEIET. Der STAAT entschuldet immer wieder, Dann mdern nächste BETREIBER und der STAT entschulder. Die PLEITE finanziert der STEUREZAHLER. DA sind nie anständige BILANZEN. Die AMERIKANER gaben schon zu HEROIN UND DEALER sind ABSCHAUM. Wegen denen ist KRIEG. Nicht Willens legalen HANDEL der über Bücher geht zu schaffen. Aber wie ich mitbekam ist Tradern die an KRIEG verdienen alles Recht. Hatten wir schon mal im 2. WELTKRIEG!!Hat sich eben bei Euch nichts geändert. Natürlich sind auch SZENDROGEN ein DEAL. Menschen krank machen ist EUER TRAIDER. Hie will keiner mehr WERT liefern.
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Grilleau
13.09.15 22:09:46
Sie verstehen das Geldsystem nicht - sowie Schulden zurückbezahlt, werden diese vernichtet. So einfach ist das. Weil Geld per schöpferischem Akt aus dem Nichts erzeugt wird - es ist nicht das Geld von Lieschen Mueller, was dort verliehen wird. Und nun entschuldigen Sie mich, denn ich habe wichtigere Dinge zu tun als mit Menschen zu diskutieren, die das Geldsystem nicht verstehen wollen - und dadurch gebetsmühlenartig nur Unsinn schreiben. Ich habe keine Lust immer wieder bei null anzufangen.

Aber eines noch:

Für diesen Kapitalismus, den Neoliberale seit über 40 Jahren verbrochen haben, gibt es keine Lösung mehr – die gibt es nicht. Wenn zurzeit 220 Billionen an US-Dollar $ an Finanzvermögen in der Zirkulation sind und das Sozialprodukt – also was Menschen und das weltweit real erwirtschaftet haben – bei 65 Billionen $ liegt und allein die Ansprüche, die die Reichen und Vermögenden aus den 220 Billionen $ daraus ziehen, in Form von Zinsen, Mieten, Pachten und Profite – das bedeutet das Ende. Der Kapitalismus erstickt letztendlich an seiner eigenen Logik der Profitmaximierung, die da lautet – um jeden Preis.

Keine Partei der Welt kann innerhalb dieser kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten etwas ändern – weil das Kapital sich nämlich auf keinen Ort beschränken lässt – es kennt keine Grenzen. Denn das Kapital hat die Investitionsmacht – die entscheiden wann, wie, wo und wer …

Nur wenn wir es durch internationale Solidarität schaffen, dieses Kapital in Schranken zu weisen – wäre noch Hoffnung, um zumindest den Absturz nicht ganz so hart werden zu lassen. Selbst wenn letzteres gelänge, steht immer noch das Geldsystem, welches per schöpferischem Akt von Privatbanken an Staaten, Unternehmen sowie Privathaushalte verliehen wird – systemimmanent dagegen – also hoffnungslos. Wer hier glaubt mit Wahlen etwas verändern zu können – hat den Schuss immer noch nicht gehört. Und all diejenigen, die den „Linken“ in den letzten 20 Jahren in ertragreiche Positionen mit ihrer Stimme geholfen haben, werden bitterbös enttäuscht – die beiden Systeme sind exponentiell und das so lange, bis der letzte Tropfen Blut vergossen ist.
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Goldsteiger
13.09.15 22:01:29
Nein, wenn die Staaten zurückzhalen, ist das Geld auf den Konten der Gläubiger

Auf diesen Konten ist das Geld wertlos, im wörtlichen Sinne. Jeder, der Geld aufnimmt und investeirt schafft Güter, Produktionsgüter, Immobilien, Infrastruktur. Unabhängig was mit den Schulden oder Vermögen passiert, diese Güter bestehen weiter. So spilt es eigentlich kaum eine Rolle, wenn ein staat pleite geht udn seine Verbindlichkeiten wertlos ausbucht. Trifft eh nur solche, die das nicht nötig hatten.
Das Einzige, was Wohlstand vernichtet, ist Katastrophe und Krieg, hier werden Güter vernichtet.

Der Blick liegt immer viel zu sehr auf dem Kontostand und nicht auf der realen Wertschöpfung.
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Grilleau
13.09.15 11:11:19
… der Knackpunkt ist aber, dass das Geld zwar aus dem Nichts kommt, dennoch aber mit Werten hinterlegt wird, eben mit den Sicherheiten. Und wenn der Kreditnehmer nicht mehr zahlen kann, sagt die Bank nicht etwa: „na, dann machen wir den Buchungssatz eben wieder rückgängig“, nein: die Bank greift dann auf die Sicherheiten zu, die ihr zugeschrieben werden, weil sie Geld verliehen hatte, dass sie eigentlich gar nicht hatte (also keine Spargelder anderer Kunden, für die die Bank eine Sorgfaltspflicht hätte).

Wird der Kredit allerdings bedient, dann erhält die Bank über Jahre Zinsen, nur dafür, dass sie eine kurze Buchung und etwas Kreditprüfung ausführte. Und das mit den Zinsen muss man dann gesamtsystemisch sehen, das Geld dafür ist ja jedes Jahr aufs Neue erst mal nicht da. Sollen die Kreditketten nicht reißen, muss sich irgendwer immer weiter verschulden, damit neues Geld in den Kreislauf kommt – ergibt den wirtschaftlichen Mindestwachstumszwang in Höhe der aufsummierten Zinsen, und dieser Betrag bringt der Allgemeinheit jedes Mal wenig, der landet nur bei den Vermögenden, nur wenn das Wirtschaftswachstum größer ist, als die Gesamtzinsbelastung p.a., dann wächst dabei der Wohlstand im Lande insgesamt.

Leider kann eine Wirtschaft langfristig bestenfalls in etwa linear wachsen, die Kurve der Vermögen/Schulden verläuft exponentiell, erst langsam, irgendwann fast senkrecht nach oben – Anfang der 1990er durchbrach die Vermögens/Schulden-Kurve die lineare Wachstumskurve, seither wachsen nur noch die Vermögen/Schulden, während die Mittelschicht ausdünnt etc etc … – das ist die reine mathematische Geldwesenproblematik heute.Einstein hatte den Knackpunkt schon begriffen.


Aus der Logik, dass es Geld nicht “netto” gibt, sondern – egal wie weit wir in die Vergangenheit zurückfahren – immer zweimal verbucht wurde, als Guthaben und als gleich hohe Schuld, die ihrerseits nach Verzinsung giert, ergibt sich, dass alle Preise nichts anderes sind, als die “Geschichte” aller zeitlich vorangegangenen Zinsverpflichtungen. Der Kunde zahlt an der Ladentheke nicht nur die Gewinnmargen, Steuern und Umlaufkosten der Unternehmer an der Ladenkasse - auch der in der Produktkette bis zum fertigen Produkt angefallene Zinslast. Die macht heute an jedem Produkt zwischen 30 und 40 % aus, bei Mietzins, den er zu entrichten hat, sogar bis zu 75 %. In dieser Kreditkette muss sich immer ein Neuer verschulden - sonst platzt das ganze System. Aus dieser inneren Logik heraus ist ein Grundeinkommen auch nur ein Schuldschein. Das ist die eherne Logik des kapitalistischen Systems.

Die international privatisierte Bankenmafia hat es geschafft, ein Geschäftsmonopol zu errichten, indem nicht nur Geld verkauft, sondern auch mittels einfachem Buchungssatz – das unvergängliche Tauschmittel erschaffen wird. Jeder, der Bargeld benötigt –, legt der Mafia ein Versprechen, ein Stück Papier vor, also ein Schuldbrief, mit dem er im Umfang der benötigten Geldbeträge plus Gebühren, Zinsen und Tilgung auf seine Freiheit verzichtet. Sein Haus, seine Anlagen, sein Land oder künftiges Einkommen – muss, für diese Transaktion als Sicherheit hinterlegt werden.

Über Schatzbriefe von Staaten, die die Fähigkeit haben – die Staatsbürger, über Steuern zur Kasse zu bitten, wird das Staatsvolk als Ganzes Kunde – dieser Bankenmafia. Die Mafia lässt Geld in die Wirtschaft fließen, indem es Leben, Güter und Wirtschaft belastet – dieses Kartell, durch die Kontrolle über diese Tauschmittel, ist zum Pfandleiher für Bürger und Staat geworden.

Wenn dann die Produktivkräfte, die Zinsen nicht mehr bedienen können, ist dies das Ende. Die Banken leiten die Kündigungen der Darlehen an die Unternehmer ein; und gehen somit – bankrott, Arbeiter werden entlassen und das Bargeld zieht sich in die Kanäle des Geburtsortes zurück. Die Krise und das damit verbundene Elend, würgen das gesellschaftliche Leben ab.

Disclaimer

Papiergeld-Monopol Schulden-Kollaps! Schneeballsystem der Zentralbanken stürzt ein

Ökonom Thorsten Polleit wirft den Zentralbanken vor, ein gigantisches Schneeballsystem aus Schulden geschaffen zu haben. Doch das Kartenhaus drohe zusammenzubrechen. Schuld daran sei eine Zinsfalle, in die sie sich selbst hineinmanövriert hätten.

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