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Schweizer Franken Franken-Schock kostet Schweizer Notenbank 23 Milliarden Franken - Dividende zahlt sie trotzdem

08.01.2016, 13:01  |  2024   |   |   

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Franken von der Leine ließ und damit ein Erdbeben an den Devisenmärkten auslöste. Nun zieht sie Bilanz. Hat sich der Franken-Schock gelohnt?

„Es hätte schlimmer kommen können“, kommentiert die „Neue Zürcher Zeitung“ die Zahlen, die die SNB an diesem Freitag vorgelegt hat (siehe hier). Es sind die Zahlen des ersten provisorischen Jahresberichts 2015. Demnach weist die Bilanz der Schweizer Notenbank ein Verlust von 23 Milliarden Franken aus. Einen ausführlichen Bericht mit definitiven Zahlen wird die SNB am 4. März veröffentlichen.

Das Jahr 2016 ist erst wenige Tage alt, trotzdem sorgten bereits zwei Börsencrashs für Turbulenzen an den Märkten (mehr dazu hier). Die Rede ist von einem historischen Börsenfehlstart. Dabei ging es auch zum Jahresauftakt 2015 richtig rund. Dieses Mal ist es China, im vergangenen Jahr war es SNB, die die Finanzmärkte beben ließ. Am 15. Januar gab sie völlig überraschend den Schweizer Franken frei, auf dem Devisenmarkt kam es daraufhin zu schweren Verwerfungen. Für etliche Akteure, darunter auch Mitglieder der w:o-Community, endete der Franken-Schock im Ruin (wallstreet:online berichtete).

Hier die Entwicklung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro seit der Freigabe:

„Nur“ noch 23 Milliarden Franken

Grund für die überraschende Freigabe waren die hohen Kosten, die die Verteidigung des Mindestkurses von 1,20 Franken je Euro mit sich brachte. Die Interventionen am Devisenmarkt wurden der SNB zu teuer, deshalb gab sie den Franken schließlich frei. Doch bereits die ersten Quartalszahlen zeigten: auch die Aufgabe des Mindestkurses war alles andere als günstig. Zu diesem Zeitpunkt belief sich der Verlust der SNB auf 30 Milliarden Franken (siehe hier), im Halbjahr waren es laut „Neue Zürcher Zeitung“ sogar 50 Milliarden. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch erklären, weshalb sie froh ist, dass das Minus „nur“ noch 23 Milliarden Franken beträgt.

Diese Summe ist vor allem auf den Werteverlust der Fremdwährungsreserven zurückzuführen. Hier schlagen der SNB zufolge 20 Milliarden Franken zu Buche. Hinzu kommt ein Verlust beim Goldbestand in Höhe von 4 Milliarden. Ein kleiner Gewinn bei den Frankenreserven in Folge der Aufwertung bringt der SNB immerhin eine Milliarde.

Dividendenausschüttung trotz Jahresverlust

Unterm Strich bleibt also ein Jahresverlust von 23 Milliarden Franken. Doch wer glaubt, dass die SNB den Gürtel nun enger schnallt, irrt sich. Stattdessen ziehen die Notenbanker die Spendierhosen an. Trotz Jahresverlust will die SNB eine Dividende von 15 Franken pro Aktie zahlen, darüber hinaus gibt es eine ordentliche Ausschüttung von einer Milliarde Franken an Bund und Kantone. Die Notenbank begründet dies mit einer hohen Ausschüttungsreserve. Weil diese mit 27,5 Milliarden Franken höher ausfällt als Jahresverlust plus Rückstellungszuweisung von zusammen rund 24,5 Milliarden, bleibt der SNB nämlich am Ende ein Bilanzgewinn.

Wertpapier: CHF/EUR


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Schweizer Franken Franken-Schock kostet Schweizer Notenbank 23 Milliarden Franken - Dividende zahlt sie trotzdem

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Franken von der Leine ließ und damit ein Erdbeben an den Devisenmärkten auslöste. Nun zieht sie Bilanz. Hat sich der Franken-Schock gelohnt?

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