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Chartanalyse DAX stolpert ins Jahr 2016

Gastautor: Andreas Mueller
10.01.2016, 15:06  |  4788   |   |   

Eine rote Woche im DAX sorgt für Panik bei Investoren und Analysten. Doch vielleicht ist dies gerade die Chance auf Gegenbewegung?

Das war ein richtig verpatzter Jahresstart an den Börsen, zumindest für die Bullen. Im Dow Jones gab es den größten Jahresverlust seit dem Jahr 2011 in einer (Start-)Woche. Unser DAX konnte sich dem natürlich nicht entziehen und legte eine komplett rote Woche auf's Parkett. In der Detailansicht -> Historie sieht man dies hier sehr eindrucksvoll:

Und natürlich ebenso im XETRA-Chart, in dem ich die Richtung mit einem roten Pfeil kenntlich gemacht habe:

Gründe dafür waren die globale Unsicherheit über zukünftige Wachstumsaussichten, ein weiterhin niedriger Ölpreis und natürlich auch die zweifache Schließung der chinesischen Leitbörse in dieser Woche. Dazu berichteten andere Autoren jedoch schon genug, so dass ich hier den Fokus auf die dadurch entstandenen GAP's lenken möchte:

Diese sind weiterhin in Trendrichtung vorhanden und scheinen sich zu vermehren, wenn man die 22 Uhr-Indikation vom Freitag im DAX anlegt. Am Abend verloren die US-Börsen im Wochentrend weiterhin an Boden, so dass der DAX nach aktueller Indikation noch einmal 100 Punkte darunter und somit mit GAP Nummer 3 in die kommende Woche startet.

Wie tief kann diese Bewegung gehen?

Um ein Ende oder zumindest eine Stabilisierung im DAX zu identifizieren, müssen wir uns den Stundenchart ansehen. Bei dieser Einstellung fallen die Tiefs des Vorjahres auf, welche nun nicht mehr weit entfernt sind. Ein bestehender Aufwärtstrend von den Tiefs aus 2011 beginnend verläuft bei rund 9.800 Punkten und ist per aktueller Indikation bereits unterschritten. Die Bären steuern somit augenscheinlich auf diese grün eingefärbten Tiefs zu:

Ist es wirklich so einfach? Sicherlich liegen einige Nerven blank, doch gerade die Chinesen haben kein Interesse an einem Crash am Aktienmarkt. Dieser würde zu vielen globalen Verwerfungen führen. Zudem sind sich bereits sehr viele Analysten einig: Es kann nur nach unten gehen. Ein Crash mit Ansage? Das macht mich bereits wieder skeptisch und nach Long-Chancen für eine gesunde Gegenbeweung Ausschau halten.

Ausgehend von der aktuellen Indikation sollte die Eröffnung hier stattfinden:

 

Gerade der Bereich um 9.800 ist hierbei das erste Ziel einer zumindest kurzfristigen Bodenbildung. Denn wie geschrieben, verläuft hier auch ein mehrjähriger Aufwärtstrend UND die Tendenz der Abwärtsbewegung (rot gestrichelt dargestellt). Das XETRA-Wochentief vom Donnerstag ist hierbei das konkrete Ziel und darüber hinaus, je nach Dynamik, auch das GAP-close. Zwei optimistische Pfeile somit im Kontext der Weltuntergangsstimmung bei anderen Autoren:

 

Die asiatischen Vorgaben und damit die Vorbörse wird die ersten Implikationen auf diese Trading-Idee geben. Ich bin gespannt und update gerne in den Tages-Trading-Chancen.

Folgende Nachrichten gibt es jedoch hier im Nachrichtenbereich. Um immer zeitnah informiert zu werden, abonniert mich oder entsprechend auch andere Autoren. Ihr findet ihn oben rechts...

 

Viel Erfolg beim Handeln wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

Wertpapier: DAX


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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Kommentare

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Bernecker1977 [VIP]
11.01.16 09:12:53
DAX startete vorbörslich sogar noch tiefer, das GAP und damit die beiden grünen Pfeile als Ziel wurde gerade geschlossen.

Disclaimer

Chartanalyse DAX stolpert ins Jahr 2016

Verpatzter Jahresstart an den Börsen für die Bullen mit dem größten Jahresverlust seit dem Jahr 2011 für den Dow Jones. Daraus abgeleitet ergibt sich für den DAX folgendes Bild mit einem Szenario für die kommende Woche.

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