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Aktien Frankfurt DAX-Erholung auf wackligen Beinen – Yuan stabilisiert sich weiter

Gastautor: Andreas Paciorek
12.01.2016, 17:08  |  723   |   |   

Die Stabilisierung sowohl im chinesischen Yuan als auch anfänglich im Rohölpreis verhalfen dem Deutschen Aktienindex und den US-Börsen heute zu einem Erholungsversuch, der am Nachmittag durch wieder fallende Öl-Notierungen heftig wackelte. Allerdings besteht aus charttechnischer Sicht durchaus Grund zur Hoffnung auf eine kleine Trendwende auch am deutschen Aktienmarkt. Der Index prallte bereits gestern an seiner 2011-Aufwärtstrendlinie ab, was positiv zu interpretieren ist.

Die erschütternde Auftaktwoche dieses Jahr zeigte wieder einmal, dass Chinas Bedeutung für die weltweiten Kapitalmärkte zunimmt. Dabei verunsicherten auch die Handelsaussetzungen an den chinesischen Börsen, vor allem aber etabliert sich jetzt eine gewisse Korrelation der Märkte zur Entwicklung des Yuan. Mit der Stabilisierung der Währung in diesen Tagen kam auch wieder etwas Ruhe in den Markt. Aktuell scheint die chinesische Notenbank vor allem den Spekulanten beweisen zu wollen, dass die Richtung im Yuan nicht festgelegt ist und versucht so, diese Spekulationen unattraktiver zu machen. Die Investoren müssen das neue Yuan-Handling der chinesischen Regierung aber erst einmal verarbeiten, was ein wenig Zeit benötigt. Hat China seine Yuan-Überbewertung dann aber abgebaut, könnte dies den Kapitalstrom chinesischer Investoren wieder zurück ins Land lenken und so auch die Börsen stabilisieren. Einige Marktteilnehmer nehmen das Licht am Ende des Tunnels dieser Übergangsphase bereits vorweg und positionieren sich vorsichtig.

Die Rohölpreise aber bleiben eine zweite Unwägbarkeit und fielen am Abend nach anfänglichen Gewinnen wieder zurück. Dies drosselte dann auch die Erholungsbewegung insbesondere in den USA. Bei einem Rohölpreis auf einem Mehrjahres-Tief werden die Marktteilnehmer aber auch hier vorsichtig mit weiteren Verkaufspositionen. Denn beim aktuell vorherrschenden Pessimismus können positive Überraschungen bei den über Nacht erwarteten chinesischen Handelsbilanzzahlen schnell zu einer kräftigen Gegenbewegung in Öl führen.

Aus charttechnischer Sicht hat der DAX eine Chance, seine eingeleitete Erholungsbewegung bis in den Bereich 10.500 Punkte auszuweiten, wenn es ihm gelingt, die 10.120 Zähler zurückzuerobern. Auf der Unterseite gilt es die 9.660 zu verteidigen, da sich sonst das Chartbild durch den Bruch der 2011-Aufwärtstrendlinie erheblich eintrübt. Ein Test der 2015-Jahrestiefs wäre dann schnell möglich.

Wertpapier: DAX

Themen: Yuan, DAX, Börse


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Aktien Frankfurt DAX-Erholung auf wackligen Beinen – Yuan stabilisiert sich weiter

Die erschütternde Auftaktwoche dieses Jahr zeigte wieder einmal, dass Chinas Bedeutung für die weltweiten Kapitalmärkte zunimmt. Dabei verunsicherten auch die Handelsaussetzungen an den chinesischen Börsen, vor allem aber etabliert sich jetzt eine gewisse Korrelation der Märkte zur Entwicklung des Yuan. Mit der Stabilisierung der Währung in diesen Tagen kam auch wieder etwas Ruhe in den Markt. Aktuell scheint die chinesische Notenbank vor allem den Spekulanten beweisen zu wollen, dass die Richtung im Yuan nicht festgelegt ist und versucht so, diese Spekulationen unattraktiver zu machen. Die Investoren müssen das neue Yuan-Handling der chinesischen Regierung aber erst einmal verarbeiten, was ein wenig Zeit benötigt. Hat China seine Yuan-Überbewertung dann aber abgebaut, könnte dies den Kapitalstrom chinesischer Investoren wieder zurück ins Land lenken und so auch die Börsen stabilisieren. Einige Marktteilnehmer nehmen das Licht am Ende des Tunnels dieser Übergangsphase bereits vorweg und positionieren sich vorsichtig.

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Gastautor

Andreas Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft. Neben dem regelmäßigen Blick auf DAX und Euro konzentriert er sich auf die asiatischen Märkte und legt dabei den Fokus sowohl auf die technische Analyse als auch die geldpolitischen Entwicklungen in den einzelnen Märkten. Seine Arbeitsstationen waren unter anderem CMC Markets in Frankfurt, die Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt die Varengold Bank.

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