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Ölkrise - Warnung von Medwedev Drohende Staatspleite Russlands? "Müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten!"

14.01.2016, 15:17  |  10917   |   |   

Die Abhängigkeit vom Ölexport fällt der russischen Wirtschaft langsam aber sicher auf die Füße. Mit dem stetigen Ölpreisverfall warnen Experten vor einem bekannten Szenario, das sich nun wiederholen könnte. Dieses Mal sollen Sparauflagen helfen, den Haushalt vor dem Bankrott zu bewahren. Ein Drahtseilakt in Hinsicht auf die kommende Parlamentswahl.

In Moskau trifft sich dieser Tage wieder alles, was wirtschaftlich Rang und Namen hat. „Russland und die Welt: Ein neuer Vektor“, so der packende Titel des diesjährigen „Gaidar-Forums“, der zunächst nichts von den ökonomischen Problemen des Landes durchblicken lässt.

Ganz anders Ministerpräsident Dmitri Medwedjew, der auf dem Gipfeltreffen am Mittwoch klare Worte für die zukünftige Entwicklung fand. „Wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten“, zitierte ihn "Reuters" im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Ölpreiskrise. Sollte es keine Erholung beim Ölpreis geben, müsse man den Haushalt noch einmal überarbeiten.

Spiegel Online“ zufolge sei das Budget lediglich bei einem Ölpreis von 105 Dollar je Barrel ausgeglichen. Zwar habe der Staat schon in weiser Voraussicht mit 42 Dollar, bei einem gleichzeitigem Defizit von drei Prozent, kalkuliert. In Anbetracht des derzeitigen Preises um die 30 Dollar erscheint diese Berechnung jedoch fast utopisch, führt man sich vor Augen, dass jeder Dollar weniger zu Mindereinnahmen von rund zwei Milliarden Dollar führt.

Der Ölpreisverfall lotst das Land erneut in die Krise

Dieses Problem erkannte wohl auch Finanzminister Anton Siluanow, der auf dem Forum eine schleunige Anpassung des Budgets forderte. „Wenn wir das nicht tun, wird das Gleiche passieren wie 1998/99“, warnte er. Der damalige Staatsbankrott sitzt den Menschen noch heute tief in den Knochen. Mit dem quasi wertlos gewordenen Rubel verloren Millionen Russen ihre Ersparnisse.

Um solch ein Szenario nicht wieder aufleben zu lassen, soll nun gespart werden. Das ehrgeizige Ziel umfasst eine zehnprozentige Haushaltskürzung. Ein schwieriges Unterfangen, hat Wladimir Putin doch in Hinblick auf die kommenden Parlamentswahlen versprochen, Steuern und Abgaben trotz Einnahmeausfällen nicht zu erhöhen.

Haushaltskürzung - Renten, Gehälter, Sozialausgaben ausgenommen

Damit die Gunst der Wähler erhalten bleibt, sollen daher alle sozialen Verpflichtungen des Staates von den Einsparungen ausgenommen werden. Darunter fallen Rentenzahlungen, die Gehaltsbezüge der Staatsbeamten und alle Sozialausgaben. Dies seien die „heiligen Kühe“, so Siluanow.

Vor Armut ist man in Russland aber noch lange nicht gefeit. Die extreme Abhängigkeit vom Ölexport, aus dem der Staat die Hälfte aller Einnahmen erzielt, fällt der Wirtschaft schon seit Beginn der Abwärtsspirale auf die Füße. Der Rubel gerät zunehmend unter Druck und liegt aktuell bei rund 76 Rubel je US-Dollar. Mit der Geldentwertung werden viele Güter des täglichen Bedarfs teurer, was dazu führt, dass die Armutsquote zunimmt. Allein im letzten Jahr lebten fast 23 Millionen Russen unterhalb des Existenzminimums (siehe „Spiegel Online“ vom 11.06.2015).

 



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Kommentare

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Alexander111
14.03.16 16:14:12
Hier mal was du vergessen hast, bin aber auch der Meinung das es sich nicht wiederholt.

Der russische Staat hatte sich zur Finanzierung seiner Ausgaben (und der Schuldzinsen) immer schneller Geld mit hochverzinslichen kurzfristigen Anleihen beschafft – bis das Schneeballsystem zusammenbrach. Am 17. August 1998 verkündete der damalige Premierminister Sergej Kirijenko dann den Staatsbankrott: Der Handel mit den Schuldpapieren wurde ausgesetzt, die Rückzahlung von Auslandsschulden für 90 Tage blockiert – und der bislang fast um jeden Preis bei einem Kurs von ca. 6,25 Rubel pro Dollar gehaltene Rubelkurs faktisch freigegeben.
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Bollodotz
19.02.16 04:47:42
Spiegel-Online schreibt natürlich die Wahrheit und nichts als sie, nur schade, dass Wallstreet-Online, der Name ist Programm, diesen Scheiß ungefiltert weiter gibt; Russland ist nicht pleite, die USA sind pleite, bis in die Steinzeit...
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Amphibie
20.01.16 18:28:28
Busche wie geht denn das hier weiter mit dem DAX? Der Fibonacci gibt keine Entwarnung.
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BUSCHE-1
15.01.16 08:22:02
In dem Moment, in dem ein Bildzeitungs-Leser seine neuste Portion "Wahrheit" vertilgt, pinkelt ein "unterentwickelter" Russe ihm von seiner Raumstation auf den Kopf....
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WinterOrbit
14.01.16 16:54:03
Jede Woche die gleichen Meldungen dass Russland bald zusammenbricht. Und das seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten. Und was passiert ? Nichts. Und wird es auch weiterhin.

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