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C-QUADRAT Gold Monatskommentar Gold und Goldaktien Dezember 2015

Gastautor: Andreas Böger
14.01.2016, 15:06  |  1409   |   

Überblick
Der Edelmetallsektor bewegte sich im abgelaufenen Monat seitwärts. Die größeren Titel aus dem FTSE Gold Mines Index stiegen um +1,6%, der MV Junior Gold Mines Index um +2,8%, Gold fiel um -0,3%, Silber um -1,6% (alle Werte in USD). Steuerbedingte Verkäufe gegen Jahresende sind in diesem Sektor nach einer schwachen Jahresentwicklung üblich. Die weitere Richtung dürfte demnach im neuen Jahr besser beurteilt werden können. Insgesamt ist die technische Situation weiter negativ zu bewerten, so lange der Sektor es nicht schafft, ein höheres Hoch auf Wochenbasis zu erreichen.

Marktüberblick
Das abgelaufene Kalenderjahr wurde entscheidend von der Entwicklung der Weltwirtschaft und den darauf folgenden Zentralbankinterventionen geprägt. Schwächeres Wachstum wurde zunehmend zum Basisszenario, im Gegenzug wurden verschiedene Zentralbankinterventionen implementiert, bzw. weitere geldpolitische Maßnahmen eingeleitet. Verbales und tatsächliches Eingreifen der US Federal Reserve, der ECB, der Bank of China und der Bank of Japan waren an der Tagesordnung.

Dieses Gegenspiel führte bis Ende März im Allgemeinen zu steigenden Notierungen bei Aktien und Anleihen, insbesondere in den entwickelten Märkten der Vereinigten Staaten, Europa und Japan. Lediglich bestimmte Segmente der Marktperipherie neigten zur Schwäche, hierzu zählten Emerging Markets, US High Yield Anleihen und Rohstoffe. Ab April 2015 folgten auch in den entwickelten Märkten Seitwärtsbewegungen bzw. Korrekturen, welche teilweise heftig ausfielen.

Im Dezember erhöhte die US Federal Reserve zum ersten Mal seit 2006 den Leitzinssatz, das neue Band liegt nun zwischen 0,25% und 0,50%. Fällig werdende Anleihen aus dem Bestand der Zentralbank werden aber weiter reinvestiert, die Reduktion der Zentralbankbilanz, bzw. des umlaufenden Zentralbankgeldes, wird demnach nicht forciert. 

Wir sehen die Leitzinsanhebung eher als spätzyklisches Phänomen, die eigentliche Verknappung der Liquidität erfolgte bereits ab Mitte 2013, als das Ende der Anleihen Kaufprogramme durch die US Zentralbank verkündet wurde („taper“). Es folgte ein prompter Anstieg entlang der gesamten Zinskurve, gerade bei den kürzeren Laufzeiten waren dabei sehr große relative Anstiege zu verzeichnen. Die Zinsen der 5-jährigen Staatsanleihen stiegen beispielsweise von ca. 0,5% auf über 1,5%, also eine knappe Verdreifachung in einem halben Jahr.

Dieser Anstieg setzte die marginalen Kreditnehmer unter Druck, ab ca. Mitte 2014 begannen die Kurse von US High Yield Anleihen, Rohstoffen und der Emerging Markets Aktien nachzugeben. Der Preisverfall des Euros setzte etwa zur gleichen Zeit ein, die Währungsreserven der Emerging Markets Länder und auch deren Währungen fingen an zu sinken. Es ist bezeichnend, dass diese Randbereiche des Kapitalmarktes zunehmenden Druck auf das Zentrum ausüben, also auf die Aktien- und Anleihen der entwickelten Märkte Europas, den USA und Japans. Auch das aktuell dominierende Thema eines möglichen Abschwungs in China lässt sich am besten vor diesem Hintergrund einordnen.

Diese Abfolge - einsetzende Kreditverknappung, Probleme an der Peripherie, Übertragung ins Zentrum – ist ein durchaus übliches Phänomen des modernen Kredit- und Konjunkturzyklus. Es bestärkt unsere Ansicht, dass die vergangene Leitzinsanhebung ein spätzyklisches Phänomen ist, welches früher oder später eine offen wahrgenommene Rezession auslösen wird. Dazu passen auch das eingangs beschriebene neue Basisszenario „schwächeres Wachstum“ und das im Gegenzug zunehmende „verbale und tatsächliche Eingreifen“ der Zentralbanken.

Gold
Wie beschrieben, wurden die US Leitzinsen im Dezember angehoben. Seither bewegt sich der Goldmarkt mit einer ausgesprochen negativen Korrelation zum Allgemeinmarkt, d.h. bei steigenden Goldkursen sinkt der Allgemeinmarkt und umgekehrt. Dieses Verhältnis ist über die längere Frist nicht unüblich. So stabil wie zuletzt tritt es aber vor allem dann auf, wenn monetäre Aspekte die Marktbewegungen bestimmen und das fehlende Kreditrisiko von Gold im Vordergrund steht. Dies lässt sich auch daran ablesen, dass die Rohstoffe der Industrieproduktion, also Rohöl und beispielsweise auch Palladium, zuletzt ausgesprochen schwach notierten und Gold in diesen Phasen Stärke zeigte.

Wir denken weiterhin, dass sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen für den Goldsektor kontinuierlich verbessern und der Prozess einer Trendwende sich abzeichnet.

Portfolio
Der Fonds verlor im Dezember -1,9% und entwickelte sich damit ähnlich wie das Vergleichsvermögen. Die Investitionsquote wurde deutlich angehoben, der Aktienanteil lag zum Monatsende bei 98%, am Geld liegende Absicherungen bei –2%, Werte mit Marktkapitalisierung <1 Mrd. USD bei 35%, Silberaktien bei 17%, der ungesicherte Fremdwährungsanteil bei 25%.

C-QUADRAT Gold & Resources Fund (EUR) - blau
FTSE Gold Mines Index (USD) - schwarz

Dieser Kommentar ist zu allgemeinen Informationszwecken erstellt worden. Es handelt sich hierbei nicht um eine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung. Der Inhalt ersetzt keine Anlageberatung oder sonstige Beratung. Die vollständigen Angaben zu den erwähnten Fonds sind dem vereinfachten bzw. vollständigen Verkaufsprospekt, ergänzt durch die jeweiligen letzten geprüften Jahresberichte und die jeweiligen Halbjahresberichte, falls solche jüngeren Datums als die letzten Jahresberichte vorliegen, zu entnehmen. Diese zuvor genannten Unterlagen stellen die alleinverbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen dar. Sie sind in elektronischer oder gedruckter Form kostenlos bei der Semper Constantia Invest GmbH, A-1010 Wien, Heßgasse 1, www.semperconstantia.at, Tel.: +43 1 536 16 0, erhältlich. Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen, die zu Verlusten des eingesetzten Kapitals, bis hin zum Totalverlust, führen können. Es wird ausdrücklich auf die Risikohinweise des ausführlichen Fonds-Verkaufsprospektes verwiesen. Dieser Kommentar dient der eigenverantwortlichen Information. Potenziellen Investoren wird dringend angeraten, vor einer Kaufentscheidung den vollständigen Verkaufsprospekt, den Jahresbericht und ggf. den Halbjahresbericht zu lesen, sowie ihren persönlichen Anlageberater, Rechtsanwalt und Steuerberater zu konsultieren. Alle Daten und Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt, die verwendeten Quellen stufen wir als zuverlässige ein. Dennoch können wir für deren Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernehmen. Jegliche Haftung für Anlageverluste und sonstige Schäden aus Anlageentscheidungen auf Basis dieser Informationen wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung eines Finanzinstrumentes zu.



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Andreas Böger ist Senior Portfolio Manager bei der C-QUADRAT Asset Management GmbH, u.a. zuständig für den Bereich Aktien und Rohstoffe und Manager des C-QUADRAT Gold & Resources Fund. Weitere Informationen unter: www.c-quadrat.com.

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Andreas Böger ist Senior Portfolio Manager bei der C-QUADRAT Asset Management GmbH, u.a. zuständig für den Bereich Aktien und Rohstoffe und Manager des C-QUADRAT Gold & Resources Fund. Weitere Informationen unter: www.c-quadrat.com.

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Aktive Verwaltung - Der C-QUADRAT Gold & Resources Fund ist ein Aktienfonds und strebt als Anlageziel laufende Erträge unter Inkaufnahme definierter Risiken an. Der Fonds verfolgt einen aktiven Investmentansatz und investiert überwiegend in Aktien solcher Unternehmen, welche im Edelmetall- oder anderen Rohstoffsektoren tätig sind. Entscheidend für die Bewertung der Unternehmen sind die fundamentale Beurteilung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine systematische Beurteilung von Preis und Risiko.

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