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US-Konjunktur Jetzt kommt's richtig dicke! US-Industrieindex steht auf Rezession

18.01.2016, 15:40  |  7602   |   |   

Nach Goldman Sachs (Ölpreis bei 20 Dollar), Morgan Stanley (Ölpreis bei 20 Dollar), der Standard Chartered Bank (Ölpreis bei 10 Dollar), der Royal Bank of Scotland („Verkaufen Sie alles!“) und der Societe Generale (S&P 500 wird um 75 % einbrechen) sowie Finanzlegende George Soros (Das ist wie 2008, nur schlimmer!) reiht sich auch der Analyst Michael Hartnett von der Bank of America (BofA) in den Chor der düsteren Töne ein.

Laut Hartnett sollten sich die Investoren auf volatile Märkte und einen heftigen Einbruch des S&P 500 einstellen. Alle Zeichen stünden auf Rezession. So signalisierte in 11 von 13 Fällen ein Abrutschen des ISM-Industrieindex unter den Wert von 45 Beginn einer Rezession, schreibt die Finanzseite „Benzinga“ unter Berufung auf Hartnett. In wieweit der S&P 500 unter Druck geraten wird, legt sich Hartnett nicht fest. Das hingegen tut Albert Edwards, Analyst des französischen Investmenthauses Societe Generale: „Wenn ich recht habe, fällt der S&P 500 auf 550 Punkte.“ Das würde einem Kurseinbruch von 75 Prozent entsprechen, legt man das Hoch von 2100 Punkten Ende letzten Jahres zugrunde (hier lesen Sie mehr zur Horror-Prognose).

Zurück zum ISM: Von einem Wert unter 45 Punkten sind wir zwar aktuell noch ein paar Punkte entfernt, doch die Tendenz weist eindeutig in den Keller. Jüngsten Zahlen zufolge ist die Stimmung in der Industrie in den USA im Dezember auf 48,2 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009 gefallen. Damit liegt der ISM-Industrieindex zwar noch über der „Rezessionsmarke“, doch als Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA deutet bereits ein Wert unter 50 Punkten auf eine schwächere Konjunktur hin.

BofA-Analyst Hartnett rät laut „Benzinga“ Anleger zur Wachsamkeit bis eine der folgenden Entwarnungen gegeben werden könne: der ISM-Industrieindex steigt wieder über die 50-Punkte-Marke oder die US-Notenbank verschiebt weitere Zinsanhebungen aufgrund gestiegener Volatilität oder der Ansteckungsgefahren an den Devisen-, Rohstoff- und Anleihenmärkten.



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