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Rohstoffinvestoren weiten Netto-Shorts aus, Long auf Gold - CoT-Report

Nachrichtenquelle: Shareribs
18.01.2016, 08:54  |  1130   |   |   
New York 18.01.2016 - Erneut haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Shorts auf Rohstoffe in den USA deutlich ausgeweitet. Vor allem Mais und Kaffee, bei Gold zeigt sich mit den Kursgewinnen aber etwas Entspannung.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Shorts auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 12. Januar, erneut deutlich ausgeweitet. Insgesamt stieg die Zahl der Netto-Shorts um 40,3 Prozent auf 121.123 Kontrakte.

Dabei zeigte sich Gold zuletzt wieder etwas fester. In der Vorwoche hatten die Spekulanten ihre Short-Positionen ausgeweitet, so dass man mit 13.577 Kontrakten netto-short war. Mit der Zunahme der Nervosität an den Aktienmärkten und den Sorgen um die chinesische Konjunktur stiegen jedoch die Goldpreise und die Finanzinvestoren haben die Zahl der Longpositionen ausgeweitet und jene der Shorts reduziert, so dass diese nun wieder mit 902 Kontrakten nett-long sind. Am Freitag kam es erneut zu einem Sell Off an den Aktienmärkten, während der Goldpreis deutlich anzog. In der vergangenen Woche kletterte das gelbe Metall auf das höchste Niveau seit zwei Monaten. Gleichzeitig bleibt die Erholung des Goldpreises von Unsicherheit geprägt und es scheint gegenwärtig unwahrscheinlich, dass die Erholung nachhaltig ist. Die Goldholdings des SPDR Gold Shares sind in diesem Jahr bislang um 11,7 Tonnen gestiegen.

Die Zahl der Netto-Longs auf Silber wurden zuletzt um 13,8 Prozent auf 7.872 Kontrakte ausgeweitet. Bei Platin war ein Rückgang um 12,6 Prozent auf 9.591 Netto-Longs zu verzeichnen, die Zahl der Netto-Longs auf Palladium sank um 25,2 Prozent auf 5.940 Kontrakte.

Bei Rohöl setzte sich der Sell Off weiter fort. Die Preise sind auch in der vergangenen Woche eingebrochen und haben sich offenbar unter der Marke von 30 USD etabliert. Am Freitag wurden zudem die Sanktionen des Westens gegen den Iran aufgehoben, worauf ein weiterer Anstieg des Rohölangebots auf den Weltmärkten zu erwarten ist. Bereits in den vergangenen Monaten belief sich der Überschuss auf 0,5 Mio. bis 1,5 Mio. bpd. Wie die Ölfirma Baker Hughes am Freitag mitteilte, sank die Zahl der laufenden Förderanlagen in den USA in der vergangenen Woche nur noch um eine auf 515 Anlagen. Vor einem Jahr liefen in den USA noch 1.366 Förderanlagen.  Die Citigroup teilte mit, dass die Zahl der Förderanlagen in den kommenden Wochen weiter sinken dürfte. Gleichzeitig dürfte dies die Förderung in diesem Jahr nur wenig beeinträchtigen. Gegenüber 2015 wird in diesem Jahr ein Rückgang der US-Produktion um 500.000 bis 600.000 bpd erwartet, so die Citigroup. Im vergangenen Jahr produzierten die USA durchschnittlich 9,4 Mio. bpd. Die Zahl der Netto-Longs in den USA sank in der vergangenen Woche um 9,3 Prozent auf 69.755 Kontrakte.

Bei Kupfer war ein Anstieg der Netto-Shorts auf Kupfer um 10,3 Prozent auf 31.727 Kontrakte verzeichnet worden. Die Kupferpreise lagen in der vergangenen Woche wieder deutlich unter Druck. Die Kursverluste an den Aktienmärkten und die hohe Verunsicherung gegenüber China belasten auch weiterhin. Es gibt aber auch Stimmen, die einige positive Aspekte bei der Nachfrageentwicklung sehen, was bislang vom Markt aber ignoriert wird. So geht die UBS davon aus, dass Kupfer auf 4.200 USD/Tonne fallen könnte.

Bei den Agrarrohstoffen setzt sich das bisherige Bild weiter fort, es kam bei Sojabohnen und Weizen jedoch zu einem Richtungswechsel bei den Shorts, die nun wieder zurückgegangen sind. So ist die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen um 26 Prozent auf 71.128 Kontrakte zurückgegangen. Bei den Sojabohnen wurde die Zahl der Netto-Shorts um 35,3 Prozent auf 53.040 Kontrakte reduziert. Bei Mais hingegen stieg die Zahl der Netto-Shorts um 15,3 Prozent auf 186.831 Kontrakte angestiegen.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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