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Euro fondsxpress 70 Prozent Staatsangestellte

Gastautor: Jörn Kränicke
22.01.2016, 14:44  |  1266   |   |   

Boom and Bust gehören seit jeher zu den Finanzmärkten. Doch in welcher Heftigkeit seit Jahresanfang die Kurse in den Keller rauschen, ist schon beeindruckend. Gleichwohl gibt es nicht wirklich handfeste Gründe, warum der Verfall so massiv ist. Hier spielt eher die Psychologie eine Rolle. Sicherlich ist der stark eingebrochene Ölpreis ein Faktor. Allerdings ist hier die Panik unangebracht. Bis Anfang des neuen Jahrtausends lag der Ölpreis auf dem heutigen Niveau oder sogar teilweise niedriger und damals war dies kein Thema. Und das er dauerhaft unter 30 Dollar bleibt, ist eher fraglich. Vielmehr müssen die Profiteure der vorherigen übertriebenen Notierungen ihre Ausgaben in den Griff bekommen. Schaut man in die ölreiche Golfregion sieht man, dass das Geld oft sinnfrei investiert wurde.

Oder in Saudi Arabien werden Energie, Benzin und Wohnraum großzügig subventioniert und 70 Prozent der Bevölkerung sind Staatsangestellte. Keiner von ihnen geht inklusive aller Vergünstigungen unter 6300 Euro im Monat nach Hause. „Richtige“ Arbeit wird in der Regel von Ausländern erledigt.

Der zweite vermeintliche Krisenherd – China – steht im Grunde nicht so schlecht da, wie oft dargestellt wird. Ja, die Börsen sind massiv eingebrochen. Zuvor waren sie aber auch aberwitzig gestiegen. Von den Kursen kann man zudem kaum auf die wirtschaftliche Lage schließen. Die gestern veröffentlichten BIP-Zahlen für 2015 waren nicht so schlecht. Das niedrigste Wachstum seit 25 Jahren lässt einen zwar zusammen zucken. Aber 6,9 Prozent sind immer noch gut. Zumal das absolute Wachstum heute höher ist als vor vor zehn Jahren.

Ein ruhiges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur

Themen: Euro, Staat, Wachstum


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