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wikifolio.com inside wallstreet:online Nach dem Milliardenverlust: Deutsche Bank im Fokus

Gastautor: Andreas Kern
26.01.2016, 10:35  |  975   |   |   

Auf die Mitarbeiter im Investmentbanking der Deutschen Bank warten in den kommenden Tagen unangenehme Nachrichten. Nach dem Milliardenverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr dürften die Boni-Zahlungen drastisch gekürzt werden. Konzernchef John Cryan rechnet deshalb mit einer Kündigungswelle der damit nicht einverstandenen Angestellten. Leiden müssen auch die Aktionäre, denen die Dividende vorerst komplett gestrichen wird. Hinzu kommt, dass die Aktie aufgrund der anhaltend schlechten Nachrichten immer weiter an Boden verliert. Am Donnerstag fiel der Kurs zeitweise um rund 10 Prozent, bevor das Minus intraday dann deutlich reduziert wurde. Genau diese Erholung haben einige wikifolio-Trader genutzt, um bei dem Titel schnelle Gewinne einzufahren.

Armin Ingerl („PureCapital“) etwa hat die Aktie der Deutschen Bank an diesem Tag in seinem wikifolio „Aktien Deutschland“ gehandelt. Der Einstieg erfolgte am Vormittag zu 16,20 Euro. Gut vier Stunden später wurde die Position mit einem schönen Gewinn von 4,7 Prozent wieder geschlossen. Kommentiert wurde der Trade nicht, da der knapp 20 Jahre lang in Bereich der Aktienanalyse und des Aktienfondsmanagements (AGI, Deka, Union) tätige Trader grundsätzlich auf Erläuterungen verzichtet. Dass Anleger trotzdem schon über 200.000 Euro in sein wikifolio investiert haben, dürfte vor allem an der recht steten Aufwärtsbewegung der Equity-Kurve liegen. Bei einem Plus von gut 18 Prozent seit August 2012 betrug der größte zwischenzeitliche Rückgang nicht einmal 2 Prozent. Damit ist die Performance zwar absolut betrachtet nicht überragend, kann mit Blick auf die äußerst moderaten Schwankungen aber dennoch überzeugen. Zudem passt der Verlauf zu dem Ziel, bei möglichst geringer Volatilität der Preisentwicklung sowie mit möglichst geringer Korrelation zur Aktienmarktentwicklung eine positive Rendite zu generieren. Bei seinen Investments setzt der Trader deshalb in der Regel nur kleine Beträge ein. Aktuell besteht das Portfolio zwar aus zwei Einzelaktien und einem ETF auf den Short DAX. Alle drei Positionen kommen zusammen aber nur auf ein Gewicht von gut 4 Prozent, so dass 96 Prozent des investierten Kapitals als Cashbestand gehalten werden.

Sogar fast 2 Mio. Euro an Anlegergelder verwaltet Vinzenz Kemeter („Volatrade“) in seinem wikifolio „Volatrader“, obwohl die Kommentarfunktion auch hier nur sehr spärlich genutzt wird. Die Postings beschränken sich auf die wöchentliche Angabe der Performance, die sich aber ebenfalls sehen lassen kann. Seit dem Start im Mai 2014 konnte der Trader, der nach eigenen Angaben seit 2008 ausschließlich von erzielten Gewinnen aus dem Aktienhandel auf eigene Rechnung lebt, ein Plus von 45 Prozent erzielen, während der maximale Verlust in diesem Zeitraum nur 9 Prozent betrug. Der Wert des im Juli 2015 aufgelegten wikifolio-Zertifikats wurde um gut 31 Prozent gesteigert. Als Handelsidee setzt der Trader auf den antizyklischen Einstieg in zuvor stark gefallene Aktien, die aber nur sehr kurz gehalten werden sollen. Genauso ist er auch bei der Deutschen Bank vorgegangen, wo am Donnerstag innerhalb von nur 6 (!) Minuten ein Gewinn von rund 0,9 Prozent anfiel. Bei einer hohen Trefferquote und regelmäßigem Handeln reichen solche kleinen Gewinne aus, um die o.a. Performance zu erreichen. So handeln aber natürlich nur professionelle Intraday-Trader mit ausreichender Erfahrung.

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