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Euro fondsxpress Bye-bye geliebtes Bargeld

Gastautor: Jörn Kränicke
05.02.2016, 15:40  |  1864   |   |   

Nun also doch! Auch in Deutschland soll es dem Bargeld an den Kragen gehen. Die Möglichkeit der Bar­zahlung soll auf 5000 Euro beschränkt werden und Mario Draghi will den 500-Euro-Schein gern abschaffen. In Frankreich gibt es seit vergangenem Jahr schon die Begrenzung auf 1000 Euro. Italien hat sie hingegen jüngst wieder auf 3000 Euro erhöht. Die Dänen denken sogar über ein Gesetz nach, das Geschäften das Recht gibt, sich zu weigern, Bargeld anzunehmen.

Und der Wirtschaftsweise Peter Bofinger möchte das Bargeld aus hehren Gründen abschaffen. Ohne Bargeld gäbe es seiner Meinung nach keine Schwarzarbeit, keinen Drogenhandel und keine Geldwäsche mehr. Politiker bemühen dieser Tage den Antiterrorkampf als Grund. Also immer getreu dem Motto: Nur Verbrecher brauchen Bargeld. Der Hintergrund der schleichenden Abschaffung der Geldscheine dürfte in der Tat ein anderer sein. Wirtschaftswissenschaftler wie Kenneth Rogoff sprechen sogar klar aus, dass das Bargeldverbot dazu geeignet wäre, hohe Negativzinsen auf breiter Front durchzusetzen. Damit käme es zu einer Verschiebung des Geldes von Gläubigern zu Schuldnern. Enteignung durch die Hintertür sozusagen.

Ein ruhiges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur 



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