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Negativzinsen Strafzinsen jetzt auch für Firmenkunden - Commerzbank vollzieht nächsten Tabubruch

08.02.2016, 12:09  |  4650   |   |   

Die Aufregung war groß, als die Commerzbank vor rund zwei Jahren erstmals Negativzinsen einführte – allerdings nur für Großkunden. Doch dieses Versprechen scheint Vergangenheit. Stattdessen setzt die Commerzbank nun auch anderen Kunden sprichwörtlich die Pistole auf die Brust: Umschichten oder Strafzinsen!

Experten hatten es erwartet, Sparer befürchtet und seit 2014 ist es Realität: Strafzinsen auf Spareinlagen. Den Anfang machte die Europäische Zentralbank (EZB), als sie den Einlagenzins für Banken im Juni 2014 auf minus 0,1 Prozent senkte. Aus dem Tabubruch Negativzinsen wurde schnell ein Dammbruch (siehe hier). Nach und nach gaben immer mehr Banken den Strafzins an ihre Kunden weiter, darunter auch die Commerzbank. Ihre Ankündigung, künftig einen Negativzins auf Bankguthaben einzuführen, schlug besonders hohe Wellen, immerhin ist die Commerzbank das zweitgrößte Kreditinstitut Deutschlands (wallstreet:online berichtete). Bei der Commerzbank bemühte man sich daher um Schadensbegrenzung: Der Strafzins solle nur an große Unternehmenskunden weitergegeben werden, versprach man. Ein Versprechen, das sie nun offenbar brechen muss.

Nach den Großkunden drohen jetzt auch den mittelständischen Firmenkunden Strafzinsen. Die Commerzbank habe in den vergangenen Monaten etwa jeden zehnten Firmenkunden angesprochen, berichtete die „Welt am Sonntag“. Ein Commerzbank-Sprecher erklärte daraufhin: „Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr“, erklärte ein Commerzbank-Sprecher am Sonntag auf Anfrage. Zugleich stellte er klar: „Unser Ziel ist es dabei nicht, diese Gebühr zu erheben, sondern in Gesprächen mit den Kunden gemeinsam alternative Anlagekonzepte zu entwickeln.“ Sollten die Kunden darauf aber nicht eingingen, werde der Strafzins von derzeit 0,3 Prozent auf die überschüssige Liquidität aber fällig, so die „Welt am Sonntag“.

Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben 100 000 mittelständische Kunden, wozu sie Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 250 Millionen Euro zählt. Für Privatkunden soll der Strafzins aber weiterhin nicht gelten, betonte der Commerzbank-Sprecher: „Auf die Einlagen von Privat- und Geschäftskunden berechnen wir keine negativen Zinsen.“

Die Aktie der Commerzbank stand am Montag enorm unter Druck. In einem allgemein schwierigen DAX-Umfeld rutschte sie über fünf Prozent ins Minus.

Hier die Commerzbank-Aktie im Fünf-Tagechart:

Wertpapier: DAX, Commerzbank


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Negativzinsen Strafzinsen jetzt auch für Firmenkunden - Commerzbank vollzieht nächsten Tabubruch

Die Commerzbank führte 2014 erstmals Negativzinsen ein – allerdings nur für Großkunden. Doch dieses Versprechen scheint Vergangenheit. Stattdessen setzt sie nun auch anderen Kunden sprichwörtlich die Pistole auf die Brust: Umschichten oder Strafzinsen!

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