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TagesInfo Rohstoffe: Goldpreis steigt auf 9-Monatshoch (11. Februar 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Goldpreis steigt auf 9-Monatshoch (11. Februar 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
11.02.2016, 14:42  |  1552   |   |   

Energie: Der Brentölpreis erholte sich gestern leicht nach dem Einbruch am Vortag und halt sich somit weiter über der Marke von 30 USD je Barrel. WTI verbilligte sich dagegen weiter und handelt unterhalb von 27 USD je Barrel. Damit notiert WTI nur noch knapp über dem im Januar verzeichneten 12-Jahrestief. Die absolute und relative Preisschwäche von WTI erklärt sich mit dem Anstieg der Rohöllagerbestände in Cushing in der letzten Woche auf ein Rekordniveau von fast 65 Mio. Barrel, welcher gestern vom US-Energieministerium berichtet wurde. Die gesamten US-Rohölvorräte fielen zwar unerwartet um 754 Tsd. Barrel, liegen aber weiterhin nur knapp unter dem Rekordniveau und gut 130 Mio. Barrel über dem langjährigen Durchschnitt. Der Lagerabbau war nahezu ausschließlich auf einen deutlichen Rückgang der Rohölimporte um 1,1 Mio. Barrel pro Tag zurückzuführen. Da die Importe in dieser Woche voraussichtlich wieder steigen werden, dürfte es zu einem erneuten Aufbau der Rohölbestände kommen, zumal die Rohölverarbeitung der Raffinereien weiter fallen dürfte. Denn aufgrund der niedrigen Verarbeitungsmargen und der rekordhohen Benzinbestände haben inzwischen einige Raffineriebetreiber in den USA die Einschränkung der Benzinproduktion angekündigt. Zudem stehen mit dem näherrückenden Winterende die turnusmäßigen Wartungsarbeiten bevor. Im Vorjahr stiegen die Rohölbestände deshalb im Frühjahr kräftig. Ein stärkerer Rückgang der US-Ölproduktion könnte dies verhindern. Die in den letzten drei Wochen verzeichneten Rückgänge sind dafür allerdings nicht ausreichend.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CN97BJ Bull Oil WTI Light Crude Future Apr 2016 Hebel 19,7
CD2904 Bear Oil WTI Light Crude Future Apr 2016 Hebel 13,5

Edelmetalle: Der Goldpreis überwindet heute Morgen scheinbar mühelos die Marke von 1.200 USD je Feinunze und steigt in der Spitze auf ein 9-Monatshoch von 1.220 USD. Der Preisanstieg wird durch neuerliche ETF-Zuflüsse unterstützt. In den ersten acht Handelstagen im Februar ist genauso viel Gold in die ETFs geflossen wie im gesamten Januar. Zudem hatte die Fed-Vorsitzende Yellen gestern Abend während ihrer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats signalisiert, dass die US-Notenbank weitere Zinserhöhungen verschieben könnte, sollten die Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten andauern. Wie der World Gold Council heute Morgen berichtet, ist die globale Goldnachfrage im vierten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 1.117,7 Tonnen gestiegen. Dies entspricht dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Investmentnachfrage (+15%) sowie die Käufe von Zentralbanken (+25%). Diese haben das 20. Quartal in Folge Gold gekauft. Im Gesamtjahr 2015 lag die Goldnachfrage mit 4.212,2 Tonnen nur 14 Tonnen unter dem Niveau des Vorjahres, was nach einem schwachen Jahresstart auf ein starkes zweites Halbjahr zurückzuführen ist. Die niedrigen Preise haben in der zweiten Jahreshälfte 2015 zu einer deutlich höheren Nachfrage nach Münzen und Barren und für Schmuck geführt. Letztere erreichte mit 1.299,9 Tonnen den höchsten Wert für ein Halbjahr seit über einem Jahrzehnt. Auf Länderebene blieb China mit einer Gesamtnachfrage von 984,5 Tonnen der größte Konsument vor Indien (848,9 Tonnen). Für beide Länder sieht der World Gold Council in diesem Jahr bessere Nachfrageperspektiven als im letzten Jahr.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale

Industriemetalle: Die Metalle zeigen sich weiter mehrheitlich von ihrer schwachen Seite. Nickel fällt heute Morgen unter 7.900 USD je Tonne und verzeichnet damit den tiefsten Stand seit fast 13 Jahren. Das hauptsächlich in der Edelstahlindustrie verwendete Metall gab schon gestern um 2,6% nach und war damit mit Abstand der größte Verlierer unter den Industriemetallen. Seit Jahresbeginn steht hier mittlerweile ein Verlust von gut 10% zu Buche. Die Marktteilnehmer sind offenbar der Ansicht, dass die bislang angekündigten Produktionskürzungen nicht ausreichen, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und sich das von der International Nickel Study Group erwartete Angebotsdefizit in diesem Jahr nicht materialisiert. Auch haben sich die spekulativen Finanzinvestoren zuletzt bei Nickel zurückgezogen und ihre Netto-Long-Positionen drei Wochen in Folge deutlich reduziert. Dies verhindert derzeit unseres Erachtens eine (nachhaltige) Preiserholung. Aber je länger der Nickelpreis auf den aktuell niedrigen Niveaus bleibt, umso mehr Produktionskürzungen dürfte es wohl geben. Industriekreisen zufolge stehen vor allem australische Nickelproduzenten mit dem Rücken zur Wand, da sie mit die höchste Kostenstruktur aufweisen. Weitere Produktionskürzungen sollten den Nickelpreis unterstützen. Wir erachten den Preisrückgang als übertrieben und sehen deutliches Erholungspotenzial. In der Vergangenheit hat sich Nickel als das volatilste Industriemetall erwiesen.

WKN Typ Basiswert Merkmale

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Energie: Der Brentölpreis erholte sich gestern leicht nach dem Einbruch am Vortag und halt sich somit weiter über der Marke von 30 USD je Barrel. WTI verbilligte sich dagegen weiter und handelt unterhalb von 27 USD je Barrel. Damit notiert WTI nur …

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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