Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
DAX+1,11 % EUR/USD+0,20 % Gold-0,33 % Öl (Brent)0,00 %

Pleiten, Pech ... Goldman Sachs Upps, verzockt! Goldman Sachs geht mit fünf seiner sechs Wetten baden

12.02.2016, 14:46  |  8175   |   |   

Das Jahr ist noch keine sechs Wochen alt, doch für Goldman Sachs ist 2016 schon jetzt ein Desaster. Ganze fünf (!) seiner sechs Wetten des Jahres gingen bereits in die Hose. Nun zogen die Goldmänner die Reißleine.

Irren ist bekanntlich menschlich. Blöd nur, wenn man quasi mit seiner gesamten Jahresprognose daneben liegt. Und noch blöder, wenn man dann auch noch Goldman Sachs heißt. Aber es hilft alles nichts, die US-Großbank ist mit ihren Jahreswetten baden gegangen – und das, obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat.

In einer Anlegernotiz beichtet Chef-Kreditstratege Charles Himmelberg am Dienstag das Desaster. „Die Märkte haben in dieser Woche aggressiv Risiken verkauft, scheinbar aus Angst, die jüngste Verlangsamung des globalen Wachstums könnte sich in eine Rezession verwandeln“, zitiert ihn „Bloomberg“. Mit derartigen Panikverkäufen hat Goldman Sachs offenkundig nicht gerechnet. Die US-Großbank wurde eiskalt vom Börsenbeben überrascht und zieht nun die Reißleine: Fünf ihrer sechs Top-Positionen wurden inzwischen liquidiert – mit teils herben Verlusten.

Wette 1: Dollar wertet gegen Euro und Yen auf

Goldman Sachs glaubt an die Stärke der amerikanischen Währung. So sehr, dass die Bank davon ausging, der Dollar würde in diesem Jahr zehn Prozent gegenüber einem gleichgewichteten Korb aus Euro und Yen aufwerten. Pustekuchen! Stattdessen setzen sowohl die europäische als auch die japanische Währung zum Höhenflug an. Beide werten gegenüber dem Greenback auf, also genau das Gegenteil von der Goldman-Wette ist eingetreten. Die Goldmänner haben ihre Wette inzwischen kassiert und damit dem Bericht zufolge einen Verlust von circa fünf Prozent eingefahren.

Wette 2: (Mexikanischer) Peso und Rubel gegen Rand und (chilenischer) Peso

Nein, Goldman Sachs beweist in Sachen Devisen wahrlich kein glückliches Händchen. Im Gegenteil, auch die zweite Devisen-Wette ging gründlich schief. Laut Goldman Sachs sollte das Dreamteam aus mexikanischem Peso und russischem Rubel gegenüber dem Duo aus südafrikanischem Rand und chilenischem Peso auftrumpfen. Wahr wohl nichts, stattdessen stürzte der Rubel Anfang des Jahres auf ein neues Rekordtief (wallstreet:online berichtete) und beschert Goldman Sachs einen Verlust von 6,6 Prozent.

Wette 3: Weg mit Bundesanleihen, her mit italienischen Staatsanleihen

Im Vertrauen auf die magischen Kräfte Mario Draghis und seiner QE-Bazooka, setzte Goldman Sachs auf italienische Staatsanleihen. Die Wette: Die Anleihekäufe der EZB würden die Zinsdifferenz zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen verringern. Nun stehen leider ausgerechnet italienische Papiere im Epizentrum der derzeitigen Börsenturbulenzen. Die Sorge um eine drohende Pleiteserie der italienischen Banken (siehe hier) zieht auch die Staatsanleihen mit in die Tiefe. Deren Zinsen steigen entsprechend und verhageln Goldman Sachs die dritte Wette. Immerhin: die Bank scheint rechtzeitig die Reißleine gezogen zu haben, der Verlust ist mit 0,5 Prozent überschaubar.

Wette 4: US-Banken schlagen den S&P 500

Die vierte verlorene Wette ist zugleich die wohl schmerzlichste. Goldman Sachs prophezeite, dass sich die Aktien der US-Banken besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt, sprich der S&P 500. Leider entpuppt sich diese Wette als Griff ins Klo. Zwar schlagen die Banken tatsächlich den Markt, allerdings im negativen Sinne. Gerade Bankaktien werden in diesen Tagen an den Börsen verprügelt, kaum eine andere Branche muss mehr Federn lassen (Lesen Sie hierzu auch: Ausverkauf bei Bank-Aktien: "Die Angst vor einer neuen Bankenkrise geht um"). In Europa trifft es Deutsche Bank und Co., in den USA schmieren Citi, Bank of America und auch JP Morgan regelrecht ab. Von einer besseren Performance als der S&P 500 sind die US-Großbanken meilenweit entfernt. Das muss auch Goldman Sachs erkennen und gibt sich geschlagen. Wette gestrichen.

Wette 5: US-Inflation steigt

Ebenfalls gestrichen ist die Wette, dass es mit der US-Inflation bergauf gehen würde. Sehr zum Bedauern der Goldmänner will sich die Kaufkraft des amerikanischen Geldes einfach nicht mindern. Was soll’s, denkt sich Goldman Sachs und streicht auch hier die Segel.

Die letzte Hoffnung

Traurig, aber wahr – damit bleibt noch genau eine der sechs Goldman-Wetten im Rennen. Alle Hoffnungen der Bank ruhen nun auf 48 Exportunternehmen außerhalb des Rohstoffsektors, die gegen einen Korb aus Banktiteln der Schwellenländer bestehen sollen. Bislang läuft es ganz gut, die Position steht laut „Bloomberg“ 4,5 Prozent im Plus. Top, die Wette gilt …



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Avatar
morpheus83
12.02.16 17:09:05
Es trifft keinen Armen. Und wie heißt es so schön, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wie hervorragend die Arbeit von Analysten ist, sieht man einem 1 Jahr alten Artikel http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7391771-deutsche-b…. Kursziele von 32-26€, super, das ist die Hälfte bis 1/3 des jetzigen Wertes der Aktie.
Avatar
ClausSch
12.02.16 16:59:41
Gott ne, die arme Bank ,-)

Nicht mal mit den Kunden, die diesen Prognosen gefolgt sind, kann ich Mitleid haben. Denn wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.
Avatar
WUB2
12.02.16 16:09:13
Respekt.

Willkürlich zusammengewürfelte Baskets und/oder Referenzwerte die man mit anderen versucht in Korrelation zu setzen? Damit beschäftigen sich also die hochgelobten und noch höher bezahlten Talents?! Das ist nur noch krank und zeigt wie verzweifelt man versucht Boni via Retrtenprodukte die kein Mensch braucht und keinen Mehrwert, bis auf besagte Bonichancen und deren Tragen zum nächsten Bentleyhändler oder Hamptons-Makler, bringen.

Warum nicht gleich das Geld zu B-Win oder Bet-at-home tragen. Spart viele Arbeitsplätze, ist minstens ebenso weniger berechenbar, oder aber sogar besser, denkt man an die vielen Spielabsprachen.

GS wird aber sicher bald das nächste Schurkenstück einfallen um diese Verluste zu korrigieren.

Disclaimer

Pleiten, Pech ... Goldman Sachs Upps, verzockt! Goldman Sachs geht mit fünf seiner sechs Wetten baden

Das Jahr ist noch keine sechs Wochen alt, doch für Goldman Sachs ist 2016 schon jetzt ein Desaster. Ganze fünf (!) seiner sechs Wetten des Jahres gingen bereits in die Hose. Nun zogen die Goldmänner die Reißleine.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Europas größte ETP-Plattform

Erfahren Sie alles zum Thema Investieren in ETPs. Informieren Sie sich auf etfsecurities.com

Zum Leitfaden

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel