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K+S Abfallbeseitigung K+S Konzernchef und Aufsichtsratsvorsitzenden droht Strafverfahren

19.02.2016, 14:29  |  2033   |   |   

Am Mittwoch berichtete wallstreet:online über eine drohende Anklageerhebung gegen den K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner und dem K+S- Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Bethke wegen unerlaubter Abfallbeseitigung.

Diese Meldung sorgte für einige Diskussion im Forum des Portals. Mittlerweile bestätigte das Landgericht im thüringischen Meiningen den Eingang der Anklageschrift durch die ermittelnde Staatsanwaltschaft, machte zu den Angeschuldigten jedoch keine Angaben. Erst müsse der Eingang der Klageschrift beim DAX-Konzern eingegangen sein.

Nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ verdichten sich nunmehr die Hinweise, dass die beiden Top-Vertreter des Kasseler Rohstoffkonzerns auf der Liste der Verdächtigen, gegen die die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen gestern Anklage erhoben hat. Insgesamt soll die Staatsanwaltschaft gegen rund zwölf weitere K+S-Mitarbeiter sowie  drei Beamten des Thüringer Landesbergamtes Anklage erheben. In spätestens zwei Wochen soll die Anklage den Verdächtigen zugegangen sein. Dann wird das Landgericht Meinigen entscheiden, ob ein Hauptverfahren gegen die Beschuldigten eröffnet wird. Sollte es zur Anklage kommen, drohen den Verdächtigen Geldstrafen oder mehrjährige Haftstrafen.

Hintergrund K+S Laugenversenkung:

Im Jahr 2008 stellte die thüringische Gemeinde Gerstungen Strafanzeige gegen Unbekannt. Gegenstand des Vorwurfs ist der Verdacht, dass K+S sowie zuständige Beamten illegal Kalisalzlauge in den Boden des Gemeindegebietes gepresst beziehungsweise unrechtmäßig die Genehmigung dazu erteilt hätten. Laut „WirtschaftsWoche“ gehe K+S weiterhin davon aus, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig und die Vorwürfe unbegründet seien. Das Thüringer Landesbergamt hingegen wollte sich nicht äußern.

Auch im Bundesland Hessen sorgte die Laugenversenkung für rege Diskussion. So darf der Kasseler Düngelmittelkonzern ab 1. Dezember 2015 keine salzhaltige Abwässer mehr in den Boden leiten. Die hessischen Behörden haben die entsprechende Genehmigung für das Dax-Unternehmen nicht verlängert. Bislang konnte nicht ausgeschlossen werden, dass von der Salzlauge keine Gefahr für die Trink- und Grundwasserbrunnen ausgeht. Wie die „Osthessen News“ berichten, sind von der hessischen Landesregierung auch die Planungen für die Oberweserpipeline gestoppt worden. Über die insgesamt 135 Kilometer lange Pipeline soll Salzabwasser aus der Kaliproduktion von K+S in Osthessen und Thüringen direkt in die Weser geleitet werden. Die "Osthessen News" haben zudem ein Statement des Bürgermeisters von Gerstungen, Werner Hartung, veröffentlicht. Laut Gemeindebeschluss mache Gerstungen Schadenersatzforderungen gegenüber dem Land Hessen, der K+S Kali GmbH, der K+S AG sowie Rechtsanwälten von K+S geltend (mehr dazu hier).

Wertpapier: K+S


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Kommentare

Wenn man möglicherweise fliegende Zaunpfähle mit ollen Kamellen verwechselt sollte man sich bei contact gegebenfalls zumindest kaum darüber beschweren können diesbezüglich nicht ausreichend genug vorgewarnt worden zu sein.
"Antrag für die nächste Hauptversammlung:

Analystenschätzungen zufolge wird die von K+S für 2015
etwa 1,10 E betragen.
Ich beantrage, die Dividendenauschüttung auf 0.10 E pro Aktie zu begrenzen.
Der Rest wird zwingend verwendet für Aktienrückkauf unterhalb des im Geschaftsberichtes 2015 veröfftenlichten Buchwertes.
In erster Linie sollen Aktien in der Größenordnung dem Markt entnommen werden,
die Leerverkäufer vom Zeitpunkt der nächsten Hauptversammlung zusätzlich
an den Markt bringen.
Der Sinn des Aktienrückkaufes soll erstens sein, den Leerverkaufseffekt der Kursminderung zu neutralisieren und zweitens den Buchwert der Aktie entsprechend zu steigern.

Einmal eingezogene Aktien werden behalten und keinesfalls unterhalb des Buchwertes wieder verkauft, weder am freien Markt noch an interessierte Großinvestoren.

Sollte sich der Kurs fängerfristig bis zur nächsten Hauptversammlung oberhalb des Buchwertes stabilisieren, wird die nicht benöitgte Summe der nächsten Dividendenausschüttung zugeschlagen und diese damit entsprechend erhöht."
Zitat von NachrichtenAm Mittwoch berichtete wallstreet:online über eine drohende Anklageerhebung gegen den K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner und dem K+S- Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Bethke wegen unerlaubter Abfallbeseitigung. Mittlerweile bestätigte das Landgericht...

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wie oft noch den gleichen mist einstellen?
Steiner sollte die Produktion in Deutschland
gründlich herunter fahren. Ab herbst wird in Canada produziert.
Da muss er Deutschlands Werra nicht noch mit Salz befrachten und
und das Grundwasser auch nicht.

Die Beschäftigten können sich ja das Geld beim Arbeitsamt abholen.

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