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Strategien zur Vermögensrettung 2008 war "nur ein Schneesturm" - Jetzt erst beginnt die Eiszeit!

22.02.2016, 13:01  |  3664   |   |   

Viele Beobachter vergleichen die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten mit dem Auftakt zur Finanzkrise 2008. „Das war nur ein kurzer Schneesturm“, sagt Dr. Daniel Stelter. Der Makroökonom sieht eine lange ökonomische Eiszeit heraufziehen.

In seinem gerade erschienenen Buch "EISZEIT IN DER WELTWIRTSCHAFT" macht er den Zusammenhang zwischen immer weiter steigender Verschuldung und wirtschaftlicher Stagnation deutlich und empfiehlt Strategien zur Vermögensrettung.

Immanente Nebenwirkungen der Politik des immer billigeren Geldes

„Die letzten 30 Jahre waren nicht die Norm, sondern die Ausnahme – die Ausnahme eines Aufstiegs auf einen Gipfel der Finanzmarktpreise, angetrieben durch eine einmalige Kombination immer billigeren Geldes, steigender Verschuldung, abnehmender Regulierung, Globalisierung der Weltwirtschaft und geburtenstarker Jahrgänge. Alle diese Trends finden heute ein Ende“, schreibt Dr. Daniel Stelter in seinem neuen Buch "EISZEIT IN DER WELTWIRTSCHAFT". Die Krise von 2008 war keine „normale“ Krise. Es war der Beinahe-Kollaps unseres Wirtschaftssystems, das von immer mehr und immer billigeren Schulden abhängt. Regierungen und Notenbanken der westlichen Welt verhinderten den Systemkollaps durch eine lebensverlängernde Finanzspritze nach der anderen. Damit verursachten sie eine anhaltende Stagnation – die „Eiszeit“.

Wie in seiner Denkfabrik „Beyond the obvious“ empfiehlt der Makroökonom und Strategieberater den harten Weg einer Sanierung durch Schuldenschnitte. Die bisherige Politik des immer billigeren Geldes habe deutlich zu viele negative Nebenwirkungen. Doch Stelter glaubt nicht daran, dass die Politik in der Lage sein wird, die damit verbundenen Härten zu vermitteln und durchzusetzen. Deshalb müssen wir uns auf eine lang andauernde Krise einstellen – mit schwachem Wachstum, weiterhin hoher Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern, durch Fehlanreize geschaffene Überkapazitäten, durch billiges Geld am Leben erhaltene „Zombie-Unternehmen“ und weiter fallenden Preisen. Geht den Notenbanken irgendwann die Munition aus, drohen Währungskriege, Deflation und ein Zerfall des Euros. Auch das gegenteilige Szenario einer durch den Glaubwürdigkeitsverlust ausgelösten Hyperinflation und der Notwendigkeit eines neuen Geldsystems denkt Stelter in seinem Buch zu Ende.

Vier Szenarien: Depression, Schuldenschnitt, Vermögensabgabe, Inflation

Die Weltwirtschaft ist erstarrt. Mit negativen Konsequenzen für unsere Privatvermögen, die langsam aber sicher schrumpfen. Was kann man tun, um sein Geld zu retten? Wie bewahrt man den Überblick und schützt sich vor Boom- und Doompropheten, die vor allem auf ihre Provision aus sind? Stelter umreißt die vier wahrscheinlichsten Entwicklungsszenarien, auf die man sich in naher Zukunft einstellen sollte: Große Depression, Sanierung durch Schuldenschnitte, Vermögensabgaben und Inflation. Daraus leitet er rationale Strategien ab, die helfen die Vermögen zu erhalten. Für Stelter ist klar: Vermögenserhalt ist das vorrangige Ziel in der Krise. Um in der Eiszeit nicht zur erfrieren, muss man das Portfolio krisensicher machen. Stelter zeigt konkret, wie das gelingen kann.

Dr. Daniel Stelter, der sich mit vorangegangenen Büchern und Beiträgen zur Schuldenkrise als unabhängige Stimme der Wirtschaft profilierte, hat eine Anleitung zum Selberdenken in der Wirtschaftskrise geschrieben. Sein sehr klarsichtiges, aber keineswegs alarmistisches Buch ist für Kleinanleger gleichermaßen interessant wie für Anleger mit großem Vermögen. Wer Stelters Grundsätzen folgt, hat gute Chancen, die schwierige Phase einigermaßen unbeschadet zu überstehen.

Krisensichere Anlagestrategie - Was tun?

Bereits in seinem Kernszenario der Eiszeit drohen den Anlegern erhebliche Vermögensverluste. „Das Dilemma ist, dass die Nullzinspolitik einerseits dafür sorgt, dass mit sicheren Bundesanleihen das Vermögen nicht zu erhalten ist, und gleichzeitig die Vermögenspreise inflationiert. Wir brauchen also eine neue Strategie der Kapitalanlage“, so Stelter. Die Geschichte, zumindest der Zeitraum der vergangenen 30 Jahre, der üblicherweise von Anlageberatern zitiert werde, tauge nämlich nicht als Ratgeber. Insofern könne es zwar einzelnen Anlegern vielleicht gelingen, durch richtiges „Timing“ noch Gewinne zu erzielen. Für den großen Rest komme es jedoch darauf an, Verluste zu vermeiden und Kosten zu senken. Immerhin dauert es bei drei Prozent jährlichem Ertrag zwölf Jahre, um einen Verlust von 30 Prozent aufzuholen. Statt zur Kostensenkung die in Mode gekommenen Indexfonds zu verwenden, empfiehlt Stelter, sich selber um sein Portfolio zu kümmern. „Vor dem Hintergrund der beschriebenen Szenarien wird die aktive Auswahl von Aktien oder Anleihen eine größere Bedeutung erlangen.“

Diversifikation und nochmal Diversifikation

Stelter stellt den bekannten Grundsatz der „Diversifikation“ in den Mittelpunkt seiner Anlagestrategie. Für den langfristigen Kapitalerhalt brauche es die vier Komponenten Liquidität, produktives Vermögen, beleihungsfähiges Eigenkapital und eine krisenfeste Währung. Alles am besten noch überregional gestreut. Damit landet man unweigerlich bei einer gleichgewichtigen Aufteilung des Vermögens zwischen Aktien, Anleihen, Gold, Bargeld und Immobilien.

Was über andere – weniger unabhängige – Anlageratgeber hinausgeht, ist Stelters Analyse, wie sich die verschiedenen Szenarien auf die verschiedenen Komponenten auswirken. So lese man zwar immer wieder von vermeintlich inflationsbeständigen „realen Werten“ wie Weine, Whiskeys oder Wiesen. Stelters Fazit ist jedoch, dass solche Investments – dazu zählt er auch Kunst – im Krisenfall eben doch nur schlecht zu Geld zu machen sind und deshalb kein beleihungsfähiges Eigenkapital darstellen. Gold hingegen hält er für eine Versicherung, die in jedes Portfolio gehöre. Die Risiken eines Euro-Zerfalls minimiere man am besten, indem man Anleihen der Peripherie sowie Aktien von Banken und Lebensversicherungen vermeide und andere Währungen beimische.

Wer den Eindruck erweckt, die „Wunderformel“ für den Kapitalerhalt zu haben ist entweder ein Hellseher oder ein Scharlatan. Stelter tippt auf Letzteres und empfiehlt deshalb einen kühlen Kopf und Disziplin: Diversifikation und straffes Kostenmanagement sind die Schlüssel zum Erfolg.



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Strategien zur Vermögensrettung 2008 war "nur ein Schneesturm" - Jetzt erst beginnt die Eiszeit!

Viele Beobachter vergleichen die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten mit dem Auftakt zur Finanzkrise 2008. Das greift viel zu kurz, sagt Dr. Daniel Stelter. Uns steht eine lange ökonomische Eiszeit bevor. Es drohen erhebliche Vermögensverluste. Was tun?

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