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Der DAX und seine techn. Bärenmärkte – Technische Analyse Spezial vom 25.02.2016
Foto: www.commerzbank.de

Der DAX und seine techn. Bärenmärkte – Technische Analyse Spezial vom 25.02.2016

Gastautor: Achim Matzke
25.02.2016, 12:56  |  1683   |   |   

Diese DAX-Baisse hat bisher den Charakter einer Zwischen-Baisse
Ein Blue-Chip-Index befindet sich in einer technischen Baisse – einem Bärenmarkt – wenn er von seinem Kurshoch mehr als 20,0% zurückgefallen ist. Innerhalb eines Hausse-Zyklus mit mehrjährigen, sehr ausgeprägten Kursgewinnen kann es sich hierbei auch um eine sogenannte „Zwischen-Baisse“ handeln, ohne dass der Hausse-Zyklus bereits beendet ist. Unter Berücksichtigung der Situation bei den Umfeldfaktoren kann man verschiedene Bärenmärkte unterscheiden. Eventgetriebene Baissen, die durch einen externen Schock ausgelöst wurden und zumeist nur kurz sind. Baissen, die im Regelfall von Rezessionen / Leitzinserhöhungszyklen begleitet sind und oft viel Zeit in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gibt es noch strukturelle Baissen, die durch ausgeprägte Kursverluste auffallen. Bei der aktuellen DAX-Baisse gibt es eine gute Chance, dass es sich „nur“ um eine Zwischen-Baisse handelt.

DAX: Statistik der Bärenmärkte seit 1960
Beim DAX und seinen indextechnischen Vorläuferindizes kam es von 1960 bis heute – neben der aktuellen Situation – bereits zu 12 Bärenmärkten. Im Schnitt trat der DAX 310 Tage nach Erreichen seines alten Kurshochs mit einem Kursrückgang von 20,0% in eine technische Baisse ein. Der durchschnittliche Gesamtverlust der DAX-Baissen betrug ca. 39% und diese Baissen dauerten im Schnitt 585 Kalendertage. Besonders die beiden Baisse-Zyklen, der Baisse-Zyklus von 1960 bis 1967 (nach einem Hausse-Zyklus von 1948 bis 1960) und der von 2000 bis 2003 (nach dem Hausse-Zyklus von 1982 bis 2000) verzerren mit ihrer weit überproportionalen räumlichen und zeitlichen Ausdehnung die Statistik der Bärenmärkte. Der DAX, der seine letzten All-Time-Highs am 10.04.2015 bei ca. 12391 Punkten erreichte, fiel am 24.08.2015 nach 136 Tagen in die aktuell laufende Baisse. Diese hat bislang einen Kursverlust von knapp 30% eingebracht und dauert mittlerweile 320 Tage.

DAX: Bärenmärkte und die antizyklische 30%-Investmentstrategie
Seit 1960 hat der DAX in den 12 Bärenmärkten insgesamt zehn Mal mehr als 30,0% verloren. Aus technischer Sicht liegt nach derartigen Kursverlusten eine mittelfristig stark überverkaufte Lage vor, was eine antizyklische technische Investmentstrategie nahelegt. Da die aktuelle Lage nicht auf einen „Baisse-Zyklus“ wie ab 1960 bzw. ab 2000 hindeutet, zeigt die historische Erfahrung der anderen Baissen, dass das weitere Abwärtspotenzial der derzeitigen Baisse begrenzt sein sollte. Mit Blick auf die räumliche Ausdehnung ist der aktuelle Bärenmarkt bereits gut vorangekommen. Auch wenn eine antizyklische 30%-Investmentstrategie nicht den genauen Tiefpunkt des Bärenmarktes treffen sollte, dürfte der Einstieg im räumlichen Umfeld der Tiefkurse liegen. Mit Blick auf die zeitliche Ausdehnung ist die aktuelle DAX-Baisse noch als unterdurchschnittlich einzustufen, sodass die Herausbildung einer technischen Bodenformation noch Zeit brauchen sollte.

Aktuelle Lage: Viele technische Risiken eingearbeitet
Nach dem sehr dynamischen Kursanstieg auf die All-Time-Highs um 12391 Punkte im April 2015 startete der DAX zunächst eine Korrektur, die den Index auf die 200-Tage-Linie führte. Mit dem Rutsch darunter im August 2015 auf die Zwischenlows um 9325 Punkte trat der DAX in eine Baisse ein. Aus charttechnischer Sicht war der Index damit in die alte Trading-Range (gestaffelte Support: 8900 – 9000; gestaffelte Resistance: 9850 – 10100), die aus dem Jahr 2014 stammt, zurückgefallen. Aufgrund der kurzfristig überverkauften Struktur kam es im DAX danach zu einem klassischen Recovery bis in den Bereich der 200-Tage-Linie, bevor eine neue mittelfristige Abwärtsbewegung bis auf 8699 Punkte einsetzte. Im Umfeld des zentralen, seit März 2009 bestehenden Hausse-Trends, der zurzeit bei ca. 8700 Punkten liegt, startete der DAX aufgrund der erneut überverkauften Lage ein noch intaktes Recovery, das den Index wieder in die alte Trading-Range geführt hat. Die verschiedenen Support-Zonen (zuerst 8900 – 9000; danach um 8700; bei 8355 und dann bei 8000 – 8150) zeigen, dass die laufende Baisse nach unten gut abgesichert ist. Gleichzeitig hat die sehr hohe Volatilität im Index eine technische Formation geschaffen, die für den Abschluss der technischen Baisse zurzeit eine ungünstige Form aufweist. Einerseits müsste der DAX weiter deutlich steigen, um den Baisse-Trend, dessen Trendlinie aktuell um 11150 Punkte liegt, zu überwinden. Dann wäre aber ein nicht unbedeutender Teil der neuen Aufwärtsbewegung bereits abgearbeitet, bevor es zu einem neuen Investment-Kaufsignal kommt. Andererseits – und dies ist die erwartete technische Variante für die kommenden Wochen – steckt der DAX innerhalb eines volatilen Trading-Marktes innerhalb des intakten Baisse-Trends und unterhalb der fallenden 200-Tage-Linie fest. Erst wenn der Index die alte Trading-Range mit ihrer Gesamtausdehnung von 8900 bis 10100 Punkte verlässt, ändert sich die mittelfristige Lage.

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Gastautor

Achim Matzke leitet den Bereich Technische Analyse & Index Research bei der Commerzbank. Nach dem Mathematik- und BWL-Studium startete er 1990 seine berufliche Karriere bei der Commerzbank. Er ist mit seinem Team maßgeblich für die Technische Analyse sowie die Erstellung von Prognosen und Strategien mit dem Schwerpunkt auf deutsche und europäische Aktien und Aktienindizes verantwortlich. 2014 wurde Achim Matzke von Thomson Reuters Extel Surveys erneut zum besten Analysten des Jahres für deutsche Aktien gewählt.

Achim Matzke ist in Printmedien (z.B. FAZ, Handelsblatt) ebenso als kompetenter Kolumnist tätig wie im TV als Interviewpartner bei ARD, CNBC und natürlich regelmäßig bei ideasTV.

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