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Euro fondsxpress Kommt das Verbot für verkappte Indextracker?

Gastautor: Jörn Kränicke
26.02.2016, 14:52  |  1167   |   |   

Jüngst sorgte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) für Furore. Die Aufseher haben in einer Studie 2600 aktive Aktienfonds mit ihren Vergleichsindizes verglichen. Und fünf bis 15 Prozent der Fonds, die Anlegern aktives Management verkaufen, würden tatsächlich nur den Index abbilden. Für Leute, die sich mit der Materie auskennen, sind das keine News. Tatsächlich dürfte die Zahl der Fonds, dies sich nahe am Index orientieren, je nach Anlageregion, viel höher sein. Die Kritik der ESMA daran, ist in der Tat berechtigt.

Doch die Diskussion, die nun in die Richtung geht, solche Fonds zu verbieten oder die Gesellschaften zu bestrafen, ist die falsche. Solche Produkte fallen sowieso schon durch schlechte Performance auf. Da stellt sich eher die Frage, was könnte man tun, damit keiner mehr solche Rohrkrepierer kauft? Hier könnte die Regulierung ansetzen und fordern, dass Out- und Underperformance auf dem Factsheet anzugeben sind. Das wäre sinnvoller, als von jedem Manager zu verlangen, dass er aktiv handelt. Denn „aktiv managen“ heißt nicht unbedingt gute Entscheidungen zu treffen. Und durch den Siegeszug der ETFs wird den verkappten Indexfonds das Leben sowieso immer schwerer gemacht. 

Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen Jörn Kränicke, Chefredakteur



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