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IG Metall sieht Metall- und Elektroindustrie vor Nachwuchsproblemen

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
28.02.2016, 14:14  |  515   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die IG Metall sieht Deutschlands Vorzeigebranche, die Metall- und Elektroindustrie, vor erheblichen Nachwuchsproblemen. Die Ausbildungsquoten seien zwar stabil, aber viel zu niedrig, um zukünftigen Fachkräfteengpässen vorzubeugen, heißt es in der Ausbildungsbilanz 2015 der IG Metall, über den die "Welt" berichtet. Ausdrücklich gelobt wird darin der Maschinenbau - mit einer Ausbildungsquote von 6,6 Prozent ist die mittelständisch geprägte Branche Spitzenreiter im Organisationsbereich der Gewerkschaft.

Schlusslicht in Sachen Ausbildung ist die Automobilindustrie mit einer Quote von nur 4,1 Prozent. "Wir appellieren an alle Metallbranchen, dem Maschinenbau nachzueifern", sagte IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban der "Welt". "Wenn die Ausbildungsquote von 6,6 Prozent im Maschinenbau als Benchmark genommen wird, würden allein im Organisationsbereich der IG Metall mehr als 60.000 zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen", rechnete Urban vor. "Das wäre ein Riesensprung. Der Maschinenbau zeigt, dass es möglich ist." Den anderen Branchen warf der IG-Metall-Vorstand vor, aufgrund von kurzfristigen Gewinninteressen die Ausbildung junger Leute zu vernachlässigen. "Investitionen in Bildung zahlen sich erst mittelfristig aus, die sind jetzt unter die Räder geraten", sagte Urban. Neben der "Vorherrschaft der Kurzfristökonomie" in den börsennotierten Konzernen trage auch die Attraktivität der großen Unternehmen als Arbeitgeber zur mangelnden Ausbildungsbereitschaft bei. Sie verließen sich einfach darauf, dass in Mittelstandsbetrieben ausgebildet wird und profitierten später von diesen Anstrengungen: "Die Unternehmen zahlen gut, die Arbeitsplätze sind sicher, und sie setzen darauf, Fachkräfte aus anderen Branchen an sich zu binden." Während der Maschinenbau mit rund einer Million Beschäftigten 70.000 junge Leute ausbildet, sind es in der ähnlich großen Automobilindustrie mit rund 860.000 Beschäftigten nur 35.000 Auszubildende. Im mittelständisch geprägten Maschinenbau gebe es dagegen eine andere Unternehmenskultur, die individuelle Qualifikation stärker wertschätze, lobte Urban. Zudem hätten die Mittelständler erkannt, dass sie Fachkräfte bräuchten, um "beim Digitalisierungsschub ganz vorne mitmischen zu können".


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