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K+S Laugenversenkung Pure Gewinnsucht? Staatsanwalt fordert von K+S runde 325 Millionen Euro

02.03.2016, 14:27  |  3502   |   |   

Mitte Februar hat die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen Anklage gegen hochrangige K+S-Manager und Behördenmitarbeiter erhoben. Der Vorwurf: auf gemeinschaftlich begangene Gewässerverunreinigung. Im Zuge der Anklage fordert die Staatsanwaltschaft nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ eine Abschöpfung von Einnahmen des Kasseler Rohstoffkonzerns in der Höhe von rund 325 Millionen Euro.

Durch die rechtswidrige Versenkung von rund 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabfällen habe K+S mehr Kalidünger produzieren können. Der Marktwert werden von der Staatsanwaltschaft  mit 325 Millionen Euro beziffert. Laut WiWo will sich K+S nicht äußern. Allerdings ließ der Kaliproduzent verlauten, dass nach der Erhebung einer Anklage zunächst in einem Zwischenverfahren vom zuständigen Gericht über deren Zulassung zu entscheiden sei.

K+S-Chef  Norbert Steiner und seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Bethke wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der Salzabfälle unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen zu erlangen. Alternative Entsorgungsmöglichkeiten der Salzabfälle hätten sie aus Kostengründen verworfen und aus Gewinnsucht gehandelt, so die „WirtschaftsWoche“ weiter. K+S wollte sich dazu nicht äußern.

Nun werde innerhalb der kommenden drei Monate über die Zulassung der Anklage entscheiden. Insgesamt beschuldigt die Staatsanwaltschaft Meinungen 14 frühere und heutige K+S-Mitarbeiter sowie drei Behördenmitarbeiter der gemeinschaftlich begangenen Gewässerverunreinigung.

K+S Aktie im Minus

Die Papiere von K+S notieren aktuell bei einem Kurs von 19,77 Euro mit 2,56 Prozent im Minus - nur eine leichte Erholung vom aktuellen Tagestief bei 19,59 EUR. Über das Jahr gesehen, verlor die K+S-Aktie 29,91 Prozent.

Hintergrund K+S Laugenversenkung:

Im Jahr 2008 stellte die thüringische Gemeinde Gerstungen Strafanzeige gegen Unbekannt. Sowohl K+S sowie zuständige Beamte sollen illegal Kalisalzlauge in den Boden des Gemeindegebietes gepresst bzw. unrechtmäßig die Genehmigung dazu erteilt haben. Laut einem früheren Bericht der „WirtschaftsWoche“ gehe K+S weiterhin davon aus, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig und die Vorwürfe unbegründet seien. Das Thüringer Landesbergamt hingegen wollte sich nicht äußern (mehr dazu hier). 

Auch im Bundesland Hessen sorgte die Laugenversenkung für rege Diskussion. So darf der Kasseler Düngelmittelkonzern ab 1. Dezember 2015 keine salzhaltige Abwässer mehr in den Boden leiten. Die hessischen Behörden haben die entsprechende Genehmigung für das Dax-Unternehmen nicht verlängert. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass von der Salzlauge nicht doch eine Gefahr für die Trink- und Grundwasserbrunnen ausgeht. Wie die „Osthessen News“ berichten, sind von der hessischen Landesregierung auch die Planungen für die Oberweserpipeline gestoppt worden. Über die insgesamt 135 Kilometer lange Pipeline soll Salzabwasser aus der Kaliproduktion von K+S in Osthessen und Thüringen direkt in die Weser geleitet werden. Die "Osthessen News" haben zudem ein Statement des Bürgermeisters von Gerstungen, Werner Hartung, veröffentlicht. Laut Gemeindebeschluss mache Gerstungen Schadenersatzforderungen gegenüber dem Land Hessen, der K+S Kali GmbH, der K+S AG sowie Rechtsanwälten von K+S geltend.

Wertpapier: K+S

Themen: Euro, Staat, Behörden


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K+S Laugenversenkung Pure Gewinnsucht? Staatsanwalt fordert von K+S runde 325 Millionen Euro

Mitte Februar hat die Staatsanwaltschaft Meiningen Anklage gegen hochrangige K+S-Manager und Behördenmitarbeiter erhoben. Aufgrund gemeinschaftlich begangener Gewässerverunreinigung fordert diese nun rund 325 Millionen Euro.

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