Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
DAX-1,09 % EUR/USD-0,40 % Gold+0,47 % Öl (Brent)-1,41 %

Der Traum vom Gold Gold falsch, Geld weg! Anklage gegen BWF-Verantwortliche erhoben

04.03.2016, 16:53  |  8843   |   |   

„Clever investieren mit Gold“ - damit warb die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF) auf ihrer Internetseite um die Gunst und vor allem das Geld der Anleger. Für nur 2.000 Euro (Grenze nach oben offen) sollten die Investoren von einer möglichen Steigerung des Goldpreises profitieren. Eine jährliche Rendite von anfänglich vier und später bis zu 6,5 Prozent Rendite sollte zusätzlicher Anreiz sein. Versprochen wurde eine (sichere) Wette auf den Goldpreis.

In der Theorie lautete das so: Die BWF verkauft Gold an Privatanleger und verspricht, dies zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis zurückzukaufen. Die Lagerung des Edelmetalls sollte vor Ort erfolgen. Klingt zu schön um wahr zu sein...

Und in der Praxis? Da klingelte im Februar vergangenen Jahres erst einmal die Staatsanwaltschaft bei der BWF. Der Vorwurf: gewerbsmäßiger Betrug und Verstoß gegen das Kreditwesengesetz "durch ein Anlageprodukt, in dem potentiellen Anlegern der Ankauf von Gold suggeriert worden war", hieß es in einer Polizeimeldung. Gut ein halbes Jahr später, im September 2015, wurden vier Haftbefehle gegen die maßgeblichen Verantwortlichen der beteiligten Firmen im Alter von 45 bis 67 Jahren vollstreckt.

Wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ aktuell berichtet, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen sechs Verantwortliche aus dem BWF-Netzwerk erhoben. Sollte sich der Vorwurf des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs bestätigen, drohen den Angeklagten Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren. Zwar müsse das Gericht noch prüfen, ob es die Anklage zulässt. Doch daran dürfte kaum ein Zweifel bestehen. Drei der sechs Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft, darunter ein Ehepaar, das als Kopf der BWF-Stiftung gilt. Ein vierter Angeschuldigter erhielt Haftverschonung. Zwei weitere sind auf freiem Fuß.

Der Traum vom Gold… Verpufft!

Rund 6.500 Anleger sollen rund 57 Millionen Euro in den Traum vom Gold gesteckt haben. Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes Berlin wurde ein zweistelliger Millionenbetrag dieser Anlegergelder „nicht zum Ankauf von physischem Gold und somit vertragswidrig und betrügerisch verwendet“, ließ die Staatsanwaltschaft Berlin im September vergangenen Jahres verlauten. Bei einer ersten Durchsuchung im Februar wurden insgesamt rund vier Tonnen "angebliches Gold" sichergestellt. Bereits damals wurde nicht ausgeschlossen, dass es sich lediglich zu einem sehr geringen Teil um echtes Gold handelt. Darauf folgende Tests der Bundesbank ergaben laut „Capital“, dass e sich nur bei 324 Kilogramm um echtes Gold handelte. Und der Rest? Tja, das war mit einem hauchdünnen Goldfilm überzogenes Füllmaterial. Mindestens 30 Millionen Euro sind verschwunden.

Wertpapier: Gold

Themen: Geld, Gold, Anleger, Betrug


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Avatar
capitolist
05.03.16 22:51:00
324 Kg,...also,sehr dünn angemalte Goldbarren?
Ohje,auch wenn das Schwindeln und Betrügen,so lange der Euro noch da ist für unsere Politik sehr nützlich zu sein scheint,wenn sich das wirklich bewahrheitet,dann ist aber schluss mit Lustig,ich denke,bei so einem groben,vorsätzlichen Betrug,sollte man schon einmal darüber nachdenken,ob ein Stiftungsrecht,oder ggf eine GMBH,oder sonst irgendeine Gesellschaftsform die Verantwortlichen vor einer privaten Haftung schützen sollte,ich denke nämlich,es hat Grenzen zu haben,auch,wenn in diesem Falle wohl damit zu rechnen ist,dass das geld wohl nicht wieder auftaucht,jemand der die Anleger dermaßen verarscht,der sollte auch nicht so schnell wieder auftauchen,das ist einfach alles,womit man diese,unsere Gesellschaft noch schützen kann,ich glaube langsam,sonst drehen die Leute noch durch !
Ein paar Jahre Ostereier bepinseln sollten hierbei dann schon rauskommen,...unglaublich !

Disclaimer

Der Traum vom Gold Gold falsch, Geld weg! Anklage gegen BWF-Verantwortliche erhoben

Versprochen wurde eine Wette auf den Goldpreis. Doch der schöne Traum vom Gold verpuffte, als die Staatsanwaltschaft die Bühne betrat. Das Gold? Nur dünn beschichtete Füllmasse! Und das Geld? Größtenteils weg. Nun könnte es vor Gericht weitergehen.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Europas größte ETP-Plattform

Erfahren Sie alles zum Thema Investieren in ETPs. Informieren Sie sich auf etfsecurities.com

Zum Leitfaden

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel