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Rohstoffinvestoren weiten Agrar-Shorts aus, Long auf Kupfer - CoT-Report

Nachrichtenquelle: Shareribs
07.03.2016, 09:03  |  1003   |   |   
New York 07.03.2016 - Die spekulativen Finanzinvestoren haben zuletzt ihre Netto-Shorts auf Agrarrohstoffe wieder deutlich ausgeweitet. Bei Kupfer hingegen sind die Investoren erstmals seit Oktober wieder netto long.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag in den USA mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Haltung gegenüber zwölf, in den USA gehandelte, Rohstoffe in der Woche bis zum 1. März revidiert. So sind die Investoren nun wieder mit 40.951 Kontrakten netto-shorts, nachdem eine Woche zuvor noch 51.795 Netto-Longs standen.

Gerade gegenüber den Agrarrohstoffen sind die Marktteilnehmer sehr zurückhaltend, während sich die Stimmung gegenüber Kupfer in den vorangegangenen Wochen nachhaltig verbesserte. Auch bei Rohöl stieg die Zahl der Netto-Longs deutlich.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Gold ging in der vergangenen Woche um 0,8 Prozent auf 122.539 Kontrakte zurück. Der Goldpreis stieg in den vergangenen Wochen deutlich, auf Sicht des Jahres steht ein Plus von 19 Prozent, bedingt durch eine gestiegene Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen. Am Freitag erreichte der Goldpreis ein 13-Monatshoch, konnte diese Kursgewinne aber nicht halten, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten positiv interpretiert wurden. Dort wurden im Februar 242.000 Arbeitsplätze geschaffen, die Arbeitslosenrate stagnierte bei 4,9 Prozent. Aus technischer Sicht hat sich Gold aus dem Bärenmarkt bewegt. Diese Aufwärtsbewegung basierte auf der Sorge vor einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums. In den USA hatte die Sorge dazu geführt, dass vermehrt auf eine Verzögerung bei der Leitzinserhöhung gesetzt wurde. Der Chef der Federal Reserve Bank von Texas sagte am Freitag, dass er nicht davon aus ausgehe, dass die US-Wirtschaft wieder in die Rezession rutscht.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Silber sank um fünf Prozent auf 45.241 Kontrakte, bei Palladium war ein Rückgang um 17,4 Prozent auf 4.140 Kontrakte zu beobachten und die Zahl der Netto-Longs auf Platin stieg um 10 Prozent auf 20.175 Kontrakte.

Bei Kupfer hat sich die Stimmung zuletzt weiter verbessert. Die Marktteilnehmer sind erstmals seit Ende Oktober wieder netto long. Der Kupferpreis kletterte in der vergangenen Woche an der LME so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Zudem erreichte Kupfer zeitweise 5.059 USD/Tonne und damit das höchste Niveau seit November 2015. Das rote Metall wurde getrieben aus einer Mischung verschiedener Faktoren, wie dem festeren Aktienmarkt, der Erholung der Ölpreise und dem schwächeren US-Dollar. Mittelfristig könnte es nach Ansicht einiger Analysten für Kupfer weiter nach oben gehen, bedingt durch Produktionskürzungen bei Kupfer. Die HSBC teilte mit, dass die Reduktion der Produktion die Kupferpreise bis zum Jahr 2017 moderat steigen lassen könnte. Die Zahl der Netto-Longs auf Kupfer lag bei 5.957 Kontrakten, nach 2.095 Netto-Shorts in der Vorwoche.

Die Ölpreise kletterten seit Mitte Februar massiv, was zu einem Anstieg der Netto-Longs auf US-Rohöl um 22,5 Prozent auf 135.440 Kontrakte führte. Die Marktteilnehmer setzen auf eine Verringerung des Angebots, was bereits im Vorfeld des tatsächlichen Ereignisses einen Anstieg der Preise zur Folge hat. Die OPEC und Russland diskutieren über eine Deckelung des Angebots, im März werden weitere Gespräche stattfinden. Der Ölminister Nigerias hofft auf ein Preisniveau von 50 USD/Barrel. Die Förderung in den USA ist in der vergangenen Woche wieder reduziert worden, die Zahl der laufenden Förderanlagen sank um acht auf 392, wie Baker Hughes mitteilte.

Deutlich negativer stellt sich die Lage bei den Agrarrohstoffen dar. Die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen wurde um 8,9 Prozent auf 107.477 Kontrakte ausgeweitet. Die Marktteilnehmer erwarten ein hohes Angebot, nicht aber eine Zunahme der Nachfrage. Bei den Sojabohnen sieht es ähnlich aus, die Zahl der Netto-Shorts wurde nahezu vervierfacht, von 22.059 auf 81.459 Kontrakte ausgeweitet. Die Zahl der Netto-Shorts auf Mais stieg um 51,7 Prozent auf 203.837 Kontrakte.


Quelle: CFTC / shareribs.com



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