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Der Fall Uwe Barschel Kein Suizid! Chefermittler kontert Rechtsmediziner - Bruder stellt Strafanzeige

09.03.2016, 15:19  |  4069   |   |   

Vor einem Monat kochte die Geschichte rund um den Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel wieder hoch. Mord oder Selbstmord? Diese Frage wird wohl nie eindeutig geklärt werden. Zu viele Gerüchte ranken sich um den Polit-Krimi inklusive Bespitzelung, Geheimdienste, Waffengeschäfte, Medikamentenmissbrauch … Nicht zu vergessen: Das Ehrenwort Barschels auf einer Pressekonferenz am 18. September 1987 und nicht zuletzt der mysteriöse Tod Barschels im Genfer Hotel „Beau-Rivage“.

Pathologe veröffentlichte Sektionsprotokoll: Es war Suizid

Doch dann veröffentlichte der Professor für Pathologie und Rechtsmedizin, Werner Janssen, die Ergebnisse aus dem von ihm 1987 verfassten Sektionsprotokoll zum Todesfall Dr. Dr. Uwe Barschel. „Es war Suizid“ durch Medikamentenmissbrauch, so Janssen in der Wochenzeitung „Die Zeit“ und ergänzte: „für eine andere Annahme gab es keine Anhaltspunkte.“ Es wurde ausführlich aus dem Obduktionsprotokoll zitiert: „Eine versehentliche Überdosierung bei einem bewusstseinsklaren Menschen ist angesichts dieser Substanzmengen nicht denkbar; ebenso unwahrscheinlich ist die Möglichkeit einer unbemerkten Beibringung. Nach den vorliegenden Erkenntnissen gibt es keinen Anhalt für eine Beibringung der zum Tode führenden Substanzen unter äußerem Zwang.“ (wallstreet:online berichtete). Der 91-Jährige wollte damit den Spekulationen eine Ende setzen, die nicht zuletzt durch einen aktuellen ARD-Spielfilm und eine anschließende Dokumentation erneut befeuert wurden.

Bruder Barschels stellt Strafanzeige

Nun hat der Bruder Uwe Barschels, Eike Barschel, bei der Hamburger Justiz Strafanzeige gegen den damaligen Rechtsmediziner gestellt. Barschel wirft dem Pathologen die Verletzung von Privatgeheimnissen vor. „Bis zum heutigen Tag habe ich Prof. Janssen nicht von der ihm gesetzlich vorgeschriebenen Verschwiegenheitspflicht entbunden“, heißt es in der Anzeige, aus der die Tageszeitung „Die Welt“ zitiert.

Der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Uwe Barschel wurde am 11. Oktober 1987 tot in der Badewanne seines Zimmers im Genfer Hotel „Beau-Rivage“ aufgefunden. Sein Leichnam war nach einer ersten Sektion in Genf ein zweites Mal am 4. Dezember 1987 in Hamburg untersucht worden. Auftraggeber war Eike Barschel, der Janssen dafür nach eigenen Angaben 20.000 Mark überwies. Die Verschwiegenheitspflicht des Mediziners bestehe „über die Zeit seiner aktiven Berufszeit hinaus. Daran kann kein Zweifel bestehen“, schreibt Eike Barschel laut „Welt“ in der Strafanzeige. 

Chefermittler widerspricht Patohologen: Es war kein Suizid!

Die Todesumstände sind bis heute nicht endgültig geklärt. Die Familie Barschel und der langjährige Chefermittler des Falles, Heinrich Wille, sind überzeugt, dass der Politiker ermordet wurde. Der Hamburger Rechtsmediziner Janssen glaubt hingegen an einen Suizid.

Auch der ehemalige Chefermittler in dem Fall, Heinrich Wille, kritisierte das Verhalten des Rechtsmediziners Janssen: "Ich verstehe nicht, warum er jetzt seine Schweigepflicht bricht", sagte Wille der "Welt". Die Suizidbegründung des Pathologen sei außerdem unplausibel, so der langjährige Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft. Janssen hatte gegenüber der "Zeit" gesagt, Barschel könne die tödliche Substanz Cyclobarbital nicht versehentlich oder unbemerkt eingenommen haben, weil es nach dem Obduktionsbefund mindestens 20 Tabletten gewesen sein müssten. Deshalb könne die Einnahme nur vorsätzlich und freiwillig gewesen sein. 

"Janssen geht von der falschen Annahme aus, dass Barschel Tabletten eingenommen hat", so Wille gegenüber der "Welt" und ergänzt: "Dabei müsste auch er wissen, dass die Substanz von professionellen Mördern auch in flüssiger Form verabreicht worden sein könnte. Im Zimmer von Barschel sind jedenfalls weder Tabletten noch Tablettenverpackungen gefunden worden."



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Kommentare

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unnerfrangge
10.03.16 08:35:31
Wenn Ihr nichts wichtigeres zu tun habt, als diese uralte Kamelle aufzuwärmen,dann geht es Deutschland ja tatsächlich alternativlos gut!Ic frage mich nur von was man mit diesem Pressemüll ablenken will oder muss?

Disclaimer

Der Fall Uwe Barschel Kein Suizid! Chefermittler kontert Rechtsmediziner - Bruder stellt Strafanzeige

Mord oder Selbstmord? Zu viele Gerüchte ranken sich um den Polit-Krimi mitsamt Bespitzelung, Geheimdienste, Waffengeschäfte, Medikamentenmissbrauch. Nun stellt der Bruder Strafanzeige gegen den Pathologen und der Chefermittler betont: Es war Mord.

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