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VW-Betriebsrat rebelliert "Wir bohren nicht in der Nase!" - Geforderte Produktivitätssteigerung bei VW "unrealistisch"

11.03.2016, 11:51  |  1524   |   |   

Der Zwölf-Punkte-Plan zur Neuausrichtung von Volkswagen von VW-Markenchef Herbert Diess stößt auf Widerstand beim Betriebsrat des Autobauers. Vor allem sei das Ziel, die Produktivität um zehn Prozent zu erhöhen, sei „unrealistisch“, zitiert die „WirtschaftsWoche" Betriebsratschef Bernd Osterloh, „unsere Kollegen bohren ja nicht in der Nase“. Einer weiteren Leistungsverdichtung werde der Betriebsrat „nicht zustimmen“. Volkswagen verdiene sein Geld vor allem in Europa und China, also in „den ach so teuren und vermeintlich unproduktiven Standorten in Deutschland“.

Volkswagen: 10.000 Arbeiter weniger bei gleichem Ergebnis

In dem Zwölf-Punkte-Plan fordert Diess neben einer Produktivitätssteigerung auch eine „moderne“ Baureihen-Organisation nach dem Vorbild von BMW und Porsche, eine Minimierung der Kosten, „Entschlackung“ von Standards sowie die „flächendeckende Einführung von schnellen und fehlerfreien Prozessen“. Wie die „WirtschaftsWoche“ unter Bezug auf vorstandsnahe Kreise berichtet, könnte VW theoretisch auf rund 10.000 Beschäftigte verzichten, „ohne dass ein Auto weniger gebaut würde“.

VW-Verkäufe: Rückgang in China, Verkaufsstopp für Diesel in den USA

Nach jüngsten Zahlen ist der kurze Aufwärtstrend bei den Verkäufen der VW-Kernmarke im Februar vorerst wieder gestoppt. Die Pkw-Marke mit dem VW-Logo lieferte im Februar weltweit 394.400 Fahrzeuge aus. Das waren 4,7 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa-AFX“. Im Januar hatten die Verkäufe im Jahresvergleich noch um 2,8 Prozent zugelegt, nun liegen sie im Jahresverlauf insgesamt bei minus 0,5 Prozent. Auslöser des Dämpfers sei vor allem der Februar-Rückgang von 3 Prozent in China. Des Weiteren seien kräftige Rückgänge in den Märkten Südamerika und Russland zu verzeichnen. Nicht zu letzt sorgt auch der Abgas-Skandal für einen Verkaufsstopp von Diesel-Fahrzeugen in den USA, wo die Kernmarke auf Jahressicht rund 14 Prozent weniger Autos verkaufte.

Manipulationen an Dieselmotoren umfangreicher als bislang bekannt

Wenn das nicht eigentlich schon genug wäre: Nach aktuellen Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung waren die Manipulationen an Dieselmotoren im Volkswagen-Konzern offenbar umfangreicher als bisher bekannt. Demnach wurden diese auch noch vorgenommen, als die kalifornische Umweltbehörde CARB den Wolfsburger Autobauer bereits seit Monaten wegen deutlich erhöhter Abgaswerte im Visier hatte. Dem Bericht zufolge haben VW-Entwickler anscheinend noch zum Jahreswechsel 2014/15 die illegale Abschaltvorrichtung unbemerkt von den US-Behörden durch ein Software-Update erweitert.

Hintergrund  VW-Dieselgate:

Volkswagen hatte im September zugegeben, dass das Unternehmen in den USA Hunderttausende Autos mit manipulierter Motorsteuerung verkauft hat (siehe auch: „Wir haben Mist gebaut“ - und zwar richtig: Gewinnwarnung bei VW!). Die Software sorgt dafür, dass bestimmte Modelle auf dem Prüfstand die Grenzwerte für den Ausstoß giftiger Stickoxide einhalten. Im normalen Fahrbetrieb liegen die Emissionen allerdings deutlich über den in den USA erlaubten Werten. Weltweit sind bis zu 11 Millionen Konzernfahrzeuge der Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge, Audi , Seat und Skodamit der beanstandeten Software ausgestattet, davon rund 8,5 Millionen Fahrzeuge in der EU.

Im Oktober vergangenen Jahres musste der VW-Konzern den ersten Quartalsverlust seit über 20 Jahren verkünden. Das Dieselgate hatte dem Konzern demnach einen Verlust von 3,5 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) eingebrockt. Auch unter dem Strich war das Ergebnis mit minus 1,7 Milliarden Euro tiefrot (mehr dazu hier). Vor allem wegen der Unsicherheit über die Kosten der Probleme in den USA hatte Volkswagen bereits die ursprünglich für Anfang März geplante Veröffentlichung der Bilanz verschoben.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ihre Ermittlungen in der Diesel-Affäre deutlich ausgeweitet. „Die Zahl der Beschuldigten im Ermittlungsverfahren zu den Stickoxid-Manipulationen ist von sechs auf 17 Personen gestiegen", erklärte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft. Damit hat sich die Zahl der beschuldigten Personen nahezu verdreifacht, wie die „Nachrichtenagentur dpa-AFX“ und die „Funke Mediengruppe“ berichten. (Lesen Sie mehr: VW-Dieselaffäre - Staatsanwaltschaft weitet Zahl der Beschuldigten von sechs auf 17 aus)

Lesen Sie auch: Droht Ex-Chef Martin Winterkorn aufgrund von erheblichen Pflichtverletzungen Klage durch VW-Konzern? Und auch Aufsichtsratschef Pötsch steht unter Druck - Drohen Milliardenforderungen?

Mit dpa-AFX



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VW-Betriebsrat rebelliert "Wir bohren nicht in der Nase!" - Geforderte Produktivitätssteigerung bei VW "unrealistisch"

Der Zwölf-Punkte-Plans zur Neuausrichtung von VW von Markenchef Herbert Diess stößt auf Widerstand beim Betriebsrat des Autobauers. Einer weiteren Leistungsverdichtung werde der Betriebsrat nicht zustimmen. Doch auch eine Drohung steht im Raum.

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