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EZB-Zinsentscheid Abwertungswettlauf, nein Danke! Der Euro nach dem EZB-Zinsentscheid

16.03.2016, 10:10  |  1642   |   |   

Mehr und mehr musste die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Inflationsprognosen nach unten revidieren. Das eigens gesteckte Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent bzw. knapp darunter, ist weiter in die Ferne gerückt. Vor dem Hintergrund dieser deutlichen Abwärtsrevision - 2016 heißt es nun 0,1 Prozent statt bisher 0,5 Prozent und 2017 wird von 1,3 Prozent statt bisher 1,6 Prozent ausgegangen - verkündete EZB-Chef Mario Draghi beim Zinsentscheid am 10. März eine weiter Lockerung der Geldpolitik im Euroraum (wallstreet:online berichtete). Die Kritik an den EZB-Maßnahmen ließ nicht lange auf sich warten. Lesen Sie mehr: EZB am Ende des Lateins - Geldpolitische Irrfahrt zur Rettung von Zombiebanken.

Die Devisenmärkte haben recht gelassen auf die Ausweitung der geldpolitischen Lockerung reagiert, obwohl die EZB mehr Maßnahmen angekündigt hat als erwartet:

1. Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes von 0,05  auf 0,00 Prozent.
2. Senkung des Spitzenrefinanzierungssatzes  von 0,30 auf 0,25 Prozent.
3. Senkung des Einlagenzinssatzes von -0,30 auf -0,40 Prozent.
4. Erhöhung der monatlichen Anleiheankäufe von 60 auf 80 Milliarden Euro ab April.
5. Start eines Ankaufprogramms von Unternehmensanleihen außerhalb des Finanzsektors.
6. Vier zielgerichtete Langfristtender (LTRO II) mit einer Laufzeit von vier Jahren - Start Juni 2016. Als Untergrenze für die Kreditkonditionen der Tender hat die EZB den Einlagensatz festgelegt. Sprich: minus 0,4 Prozent. Es gibt also Geld für’s Geldleihen.

Mit Bekanntgabe der neuen EZB-Maßnahmen rauschte der Euro erst einmal in den Keller (wallstreet:online berichtete). Nach der anfänglichen Abwertung verfestigte sich die Gemeinschaftswährung im Verlauf der Presseerklärung zum EZB-Zinsentscheid und legte im Tagesverlauf gegenüber den wichtigen Währungen der Weltwirtwirtschaft wie dem US-Dollar, chinesischen Renminbi-Yuan, japanischen Yen und britischen Pfund zu. Allerdings, so betonen die Analysten der DekaBank, hatte der Euro nur einen Teil der Wertverluste gegenüber dem US-Dollar, dem Yen und der chinesischen Währung aus den vorangegangenen Wochen wieder aufholen können.

Ob die Geldpolitik der EZB den Euro nachhaltig weiter schwächen kann, hängt nun vor allem von der Reaktion der Zentralbanken der jeweiligen Währungspartner ab, fahren die Deka-Experten in ihrer aktuellen Analyse der Devisenmärkte fort. Was steht zu erwarten? Für den Euro-US-Dollar-Wechselkurs rechnet die Deka nach wie vor mit dem Erreichen der Parität in 2017. Diese Prognose beinhalte allerdings auch eine US-Notenbank, die den Leitzins bis Ende 2017 auf 2,00 Prozent anhebt, während für die EZB noch bis Mitte 2019 von einem Hauptrefinanzierungssatz von 0,00 Prozent ausgegangen wird.

Mit Nachdruck hatte EZB-Präsident Draghi auf der Pressekonferenz zum Zinsentscheid betont, dass sich die Euro-Notenbank mit den jüngsten Maßnahmen nicht an einem Abwertungswettlauf beteiligt. Wäre dies ihre Absicht gewesen, so die Deka-Analysten abschließend, hätte sie direkt auf Auslandswährungen laufende Wertpapiere angekauft.

Wertpapier: EUR/USD


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EZB-Zinsentscheid Abwertungswettlauf, nein Danke! Der Euro nach dem EZB-Zinsentscheid

Mehr und mehr musste die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Inflationsprognosen nach unten revidieren. Das eigens gesteckte Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent bzw. knapp darunter, ist weiter in die Ferne gerückt. Vor dem Hintergrund dieser deutlichen Abwärtsrevision - 2016 heißt es nun 0,1 Prozent statt bisher 0,5 Prozent und 2017 wird von 1,3 Prozent statt bisher 1,6 Prozent ausgegangen - verkündete EZB-Chef Mario Draghi beim Zinsentscheid am 10. März eine weiter Lockerung der Geldpolitik im Euroraum (wallstreet:online berichtete). Die Kritik an den EZB-Maßnahmen ließ nicht lange auf sich warten. Lesen Sie mehr: EZB am Ende des Lateins - Geldpolitische Irrfahrt zur Rettung von Zombiebanken.

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