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TagesInfo Rohstoffe: Gewinnmitnahmen zu Wochenbeginn belasten Ölpreise (21. März 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Gewinnmitnahmen zu Wochenbeginn belasten Ölpreise (21. März 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
21.03.2016, 13:32  |  1230   |   |   

Energie: Die Ölpreise geben zum Wochenbeginn einen Teil der Gewinne der letzten Woche – der WTI-Ölpreis ist am Freitag erstmals seit Anfang Dezember über 41 USD, Brentöl über 42 USD je Barrel gestiegen – wieder ab. Wir sehen darin Gewinnmitnahmen der Anleger, die zuletzt verstärkt auf steigende Ölpreise gesetzt haben. Die Netto-Long-Positionen der Finanzanleger bei WTI an der NYMEX sind mit rund 195 Tsd. Kontrakten auf den höchsten Stand seit Ende Juni gestiegen, die bei US-Benzin sogar auf ein 12-Monatshoch. Als Anlass zur Korrektur könnte man den ersten Anstieg der Anzahl aktiver US-Ölbohrungen seit 12 Wochen sehen, die laut Baker Hughes in der Vorwoche um eine Bohrung auf insgesamt 387 zunahm. Wir würden dies nicht überinterpretieren, denn noch immer ist die Zahl so tief wie seit 2009 nicht mehr. Seit August gab es zudem lediglich zwei Wochenanstiege bei den Bohrungen – beide erwiesen sich als nicht nachhaltig. Jedoch zeigt sich die USÖlproduktion angesichts massiver finanzieller Herausforderungen ziemlich robust. Wir sind überzeugt, dass dies auch Sondereffekten einer (temporär) höheren Produktivität und von Preisabsicherungsstrategien seitens der Ölproduzenten geschuldet ist. Deshalb rechnen wir weiterhin mit einem starken Rückgang der US-Ölproduktion in den kommenden Wochen und Monaten. Sollte die vorläufige US-Ölproduktionszahl des DOE demnächst unter 9 Mio. Barrel täglich fallen, könnten sich die Ölpreise oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 40 USD je Barrel festigen.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD42N9 Bull Oil Brent Future May 2016 Hebel 14,0
CD013P Bear Oil Brent Future May 2016 Hebel 13,2

Edelmetalle: Belastet durch einen etwas festeren US-Dollar steht Gold zum Wochenauftakt unter Druck und fällt zeitweise auf 1.240 USD je Feinunze. In Euro gerechnet verbilligt sich Gold auf rund 1.100 EUR je Feinunze. Ein stärkerer Preisrückgang wird aber wohl durch das hohe physische Kaufinteresse verhindert. Denn Bloomberg meldet für Freitag einen Zufluss von 21,4 Tonnen in die von ihnen erfassten Gold-ETFs. Hierbei handelt es sich allerdings nicht nur um neue Zuflüsse, sondern auch noch um Nachmeldungen bereits zuvor erfolgter Zuflüsse, die noch nicht in der Statistik erfasst waren. Die spekulativen Finanzanleger haben auch in der Woche zum 15. März ihre Netto-Long-Positionen bei Gold weiter ausgebaut, wenn auch nicht mehr ganz so stark. Mit 129,8 Tsd. Kontrakten liegen sie auf dem höchsten Stand seit Juli 2014. Die als kurzfristig orientiert geltende Investorengruppe dürfte damit einen stärkeren Preisrückgang von Gold in der Beobachtungsperiode – der Preis gab um 2,3% nach – verhindert haben. Der Preisanstieg von Silber auf über 16 USD je Feinunze Ende letzter Woche war offenbar nicht von langer Dauer, denn wie Gold handelt auch Silber heute Morgen schwächer bei rund 15,7 USD je Feinunze. Wie Daten der Zollbehörde zeigen, haben sich die chinesischen Händler im Februar mit Silberimporten zurückgehalten. Diese fielen im Vorjahresvergleich um 7,4% auf 180 Tonnen, was zugleich dem niedrigsten Wert seit August 2014 entspricht. Januar und Februar zusammengerechnet liegen die Silbereinfuhren allerdings 24% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD3DQW Bull Gold Hebel 28,4
CN2Q94 Bear Gold Hebel 30,2

Industriemetalle: Die Metallpreise legen in ihrer Aufwärtsbewegung offenbar eine Verschnaufpause ein. Sie zeigen sich zu Beginn der neuen Handelswoche leicht schwächer, nachdem sie sich am Freitag schon zumeist verbilligt hatten. Feste chinesische Aktienmärkte verhindern wohl, dass es wie bei den Ölpreisen auch bei den Metallen heute Morgen größere Verluste gibt. Kupfer hält sich noch über der Marke von 5.000 USD je Tonne. Nickel verbilligt sich leicht auf 8.600 USD je Tonne, Zink kostet etwa 1.820 USD je Tonne. Daten der Zollbehörde zufolge hat China im Februar 29,3 Tsd. Tonnen Nickelraffinade importiert, fast dreimal so viel wie im Vorjahr. Die chinesischen Händler haben wohl zum einen wegen der niedrigen Preise verstärkt auf Nickelraffinade zurückgegriffen. Zum anderen waren nicht genügend Nickelerze verfügbar. Denn von den Philippinen, die nach dem Exportverbot von unbehandelten Erzen in Indonesien zum Hauptlieferanten Chinas aufgestiegen sind, hat China im letzten Monat nur 525 Tsd. Tonnen Nickelerze eingeführt, so wenig wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Importe von Nickelerzen insgesamt fielen sogar auf ein 7-Jahrestief. Auch im Falle von Zinkraffinade hat China zuletzt deutlich mehr importiert. Die gemeldeten 44,7 Tsd. Tonnen entsprechen einem Anstieg von 160% im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl bei Nickel als auch bei Zink wurde aber wohl über Bedarf importiert. Denn die Nickelvorräte in den Lagerhäusern der SHFE sind auf ein Rekordhoch gestiegen und die Zinkbestände wurden zuletzt deutlich auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren aufgebaut.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD2JJG Bull Copper Future Jul 16 Hebel 3,3
CD42P1 Bear Copper Future Jul 16 Hebel 3,2

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Wertpapier: Öl (Brent)

Themen: COMEX, Feinunze, Öl, Gold, USD


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Gastautor

Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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