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Chartanalyse Dow Jones short like Donald Trump?

Gastautor: Andreas Mueller
03.04.2016, 14:08  |  6239   |   |   

Charttechnik oder fundamentale Sorgen - welcher Impuls wird den Takt in der kommenden Woche angeben? Beide Analysemethoden haben ihre Berechtigung, daher sollten wir uns auch beides ansehen zum Wochenstart im Dow Jones.

Ein verhagelter Quartaltsstart an den europäischen Aktienmärkten schreckte die US-Anleger wenig ab. Sie verbuchten im März bereits einen Gewinn von 7%. Auch die gestiegene Arbeitslosigkeit von 4,9% auf 5%, welche am Freitag 14.30 Uhr vermeldet wurde, sorgte dann nicht für einen Verkaufsdruck. Dieser ist in Anbetracht der charttechnischen Lage jedoch von vielen erwartet worden. Um so konsequenter war der Kaufdruck dann in den USA nach 16 Uhr zu spüren. Bären mussten eindecken und neue Käufer kamen bei einem weiter schwachen Dollar (also hohen EUR/USD) in den Markt. So schloss der Dow Jones letztlich auf Jahreshoch!

 

Warum neue Käufer?

 

Im Tageschart wurde ein Abwärtstrend gebrochen, den viele Bären als "Begrenzung" der Aufwärtsdynamik auf dem Plan hatten. Entsprechend lagen dort einige Stopps zur Risikobegrenzung. Dies zeichnen wir uns in den Tageschart zur Visualisierung ein:

 

 

Andere Marktteilnehmer, welche die steile Rallye bisher verpasst haben, sind nun gezwungen worden, auf den rasant fahrenden Zug aufzuspringen. So entstand das Wochenplus von 1,6% und die Bewegung ab Tief beträgt nun schon 2.300 Punkte in der extremsten Ausdehnung - binnen 2 Monaten! Im selben Chartbild habe ich dies grün gestrichelt:

 

Solche Bewegungen sieht man selten. Umso schwieriger ist es für Neu-Börsianer, hier objektiv zu bleiben. Gerade beim Vergleich mit dem DAX, der hier besonders Freitag nicht mitziehen konnte. Meine Methode ist dabei der Blick auf die Charteinheiten in dem Basiswert, den ich handel. Und da hatte ich in der Vorwoche die Frage nach dem Deckel bei 17.650 Punkten in folgender Analyse (-> Nachlesen) gestellt (Rückblick-Chart):

 

Das war im Stundenchart und wurde von den Marktteilnehmern klar mit NEIN beantwortet. Als "Ehemaliger Deckel" stellt dieser Bereich nun eine Unterstützung dar. Man sieht ihn sehr deutlich im 10 Minuten-Chart der vergangenen zwei Wochen:

 

Auch da ist die Aufwärtstendenz weiter vorhanden, wie die grüne Linie symbolisiert. Sie beginnt bei 16.200 Punkten:

 

Weg frei zum Alltime-High?

 

Als Kursziel der Bullen hatte ich in der vergangenen Analyse bereits die 18.000 Punkte geäußert. In diesem Bereich verlaufen nicht nur einige Widerstände (bzw. knapp darüber) sondern auch das Allzeithoch ist auf dem aktuellen Niveau nur wenige Prozentpunkte entfernt.

Dagegen sprechen eindeutig die Wirtschaftsdaten, welche nicht gerade euphorisch stimmen. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat dies in seinem gestrigen Interview in der Washington Post thematisiert und geht sogar noch einen Schritt weiter. Er warnt vor einer schweren Rezession und spricht von einem überbewerteten Aktienmarkt. Dieser ist in vielen Teilen der Welt von den Notenbanken getrieben.

Man kann zu Donald Trump politisch stehen wie man mag, doch wirtschaftlich hat er sicherlich ein recht gutes Gespür. Ist er vielleicht selbst schon short? Soweit möchte ich hier gar nicht spekulieren. Bei aller Euphorie in der aktuellen Bewegung an den US-Aktienmärkten sollte man dies jedoch im Hinterkopf behalten und sich ggf. zurückhalten mit Käufen, wenn einem das aktuelle Niveau schon zu hoch ist.

 

Ein Einstieg in Short-Produkte empfiehlt sich ab Bruch der gezeigten Aufwärtstendenz bzw. einem Schlusskurs im "Ehemaligen Deckel" -Bereich unter 17.650 Punkten. Doch das wird jeder schnell erfahren, wenn er mich abonniert hat ;-)

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Viel Erfolg dabei wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX, EUR/USD, Dow Jones


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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Kommentare

Zitat von Leitwolf87Ich war Anfangs skeptisch gegenüber Trump, allerdings bin ich inzwischen ein Fan. Nicht nur wegen seiner polarisierenden Art wird Trump sogar in der deutschen Medienlandsachft vertreufelt, sondern auch wegen seiner klaren, ehrlichen, deutlichen Worte. So ist will "The Donald" die USA nicht mehr in der Rolle der Weltpolizei sehen, will den frieden mit Russland, will diese muslimische Unterwanderung der westlichen Welt verhindern und will diesen Niedrigzinswahnsinn beenden. Diese Punkte alleine reichen mir um Trump zu wählen, wenn ich könnte.
Sollte den USA das Meisterwerk gelingen und Trump zum Präsidenten küren, so wird dieser allerdings sehr schnell feststellen, dass er, genau wie Obama, an vielen Punkten scheitern wird, da die Strippen an anderer Stelle gezogen werden. Allerdings traue ich Trump soviel Rückrat zu, um zumindest etwas "aufzuräumen". Wenn nicht Trump, wer dann?!


Nicht dein Ernst?
Das deckt sich mit deinen restlichen geistlosen Parolen zur Politik. Ich hoffe du bist einfach noch zu jung um zu verstehen, was ein Herr Trump macht aber offensichtlich darfst du ja wählen ... .

Da kann man nur beten, auch als Atheist.
Egal, wer in den USA, in der EU, in BRD "an der Macht" ist, die Kohle wird in Richtung Sozialstaat fließen.
Medicare, Medicaid, Knete für Beamte, für Ökolobbyisten, für Dauerarbeitslose,
für ILOM-Studenten (ILOM= irgendein Laberfach ohne Mathematik = Sozial-, Kommunikations-, Genderschwachsinn).
Ich war Anfangs skeptisch gegenüber Trump, allerdings bin ich inzwischen ein Fan. Nicht nur wegen seiner polarisierenden Art wird Trump sogar in der deutschen Medienlandsachft vertreufelt, sondern auch wegen seiner klaren, ehrlichen, deutlichen Worte. So ist will "The Donald" die USA nicht mehr in der Rolle der Weltpolizei sehen, will den frieden mit Russland, will diese muslimische Unterwanderung der westlichen Welt verhindern und will diesen Niedrigzinswahnsinn beenden. Diese Punkte alleine reichen mir um Trump zu wählen, wenn ich könnte.
Sollte den USA das Meisterwerk gelingen und Trump zum Präsidenten küren, so wird dieser allerdings sehr schnell feststellen, dass er, genau wie Obama, an vielen Punkten scheitern wird, da die Strippen an anderer Stelle gezogen werden. Allerdings traue ich Trump soviel Rückrat zu, um zumindest etwas "aufzuräumen". Wenn nicht Trump, wer dann?!
danke für die ausführliche analyse:
was wird am mittwoch sein ? --- china wirtschaftsdaten ---.
denke spätestens bei 17950 -18000 , wird eine konso. einsetzten (verschnaufen erlaubt) , die bis ca. 17150 max. geht. -- wobei die saisonal bedingte schächere phase bald beginnt.
und trotz allem könnte danach ein up mit ziel at-high erfolgen.
gruss
hl
Danke für das ausführliche Feedback! Leider konnte Obama auch nicht alles umsetzen, was er sich vorgenommen hatte. Von Klimaschutz über Krankenversicherungen bis hin zum Waffenthema hat er sich an einigen Stellen geschlagen geben müssen. Daher muss man auch nicht alle Marketing-Reden von Donald Trump als harten Umsetzungsplan sehen. Er versteht das Eigenmarketing eben um vieles besser...und letztlich ziehen im Hintergrund auch andere "Mächte" die Strippen, nicht unbedingt der Präsident ;)

Gruß Bernecker1977

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