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Neue Blasen - alte Lektionen vergessen Dank Notenbank-Irrsinn! "Der S&P500 wird um 40 bis 55 Prozent einbrechen"

07.04.2016, 15:34  |  6689   |   |   

Die kräftige Erholung des S&P500 in Richtung des Rekordhochs macht viele „Experten“ bullisch. John Hussman von der renomierten US-Investmentfirma Hussman Funds kommt bei seiner Analyse aber zu einem ganz anderen Schluss.

Der US-Finanzprofi, der den Aktienmarkt seit mehr als 25 Jahren analysiert und nicht nur mit seiner skeptischen Prognose aus dem Jahr 2000 goldrichtig gelegen war, sagt für die kommenden zehn bis zwölf Jahre eine sehr trübe Entwicklung am US-Aktienmarkt voraus!

„Die dritte spekulative Blase in 16 Jahren ist weit fortgeschritten, und die Basis für die daraus resultierenden Konsequenzen damit gelegt“ schreibt John Hussman. „Die US-Notenbank hat nichts aus den Jahren 2000 bis 2002 und 2007 bis 2009 gelernt, als selbst eine anhaltende und aggressive Lockerung der Geldpolitik nicht in der Lage war, den unweigerlichen Kollaps der Fehlinvestitionen zu verhindern.“ Weil die Fed die Zinsen jeweils viel zu niedrig gesetzt habe, seien die Investoren auf der Suche nach Zinsen und Rendite in immer risikoreichere Papiere eingestiegen, was zu einer massiven Überbewertung des Aktienmarkts und einer Schwemme an US-Ramschanleihen geführt habe. „Jede neue Blase ermutigt die Investoren, die gelernte Lektion zu vergessen. Wir bezweifeln nicht, dass die Notenbanker mit ihrem Irrsinn weitermachen werden. Investoren sollten allerdings verstehen, dass eine lockere Geldpolitik den Aktienmarkt nur dann unterstützt, wenn die Investoren bereits zur Spekulation neigen.“

Schlechte Aussichten für die nächsten 10 Jahre

Der US-Finanzprofi analysiert seit mehr als 25 Jahren den Aktienmarkt. Dabei schaut Hussman auf die aktuelle Bewertung und leitet daraus die mögliche Kursentwicklung in den nächsten 12 Jahren ab. Aufgrund seiner Analyse ist Hussman der Überzeugung, dass der S&P500 enorm überbewertet ist, was für sehr schlechte Renditen in den nächsten 12 Jahren spreche.

Zur Bewertung des S&P500 greift Hussman auf folgende Kennzahl zurück: Den Börsenwert des S&P500 im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt der USA. Aktuell liegt diese Kennziffer bei 1,2 – der Börsenwert des S&P500 beläuft sich also auf das 1,2Fache der Wirtschaftsleistung der USA. Der langfristige Schnitt liegt aber bei lediglich 0,6.

Da der S&P500 in jedem Zyklus in den vergangenen 100 auf den langfristigen Durchschnitt zurückgefallen sei, seien die Perspektiven für den S&P500 entsprechend trüb. „Wir erwarten, dass der S&P500 im Rahmen des Abschlusses des laufenden Zyklus wahrscheinlich um 40 bis 55 Prozent einbrechen wird. Auf langfristige Sicht erwarten wir, dass die Rendite inklusive der Dividendenzahlungen in den kommenden 10 bis 12 Jahren bei durchschnittlich lediglich null bis zwei Prozent pro Jahr liegen wird.“ Demnach werde der S&P500 um durchschnittlich 0,9 Prozent pro Jahr fallen. Inklusive der Dividendenzahlungen würde die Gesamtrendite damit auf 2 Prozent jährlich steigen.

„In keinem Fall würde eine kurzfristige Stärke beim S&P500 die Perspektiven für diesen Zyklus oder die langfristigen Perspektiven verbessern, denn die Bewertung des Aktienmarkts bleibt weiter obszön. Vielmehr würden wir auf eine stark negative Markteinschätzung umschwenken, wenn der S&P500 unter die Marke von 1.975 Punkte rutschen sollte“, so Hussman. „Wir gehen davon aus, dass das Rückschlagsrisiko, als die Gefahr eines komprimierten Rückschlags um 20 bis 25 Prozent nicht etwa sinkt, sondern steigt.“ Der S&P500 war zwischen dem Rekordhoch vom Mai 2015 und dem Tief vom Februar 2016 um 14 Prozent gefallen, ehe er anschließend um 13 Prozent nach oben geschossen ist. „Ein anfänglicher Rückgang von rund 14 Prozent, auf den eine Erholung von mehr als 10 Prozent gefolgt ist, hat üblicherweise einen Crash wahrscheinlicher gemacht, als wenn die Erholung schwach ausgefallen wäre“, warnt der Finanzprofi.

Während des 200er- und des 2007er-Crashs sei es ebenfalls zu starken Erholungen gekommen. Das habe schlussendlich aber nichts genutzt. Und nun? „Ein Bruch der Marke von 1.820 Punkten beim S&P500 – und man sollte nicht vergessen, dass so eine Bewegung ziemlich schnell ablaufen könnte -, würde eine solide Unterstützung verletzen, woraufhin es zu einem konzentrierten Ausstieg kommen könnte, bei dem es bis in den Bereich um rund 1.550 Punkte nur wenig Kaufinteresse geben könnte.“ 

Wertpapier: DAX, Dow Jones, S&P 500


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Neue Blasen - alte Lektionen vergessen Dank Notenbank-Irrsinn! "Der S&P500 wird um 40 bis 55 Prozent einbrechen"

Die kräftige Erholung des S&P500 in Richtung des Rekordhochs macht viele „Experten“ bullisch. John Hussman von der renomierten US-Investmentfirma Hussman Funds kommt bei seiner Analyse aber zu einem ganz anderen Schluss. Und er lag schon mal richtig.

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