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Sinkendes Rentenniveau Sozialer Sprengstoff - Altersarmut wird zum Massenphänomen!

12.04.2016, 11:05  |  8669   |   |   

Der Chef der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann, hat die Politik aufgefordert, schon "jetzt darüber zu reden, was nach 2030 geschehen soll". Die Rentenversicherung brauche frühzeitig Klarheit über mögliche neue Zielgrößen bei Beitragssatz und Rentenniveau, sagte Reimann den Zeitungen des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“.

Die Politik schweigt… Neue Zahlen gibt’s es jetzt vom Recherchenteam des „WDR“. Demnach steht Deutschland vor einem erheblichen Zuwachs der Altersarmut: Fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, droht eine Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb der Armutsgrenze. Den Recherchen zufolge wären beinahe die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner dann möglicherweise abhängig von staatlichen Grundsicherungsleistungen, also faktisch Hartz-IV-Empfänger, berichtet der „WDR“.

Rentenniveau sinkt und sinkt und sinkt

Wichtigster Grund dafür ist das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente. Von 2030 an soll es auf bis zu 43,5 Prozent des Durchschnittslohns der gesamten Lebensarbeitszeit fallen. Derzeit liegt das Rentenniveau noch bei knapp 48 Prozent. Das Abschmelzen der Rentenhöhe ist schon vor vielen Jahren unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder beschlossen worden. Durch die „WDR“-Berechnung  werden die Folgen erkennbar. Der Prognose liegt eine Betrachtung  zugrunde, die sich auf den heutigen Arbeitsmarkt und die Verteilung  der Bruttoeinkommen stützt. Wenn man annimmt, dass diese Verteilung  in den nächsten Jahren weitgehend stabil bleibt, dann verdient heute  ein Großteil der Beschäftigten zu wenig, um später eine höhere Rente  zu bekommen.

Dass eine solche Betrachtung plausibel ist, bestätigen Ökonomen verschiedener Denkschulen, wie der Bremer Wirtschaftswissenschaftlicher Prof. Rudolf Hickel oder der Arbeitsmarktexperte Werner Eichhorst vom Bonner Institut zur Zukunft  der Arbeit. Beide weisen gegenüber dem „WDR“ darauf hin, dass der  Arbeitsmarkt derzeit in einer sehr stabilen Verfassung sei, dass es  einen hohen Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gebe und eine niedrige Arbeitslosenquote. Doch selbst unter diesen guten Randbedingungen seien die Aussichten für einen großen Teil der künftigen Rentner schlecht.

Niedrige Löhne, Teilzeit und Minijob als zusätzliche Faktoren

Ursache dafür sind neben dem sinkenden Rentenniveau auch niedrige Löhne etwa im Einzelhandel oder im Gastgewerbe, die hohe Zahl teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer sowie der wachsende Anteil von  Mini-Jobbern oder Solo-Selbstständigen am Arbeitsmarkt. In all diesen Gruppen ist den „WDR“-Berechnungen zufolge das künftige Armutsrisiko im Alter massiv. Das gilt auch für Langzeitarbeitslose und Menschen, die nicht mehr voll erwerbsfähig sind und deshalb schon vor der  Altersgrenze Zahlungen aus dem Rentensystem bekommen.

Riester-Rente? Eher ein Flop!

In der Betrachtung bleiben Leistungen aus einer privaten Altersvorsorge unberücksichtigt, weil Privatvorsorge gesetzlich nicht verpflichtend ist und von den Einzelnen höchst unterschiedlich  betrieben wird, häufig auch überhaupt nicht. Tatsächlich sorgt  beispielsweise nur ein kleiner Bruchteil aller Arbeitnehmer per Riester-Rente privat für das Alter vor.

Wenn die Rentenhöhe wie geplant bis 2030 sinkt, laufen demnach allein von den sozialversicherungspflichtig beschäftigen Arbeitnehmern über 40 Prozent Gefahr, im Alter auf Grundsicherungsniveau zu landen. Zwar rechnen Arbeitsmarktexperten damit, dass die Zahl  sozialversicherungspflichtiger Jobs in den nächsten Jahren durchaus steigt. Besonders deutlich dürfte dieser Anstieg allerdings in den eher gering entlohnten Dienstleistungsbereichen erfolgen und damit die Rentenaussichten für die Beschäftigten insgesamt nicht  verbessern.

40 Jahre mindestens 2.100 Euro brutto, sonst droht Grundsicherung

Um eine Rente über dem Grundsicherungsniveau zu bekommen, müsste ein  Arbeitnehmer nach heutigem Stand 40 Jahre lang ununterbrochen  mindestens 2100 Euro brutto im Monat verdienen. Dass die im Moment politisch diskutierte Lebensleistungsrente an der prekären Finanzlage vieler künftiger Rentner etwas ändert, ist kaum zu erwarten. Die Rede ist derzeit lediglich von einer Aufstockung von maximal 20 Euro gegenüber der Grundsicherungshöhe.



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Kommentare

ist alles wie es sein soll, der Plan steht, deutsche alle weg und mit Asylanten austauschen, ganz klare Sache, da gibts auch nix mehr zu sagen dazu.

das läuft jetzt alles von alleine und endet natürlich in einer riesen katastrophe ganz klare sache, der deutsche wird sich in jeglicher hinsicht betrogen fühlen, mehr will ich jetzt dazu nicht sagen, ich lebe höchstens noch 20 oder 25 Jahre, es soll mir egal sein, und auch die Kinder der deutschen SIE SIND MIR EGAL !
Hahah,..und guck mal im NTV,da wird berichtet,dass Merkel nun vorrübergehend die Kontrolle über die Stadt Duisburg verloren hat,...tjaa,..Duisburg,das liegt wohl auch in NRW,..also da,wo die Polizei woanders hin gucken soll,wenn ein Täter nicht deutsch aussieht,hab ich schon gehört von,Duisburg,...iss wohl nachm 2. Weltkrieg noch deutsch geblieben,so schnell kanns gehen !

...nehmen wir mal an,wir bekommen jetzt Flüchtlinge,...aus Duisburg,..werden die dann auch erstmal medizinisch umfassend gratis versorgt,oder schicken se die mit ner Rechnung nach Hause ?

...ich meine,was willste machen,wenn sowas passiert,da kannste auch nur weglaufen!
Och,was sollen wir uns noch ne Platte machen,...immerhin reicht es noch bis 2030,..immerhin,wir haben das jetzt so oft durch,das Geld ins Ausland geschleppt wurde,anstatt die Probleme daheim zu lösen,wir sind so oft an den Ansprüchen gescheitert,die wir anderen aufgezwungen haben,2030,...immerhin,für andere,wird die Uhr viel schneller ablaufen,wenn die Obrigkeit wieder zahlungsunfähig ist,ab in den Knast,dann sparen wir ja auch die Pensionen !

Kommt bloß nicht auch nur ansatzweise auf die Idee,einer Beitragserhöhung,sowas ist an den Schleppern endgültig gescheitert,stellt an der Grenze ein Kassenhäuschen auf,für jeden,der seine Zähne hier klempnern lassen will und nie eine Mark eingezahlt hat,ist ein Eintrittsgeld fällig!

...und alles,was Ihr hier ausprobieren wollt,..könnt Ihr noch 10 Jahre lang,auf Herz und Nieren in Griechenland austesten und lasst Euch ja nicht dabei erwischen,noch ein einziges Mal Geld dahin zu schleppen,dann stellt Euch da zur Wahl,die werden jemanden brauchen !
Ich hatte 1990 doch recht gehabt, der Zusammenbruch des Sozialistischen Systems hat den
Niedergang der "Sozialen" Marktwirtschaft eingeleitet.

Diese Art von Gesellschaft wollte ich schon zur Wende nicht und damals war ich 16 Jahre alt.

Aber das Wahlvolk wollte die D-Mark und blühende Landschaften-Urlaub-Autos und Geschmeide.

Die Abrechnung nach 25 Jahren Wende fällt für mich realistisch so aus:

1. 1 Generation wurde kompl. verbrannt da schon zu alt für Veränderungen also Arbeitslos

2. Reisen, Autos und Geschmeide gibt's im Westen auch nur für die welche Kleingeld dafür haben,
der Rest latscht wie früher an den See oder den Balkon.
3. Freiheit, ja die haben wir wenn wir Geld haben, jemanden kennen der jemand kennt.
Ist das etwa die Freiheit die wir zur Wende meinten gewonnen zu haben?????
4. Die Politik im Westen verarscht die Bürger im gesamten Deutschland mehr als Ulbricht und
Honecker es in 40 Jahren Sozialismus geschafft haben.


Fazit:

Nicht die Rente sondern eins ist sicher, das System gehört weg und es wird wieder ne Revolution
geben!!!

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