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Schlecker-Pleite Zweifelhafte Vermögensübertragungen - Wirtschaftsprüfer von Schlecker angeklagt

13.04.2016, 19:37  |  3329   |   |   

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nicht nur Anklage gegen Anton Schlecker erhoben, sondern auch gegen zwei Wirtschaftsprüfer des Drogerieimperiums Schlecker. Wie die „WirtschaftsWoche" berichtet, handelt es sich dabei um zwei Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young), die in den Jahren vor der Insolvenz Schleckers Jahresabschlüsse geprüft haben. „Wir kommentieren das laufende Verfahren nicht“, sagte ein EY-Sprecher dem Magazin.

Gegenstand der Schlecker-Anklage seien verschiedene Vermögensübertragungen im Vorfeld der Insolvenz (wallstreet:online berichtete). Drei Jahre haben die Fahnder der Stuttgarter Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität zuvor im Fall Schlecker Dokumente gewälzt. Den Ermittlungen gingen im Sommer 2012 Razzien in 18 Wohnungen und vier Geschäftsgebäuden voraus. Im Rahmen ihrer Ermittlungen seien die Ermittler auf mögliche Straftaten gestoßen, hieß es im Okotber vergangenen Jahres. Konkret gehe es um den Verdacht, der Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker (70) habe angesichts der drohenden Insolvenz Vermögen beiseite geschafft, schrieb wallstreet:online unter Berufung auf das „manager magazin“.

Von besonderem Interesse waren die Geschäfte zwischen Schlecker und dem Schwesterunternehmen LDG Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft mbH. Gesellschafter der LDG waren Schleckers Kinder Meike und Lars. So geht die Staatsanwaltschaft aktuell davon aus, dass überhöhte Verrechnungspreise von Schlecker an die LDG gezahlt wurden, so die „WirtschaftsWoche“. Auch die Rückzahlung eines Kredits von Schlecker an die LDG wenige Tage vor dem Insolvenzantrag ist demnach Gegenstand des Verfahrens.

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte die heiklen Zahlungen bereits 2012 in einem Gutachten für das Amtsgericht Ulm  aufgeführt. So zahlte Schlecker laut dem Bericht noch am 20. Januar 2012 sieben Millionen Euro an das Logistikunternehmen LDG, so die "WirtschaftsWoche". Am 23. Januar meldete er Insolvenz an.



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