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Marktkommentar: Credit Suisse (Lux) Global Security Equity Fund
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Credit Suisse (Lux) Global Security Equity Fund

Nachrichtenquelle: Asset Standard
19.04.2016, 14:54  |  614   |   |   

Einst beherrschte ihre Art das Universum, heute fristet sie ein Nischendasein und scheint vielen Beobachtern sogar vom Aussterben bedroht zu sein. Nein, hier ist nicht von Dinosauriern die Rede, sondern von reinrassigen, aktiv gemanagten Branchen- & Themen-Aktienfonds. Erinnern wir uns nur der Multi-Milliarden DM und US-Dollar schweren TMT-Fonds zur Jahrhundertwende, die sich zu regelrechten Breiteninvestments entwickelten und später sowohl mit Blick auf ihre Kurse als auch in der Folge in der Anlegergunst tief fielen. "Technologie", "Multi-Media" und "Telemedia", um nur einige wenige Schlagworte zu nennen.

Sicher, es gibt immer noch Pharma-, Biotech-, Infrastruktur-, Demografie-, Luxus-, Agrar-, Forstwirtschaft- und Wasserfonds (ohne Anspruch auf Vollständigkeit der Aufzählung), aber sie sind deutlich weniger gefragt als früher. Fast ist man versucht zu titeln: "Es müssen nicht immer Multi-Asset- und Alternative Strategien sein". Die mit reinrassigen spezialisierten Aktienfonds einhergehende Volatilität ist vielen Investoren einfach zu nervenaufreibend, als dass sie sich noch daran wagen würden. Und für den Fall, dass sie es tun, bevorzugen sie immer häufiger passive Lösungen in Form von ETF.

Betrachtet man das Universum der verbliebenen aktiv gemanagten Branchen- und Themen-Produkte, fällt die gehäufte Präsenz der Schweizer Bankhäuser auf, - heißen sie nun UBS, Pictet, Bellevue oder Credit Suisse. Wir nehmen diese Tatsache einmal zum Anlass, in unregelmäßiger Erscheinungsweise in den kommenden Monaten einzelne Vertreter etwas näher zu betrachten; - heute den rund 200 Mio. Euro großen Credit Suisse (LUX) Global Security Equity Fund (LU0909471251).

Wie sagte es der Fondsmanager Dr. Patrick Kolb im Gespräch mit uns doch so schön: "Die Sicherheitsindustrie wird oft nicht wahrgenommen aber sie ist immer präsent: wenn wir essen und trinken, zur Arbeit fahren, in den Urlaub fliegen, Bargeld abheben, Strom verbrauchen, am PC arbeiten oder uns der medizinischen Versorgung anvertrauen und ruhig schlafen, weil unser Eigentum geschützt ist. Wir brauchen sie, damit unsere Gesellschaft bestehen bleibt". Analog zu diesem Plädoyer ist das Portfolio des Fonds in fünf Themenbereiche unterteilt: Verbrechensvorsorge, IT-Sicherheit (nicht nur, aber auch in der Fahrzeugtechnik), Transportsicherheit, Gesundheitsvorsorge und Umweltsicherheit. Die langfristigen Wachstumstreiber der Sicherheitsindustrie sind für Kolb die zunehmende Weltbevölkerung und Digitalisierung unserer Gesellschaft sowie das Innovationspotenzial und eine stringentere Regulierung.

Will man sich auf die Pure-Player (mindestens 50% des Umsatz müssen einen Bezug zu Sicherheit und Schutz aufweisen), also die den Themen im engeren Sinne zuzurechnenden Titel konzentrieren und sich nicht in den Siemens und Microsoft dieser Welt verlieren (die irgendwo in ihren gewaltigen Geschäftsfeldern unter anderem auch oder indirekt den eigentlichen Schwerpunktthemen zuzurechnen sind), dampft sich das "Security-Universum" für Patrick Kolb und seine Kollegen auf rund 200 Werte ein, die ein starkes Übergewicht in Nebenwerten erkennen lassen. Ein Umstand, den das Team zu schätzen weiß. Schließlich sind viele dieser Unternehmen in ihren Branchen Marktführer und gelten Small-/ Mid-Caps als vergleichsweise wenig analysiert, bieten also Informationsineffizienzen, die sich aktive Fondsmanager zu Nutzen machen können.

50% der Firmen entfallen auf Industriegüter aus Sektoren wie z.B. Airbags, Flughafen- und Hafensicherheit, Überwachungssysteme und die Entsorgung von Gefahrengütern. 30% sind der Technologie zuzurechnen, wie beispielsweise in Form von Big Data, Firewalls, dem elektronischen Zahlungsverkehr und Antivirensoftware. Hinzu kommen Aktien aus dem Gesundheitssektor, die sich um Impfstoffe, die Patientenüberwachung, die Roboter-gestützte Chirurgie und die Analysen von Wasser, Luft und Böden verdient machen. Ausgeschlossen bleiben Unternehmen der Rüstungsindustrie. Zitat Kolb: "Wir sind da ganz pragmatisch: Hersteller von Waffen, Panzern, Kampfflugzeugen und Munition bleiben außen vor. Nachtsichtgeräte, Überwachungskameras, Personenschutz und Bewachung, beispielsweise für Cash & Transit (z.B. Geldautomaten) sind zulässig".

Und wo kommen diese Firmen her? Die weltweiten Marktführer der Sicherheitstechnologie haben ihre Wurzeln im Wesentlichen in fünf Ländern: den USA, Großbritannien, China, Russland und Israel. Schaut man auf die Liquidität der Titel und ihre Investierbarkeit, entfallen derzeit 65% des Fonds auf US-Aktien, der Rest verteilt sich. Auffallend, aber wenig überraschend, der zweitgrößte Markt ist Israel. Wie Kolb erklärt, wäre das Brutto-Exposure sogar noch deutlich höher. Viele israelische Unternehmen, die sich listen lassen, zieht es in die USA.

Unter den Top Holdings finden sich: Thermo Fischer Scientific, Transdigm Group, Stericycle, Idexx Laboratories, Intuitive Surgical, Autolive und Experian. Die größte Position ist die im TecDAX gelistete Wirecard AG, die Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr anbietet. Ihr jüngster zwischenzeitlicher Kurssturz, der die Börsenaufsicht derzeit beschäftigt und vermutlich auf eine manipulative Research-Studie zurückzuführen ist, belegt die Arbeitsweise der CS-Fondsmanager. "Wir sind schon lange investiert, nah am Management und haben die Gelegenheit ebenso wie der CEO übrigens als überraschende Gelegenheit zum Nachkauf genutzt". Kurzum, ist das Produkt gut, überzeugt das Management, ist die Marktstellung herausragend und sind die Zukunftspläne nachvollziehbar und gewinnträchtig, wird investiert. Verkauft wird nur dann, wenn Bewertungen unrealistisch werden oder Strukturbrüche erkennbar sind. Beispielsweise dann, wenn Wettbewerber bessere oder preiswertere Dienstleistungen und Produkte anbieten.

Fazit: Der Credit Suisse (LUX) Security Equity Fund folgt seit 2006 den Spuren des 1,1 Mrd. Euro großen Pictet Security Fund (LU0270904781) und kann seitdem gut mit ihm mithalten. Anleger finden im CS-Fonds einen interessanten thematischen Portfoliobaustein, der als solcher verstanden sein will. So konnte der Fonds alleine in den letzten vier Wochen 15% Performance erzielen, liegt indes auf Sicht von 12 Monaten immer noch -8% unter Wasser. Vor Volatilität schützt eben auch der beste Security Fund nicht.

(Sonderdruck: Fonds im Visier / 16.03.2016 / Nr. 06 / Jahrgang 19)



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