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Öl & Co. Welche Anlagechancen bietet der Rohstoffsektor?

Gastautor: Markus Hampel
20.04.2016, 07:34  |  4353   |   |   

Die Ölbranche und der Rohstoffsektor im Allgemeinen konnten sich in letzter Zeit deutlich erholen und gehören seit Beginn des Jahres zu den Top-Performern. Diese Trendumkehr nach zwei brutalen Baisse-Jahren könnte darauf hindeuten, dass die Rohstoffbranche möglicherweise ihren Tiefpunkt durchschritten hat und mittlerweile erhebliche Bewertungsabschläge aufweist. Welche Anlagechancen bieten sich aus dieser Situation?

Minensektor hat noch Probleme

Der Minensektor steht vor zwei erheblichen Problemen: einer starken Angebotsseite und einer schwachen Nachfrageseite. Einerseits haben die Minenunternehmen in den letzten 15 Jahren stark in neue Kapazitäten investiert, um auf den Infrastrukturbedarf der Schwellenländer und vor allem Chinas zu reagieren. Diese Investitionen haben zu hohen Überkapazitäten geführt, was die Rohstoffpreise belastet hat. Darüber hinaus stammen etwa 30 Prozent der weltweiten Minenproduktion von chinesischen Unternehmen, die wenig produktiv sind und mit Verlust arbeiten. Der Abbau dieser Überkapazitäten durch die Schließung verlustträchtiger Projekte hängt jedoch von der politischen und sozialen Agenda der chinesischen Behörden ab, die man nur schwer einschätzen kann.

Die börsennotierten Unternehmen haben bereits mit umfassenden Kostensenkungen auf diese Situation reagiert und weisen weltweit die niedrigsten Cash-Produktionskosten auf. Die Investitionsausgaben wurden so seit 2012 um 65 Prozent gesenkt. Die Unternehmen haben daher ihr internes Potenzial zur Rentabilitätssteigerung (Kapitalrendite) ausgeschöpft. Andererseits wurde der Rückgang der Preise durch die Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft verschärft, auf die etwa 50 Prozent der globalen Nachfrage entfällt. Auch der Wandel der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von einer Industrie- zu einer Konsumgesellschaft lässt kurz- bis mittelfristig keine starke Zunahme der Nachfrage erwarten. Vor diesem Hintergrund dürften die Minengesellschaften erst dann ihre Rentabilität wieder steigern, wenn auch die Rohstoffnotierungen ansteigen. Die jüngsten Kursgewinne des Sektors erklären sich übrigens ausschließlich durch die Erholung der Rohstoffpreise und erscheinen uns daher fragil, da diese zu sehr von den politischen Entscheidungen in China abhängen.

Europäische Ölkonzerne weisen attraktives Anlageprofil auf

Mehrere europäische Ölkonzerne weisen dagegen ein sehr viel attraktiveres Anlageprofil auf. Ihre Bewertungen und ihre Rentabilität befinden sich auf historisch niedrigen Niveaus. Dabei ist der Rückgang der Bewertung des Sektors nicht direkt auf den fallenden Ölpreis zurückzuführen. Sie erklärt sich vielmehr in erster Linie durch den Rückgang der Rentabilität (Kapitalrendite), der bereits deutlich vor dem Ölpreisverfall eingetreten ist. So haben die Ölkonzerne ihre Investitionsausgaben seit der Jahrtausendwende massiv ausgeweitet (+180 Prozent in 15 Jahren), ohne dass es ihnen gelungen ist, ihre Produktion zu steigern.

Paradoxerweise stellt der Ölpreisrückgang sogar einen positiven Katalysator dar, da er die Unternehmen zwingt, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Rentabilität zu steigern. Die Fähigkeit der Ölkonzerne, ihre Kostenstrukturen an ein dauerhaftes Niedrigpreisumfeld anzupassen, scheint von den Märkten bisher unterschätzt zu werden. BP beispielsweise, dessen Aktie wir im Portfolio unseres paneuropäischen All-Cap-Fonds METROPOLE Selection halten, wird innerhalb von nur drei Jahren seine Investitionsausgaben um 30 Prozent und seine Betriebskosten um 25 Prozent gesenkt haben. Auf der anderen Seite ist die Ausbeutung der bestehenden Ölquellen im aktuellen Umfeld weiterhin rentabel. Die Cash-Gesamtproduktionskosten von BP im Jahr 2015 lagen bei 22 US-Dollar pro Barrel. Die gleiche Feststellung lässt sich für Royal Dutch Shell treffen, dessen Aktie einen erheblichen Bewertungsabschlag aufweist, selbst ohne die Synergien durch die Fusion mit BG mit einzurechnen. Daher haben wir seit einem Jahr allmählich und in selektiver Weise unser Engagement im Öl-Sektor ausgeweitet.

 

 

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Markus Hampel, Deutschlandchef der französischen Fondsgesellschaft METROPOLE Gestion, schreibt regelmäßig über die europäischen Aktienmärkte und über Wandelanleihen. Hampel hat langjährige Expertise in allen Fragen rund um Fonds und Börse. In seinen regelmäßigen Marktkommentaren legt er besonderes Augenmerk auf Investments in Value-Werten.

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