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Geldanlage Quality-Value-Modell - durchschnittlich zehn Prozent Rendite pro Jahr

25.04.2016, 10:23  |  2320   |   

Wer nach einem Aktienfonds mit Schwerpunkt europäische Aktien sucht, hat die Qual der Wahl. Das Angebot umfasst in dieser Kategorie mehrere hundert Fonds, je nachdem welche Kriterien angesetzt werden. Nur gut, dass unabhängige Analysehäuser mit regelmäßigen Rankings und Vergleichen die Anlageentscheidung erleichtern. Der Ve-RI Equities Europe der Frankfurter Fondsboutique Veritas Investment erhielt kürzlich vom Analysehaus Morningstar die höchstmögliche Wertung von fünf Sternen. Dr. Dirk Rogowski, Geschäftsführer der Veritas Investment im Gespräch mit wallstreet:online über den Erfolg des Fonds und das hauseigene Selektionsmodell.

Herr Dr. Rogowski, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung. Können Sie hier etwas ins Detail gehen?

Vielen Dank für die Anerkennung. Im März 2013 entschieden wir uns bei unserem auf europäische Aktien fokussierten Ve-RI Equities Europe für eine Strategieumstellung. Wir wollten mit diesem Schritt einen risikominimierenden aber dennoch renditeorientierten europäischen Aktienfonds schaffen. Nach nunmehr drei Jahren sprechen die Zahlen für sich: Zum Stichtag 31. März 2016 schaffte der Ve-RI Equities Europe einen Wertzuwachs von insgesamt 36,3 Prozent. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von 10,5 Prozent. Die Volatilität unseres Fonds lag im genannten Zeitraum mit 13,1 Prozent deutlich niedriger als bei der Benchmark, dem MSCI Europe Net EUR, mit 16,8 Prozent. Unser Investmentprozess identifiziert somit erfolgversprechende Unternehmen und minimiert gleichzeitig Kursschwankungsrisiken.

Wo liegt das Erfolgsgeheimnis Ihres Fonds?

Mit dem Ve-RI Equities Europe verfolgen wir ein Quality-Value-Modell. Quality bedeutet für uns eine hohe Profitabilität und finanzielle Stärke des Unternehmens, die wir zum Beispiel anhand des Verschuldungsgrads und der Gesamtkapitalrendite bewerten. Die Gewinne müssen zudem durch das operative Geschäft und nicht durch Finanzierungsstrategien erwirtschaftet werden.

Der Value-Ansatz dagegen identifiziert unterbewertete Aktien. Hier nutzen wir Kriterien wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis, die historische Cash-Flow-Rendite und die Dividendenrendite. Neben den Kriterien „Quality“ und „Value“ sowie Nachhaltigkeitskriterien gemäß des ESG-Ansatzes (ESG - Environment, Social, Governance) hat in unserem Investmentprozess vor allem eine spezielle Größe Gewicht: Der „extreme Value at Risk“ (eVaR).

Das Konzept des „extreme Value at Risk“ (eVaR) wird vielfach in der Versicherungsbranche genutzt. Was steckt genau dahinter?

Hierbei handelt es sich um ein mathematisches Modell, dass die Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten in bestimmter Höhe bei Extremereignissen berechnet. Grundlage dafür sind Erkenntnisse aus der Naturkatastrophenforschung. Sie haben Recht: Gerade für Versicherer ist diese Disziplin ein sehr wichtiges Thema. So geht es ihnen auch darum, die Auswirkungen von Extremereignissen abzuschätzen und möglichst zu begrenzen. Uns versetzt der eVAR in die Lage, Unternehmen mit hohen Verlustrisiken in Stressphasen zu identifizieren und dadurch im Ranking zurückzusetzen. Das eVaR-Modell wurde von der RC Banken Gruppe, einem Beratungsunternehmen für Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen, entwickelt.

Wie läuft der Investmentprozess Ihres Fonds genau ab – welche Aktien werden letztlich ausgewählt?

Aktien, die es in den Ve-RI Equities Europe schaffen wollen, müssen zunächst über ein ausreichendes Handelsvolumen verfügen. So können wir uns einer ausreichenden Liquidität der ausgewählten Aktien sicher sein. Nach dieser Selektion verbleibt ein Anlageuniversum von etwa 600 europäischen Titeln, aus dem 30 gleichgewichtet ausgewählt werden. Dabei fließen Quality und Value mit jeweils 25 Prozent in die Bewertung der einzelnen Aktie ein, der eVaR mit 40 Prozent und der ESG-Index mit zehn Prozent. Zudem sollen nicht mehr als 30 Prozent auf ein einzelnes Land entfallen, so dass eine entsprechende regionale Risikostreuung besteht. Quartalsweise wird der Selektionsprozess wiederholt und gegebenenfalls die Fondszusammensetzung angepasst.

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Michael Bulgrin verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Finanzkommunikation. Der Diplom-Kaufmann ist CIIA-Analyst der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), dem Berufsverband der Investment Professionals in Deutschland.

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