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Rohstoffe - Ölpreis Russland stellt Machtfrage - Ölkartell OPEC muss reformiert werden

25.04.2016, 13:37  |  6132   |   |   

Letztes Wochenende hätte es soweit sein können: Die OPEC-Länder hätten in Doha einen Schlussstrich unter die Ölschwemme ziehen können. Das kleine Bisschen Drosselung… darauf hatten auch Russland und die USA gehofft. Doch in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gab es einen unerwarteten Spielverderber, der den Deal platzen ließ. Der Grund: Ohne den Iran will Saudi Arabien bei der Begrenzung der Fördermengen nun auch nicht mitmachen. Man wolle dem Kontrahenten Iran keinen Vorteil auf dem Ölmarkt überlassen.

Und so verkündete der 30-jährige Sohn des saudischen Königs Salman bin Abdul Aziz: „Uns sind die Ölpreise egal!“ Und ergänzt: „Ob 30 oder 70 Dollar – das ist alles dasselbe für uns. Wir haben unsere eigenen Programme und sind nicht auf hohe Ölpreise angewiesen.“ So zitierte ihn die Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Zwar hatte der saudische Ölminister al-Naimi, der nicht Teil der königlichen Familie ist, stets versucht, eine Einigung mit dem Iran zu erzielen, um die Fördermengen gering zu halten. Doch seit der König im letzten Jahr an die Macht kam, unterstellte er sämtliche wirtschaftlichen, finanziellen und ölbezogenen Belange des Königreichs der direkten Kontrolle seines Sohnes. (Mehr dazu hier.)

Die Möglichkeiten der OPEC sind erschöpft

Tja, und damit ist Pustekuchen beim Thema Öldrosselung. Doch das wollen nicht alle Player am Ölmarkt so einfach hinnehmen. So wächst von russischer Seite die Kritik an dem Ölkartell. Die Organisation der Erdölexportierenden Länder erfülle wegen der starken politischen Widersprüche zwischen ihren Mitgliedern ihre Funktion als Regulator nicht mehr, sagte Vagiert Alekperow, Chef des zweitgrößten russischen Ölkonzerns Lukoil, der „Welt am Sonntag“. Die Machtfrage ist gestellt: „Ihre Möglichkeiten sind erschöpft“, erklärt Alekperow, der regelmäßiger Gast bei Open-Treffen ist.

Der Ärger über den gescheiterten Doha-Gipfel sitzt tief. Zuvor hatten sich die Regierenden in Moskau und Riad bei verschiedenen Treffen überraschend schnell angenähert. Doch mit der Ankündigung, auch die Iran zu einem Deal zu zwingen, wurde Moskau brüskiert, so die „Welt am Sonntag“ weiter. Lukoil-Chef Alekperow fordert deshalb stellvertretend: „Die Opec muss reformiert werden, so wie dies alle öffentlichen Organisationen in gewissen Abständen müssen. Und sie muss neue Hebel ausarbeiten, um Aktionen untereinander koordinieren zu können.“

Themen: OPEC, Öl, Iran


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Kommentare

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wewo69
25.04.16 16:02:27
Funktion als Regulator. Das ist schon lustig, wie man ein Kartellgebilde sonst noch bezeichnen möchte. Wirtschaftlich passiert nach über 50 Jahren etwas, was schon längst hätte erfolgen müssen. Eine Aufhebung der Preissanktionen und ein freier Wettbewerb. Der einzige Nachteil, der hier wirklich auf unsere Welt einwirken wird, ist der Preisdruck auf alternative Energieformen. Doch dies kann später zu einem Vorteil generieren, wenn günstigere Konkurrenzprodukte in der Folgereaktion von den Marktteilnehmern entwickelt werden. Es dürfte das Ende vom Lied der Protektionisten sein.

Disclaimer

Rohstoffe - Ölpreis Russland stellt Machtfrage - Ölkartell OPEC muss reformiert werden

Letztes Wochenende hätte es soweit sein können: Die OPEC-Länder hätten in Doha einen Schlussstrich unter die Ölschwemme ziehen können. Doch Pustekuchen! Nun wächst von russischer Seite die Kritik an dem Ölkartell.

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